<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559</id><updated>2011-07-08T04:31:51.733-07:00</updated><title type='text'>Kabinett Kalium</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>59</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-1599663321686714452</id><published>2010-02-14T03:19:00.000-08:00</published><updated>2010-02-14T09:27:20.640-08:00</updated><title type='text'>Der Abend danach</title><content type='html'>Heraus aus dem Lautsprecher erreichten Akkordeonspäne den Raum. Und sie stapelten sich hinter seinem Rücken. In einer Anordnung, die an diejenige der einzelnen Buchstaben bei einem Graffiti erinnerte. Klezmer aus Krakau. Er war kurz draußen gewesen, eben, und hatte sich schnell und entsetzt wieder zurückgezogen. Denn wieder einmal, wie bereits seit seiner Geburt, war dort eine Straßenschlacht im Gange, tobte eine Variation über ein uraltes Thema. Diesmal fanden die Kampfhandlungen zwischen den von erhobenen Faustgesten umspülten Schaumkronen Südkölns statt, belanglosen Siebzigerjahrebauten, durch die sie prügelnd mit ihrer gefräßigen Gewalt stolzierten: die Arianer und die Athanasier. Der schon staubige Streit drehte sich darum, ob der Sohn dem Vater wesensähnlich (homoiousios) oder ob er ihm wesensgleich (homoousios) sei. Ein für Selbstverständnis und Weltbild entscheidendes Detail für den digitalen Menschen der heutigen Tage.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach der Rückkehr in seine Burg wollte er auf das Konzil warten. Er stellte den Lautsprecher auf den Tisch. Es miaute aus Schalllöchern. Schon die alten Ägypter nannten den Hund auau. Seltsam, denn wie zum Beispiel später die Hebräer notierten die Ägypter ebenfalls keine Vokale. Woher hatte der Kaffeehausliterat das dann wissen können, fragte er sich - bei diesem hatte er nämlich jenes in der Stadtbibliothek am Neumarkt nachgelesen. Die Öffnungszeiten unter der Woche, abwechselnd einmal bis 16 und einmal bis 18 Uhr markierten die entscheidenden Jahreszahlen, was die Rechtsfähigkeit des heranwachsenden Deutschen betraf. Rätselhaft war in diesem Sinne der Samstag: Hier schloss sie schon um 14 Uhr. Aber warum?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er kannte einige Leute, die ihrem Vater nicht einmal ähnlich sahen. Er selbst zum Beispiel hatte an den beiden Seiten seines Kopfes Ohren, die echt total krass abstanden. Bei seinem Vater hingegen waren die Ohren nicht einmal im Halbprofil zu sehen. Das Konzil kam und kam nicht. Dann konsultierte er das Internet. Er hatte sich geirrt. Es war das Jahr 2010. Es hatte sich um keinen Konflikt zwischen Bibelexegeten gehandelt. Nein, es war etwas, das Karneval hieß. Er nahm sich vor, dazu in näherer Zukunft ein Buch zu lesen. Er erinnerte sich dunkel an einen Spruch Cave Canem. Bald schon wollte er der Sache auf den Grund gehen. Mittlerweile schälte er Kartoffeln. Was ging ihm diese Musik jetzt auf den Zeiger. Auch wenn er nicht vor seinem Rechner saß, gingen fünfzig Prozent der Arbeitszeit dafür drauf, die Musik wieder zu wechseln. Erst wollte er Curtis Mayfield reinmachen. Jetzt ging er doch auf eine der zahllosen Internetseiten, die er kannte, um sich Dubstep von talentierten Dilettanten und Unbekannten anzuhören. Der Begriff Arbeitszeit war oben übrigens sehr geschickt gewählt, denn damit expliziert sich ein ganzer Hektar (wenn auch nicht abgezäunt) seiner Philosophie: Kant hatte sich nämlich getäuscht, wenn er sagte, dass Zeit und Raum sowie Kausalität und so weiter nur Formen des Erkennens wären - in Wirklichkeit handelte es sich bei allem Erkennbaren um Einsetzungen in Raum und Arbeitszeit!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dubstep war zunächst eine sehr seltsame Musik, mit Akzenten und Entwicklungskurven, die er nicht verstand, mit einer ganz komischen Form der Monotonie sowie einem Abstand zwischen Melodie und Bass, der manchmal sehr grob wirkte. Manchmal schiss er auf die ganze Elektronik. Zuerst aber dachte er, diese Leute seien ganz wunderbare Strukturalisten. Ein strukturalistischer Musiker war für ihn zum Beispiel jemand, der einen sehr pompösen Orchesterwalzer schreibt; aber: Während der Wochen, in denen ihn die Komposition beansprucht, stirbt sein Großvater. Dass er ein Strukturalist ist, äußert sich bei ihm jetzt dadurch, dass er zum Gedenken an seinen Großvater in der Mitte des Stücks einen einzigen unkommentierten Viervierteltakt einfügt. Andere hätten zur traurigen Zwischenmelodie gegriffen. Er nicht, denn ein Lebensgefühl, das sich aus solchen Dingen konstituiert, könnten ja selbst Kinder bewerten. Dachte er zumindest. Da hätte er ja gleich Marienhof schauen können. Der Aufbau beim Dubstep erschien ihm mittlerweile zu schematisch. Bevor das Lied begann, musste eine Minute lang irgendein Intro her. Am besten aus einem frühen und sehr seltenen Funkstück. Den holte man sich einfach auf einem youtube-channel. Das Intro war ein Ritual wie das Fingerschnicken gegen den Filter der Zigarette um auf coole Weise vor dem Rauchen den Tabak zu verdichten. Er hatte die Logik dieser Musik noch nicht verstanden und Logik war zum Beispiel, wenn in einem Wörterbuch ein seltenes Wort mit einem Komet gekennzeichnet ist. Bei einem Wörterbuch dieser Musik würden wohl Wörter aus dem Gebiet Luft- und Raumfahrt mit einem Lautsprecher markiert. Aber warum? Härte war für ihn durchaus eine ästhetische Kategorie. Außerdem schlossen sich Minimalität und Härte für ihn keinesfalls aus. Er konnte mit einigen Stücken mitgehen. Einmal hatte er auch mit "siiiick tune mate!" kommentiert. Ein andermal schlicht mit "fuck the alphabet".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seine Reflexionen zu Musik waren also alles in allem mehr als minderwertig. Es sei hier noch erwähnt, dass er sich sehr darüber amüsierte, dass auf einer Disk des elektronischen Experimentalquartetts "Institut für Feinmotorik" die Dauer der einzelnen Stücke angegeben war, aber darunter lustig geschrieben stand: "Keine Gesamtspieldauer." Er amüsierte sich auch über die Überschrift eines Artikels in der de:bug über diese Kombo: "Was loopt denn da im Schwarzwald." Nicht schlecht, aber "Kuckuck, kuckuck loopts aus dem Wald." hätte er noch viel mehr gemocht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Wasser kochte und die Kartoffeln schunkelten darin. Die Kartoffel würde ein gutes Symbol für die  Zahl zwanzig abgegeben. Weil immer genau zwanzig in einem Sack sind. Schon die alten Ägypter bezeichneten mit dem Bild der Kaulquappe die Zahl 10.000. Weil es immer so viele sind. Egon Friedell schreibt, man hätte den Eindruck, dass die Ägypter die ganze Zeit Erwachsene spielten. Plötzlich erklang ein lauter Knall. Außerdem war der lästige Wackelkontakt des Klinkensteckers hörbar und er wollte ihn beseitigen. Dabei blickte er unwillkürlich aus dem Fenster. Scheiße! Sein Dachgeschoßzimmer war abgehoben, er schwebte hunderte Meter über der Stadt. Unter ihm ein Meer bunter Lichtdingsbumse in der Dunkelheit. Er besann sich. Das mit dem abhebenden Haus war vermutlich eine Art umgekehrte Metapher. Würde einem jemand sagen, dass man wohl mit seiner Dachgeschoßwohnung abgehoben sei, wäre die Deutung leicht, es handelte sich um eine Empfehlung mal ein kaltes Glas Wasser zu trinken zum Beispiel. In diesem Falle war es umgekehrt. Jetzt wollte ihn die Realität vielleicht darauf aufmerksam machen, wie fern  s i e  denn eigentlich von ihm sei. Eine höchstversöhnliche Geste also, in dem Sinne von "Es ist nicht deine Schuld. Zum Realitätsverlust gehören immer zwei. Diesmal liegt es an mir." Dann schreckte er auf und schon stand die normale Kölner Silhouette vor ihm, die Seitenstraße führte auf gewöhnlicher Höhe zum Barbarossaplatz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Kartoffeln kochten über. Das Wasser schwabbte auf den Herd, dessen vier Platten jetzt vier Lautsprecher waren. Dabei handelte es sich um ein Bild, dass er zugegebenermaßen in irgendeinem Profil bei soundcloud gesehen hatte. Bis die Kartoffeln fertig waren, nahm er sich eine Auswahl der 194 Papierschnipsel vor, auf deren einen Seite der Name eines Landes stand, auf der anderen die Rückseite. Amüsanterweise wollte er sein Gedächtnis trainieren. Wir sagen dazu nur: Na, dann gib mal Gas. Er hatte immer welche dieser Zettel in seinen Jackentasche. Sie wanderten immer zwischen rechter und linker Seitentasche hin und her. Rechts waren diejenigen, die er aktuell lernte. Ganze Spaziergänge durch Köln hatten diesem Zweck gedient. Jetzt schüttete er die Kartoffeln in das Sieb.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;War das ein wunderbarer Tag gewesen gestern.  Er dachte gern an ihn zurück. Die Zukunft hatte sich geöffnet und jetzt war sie da. Der Franzose in der Nachbarwohnung sang. Die Kaninchen hatten sich nachts vor der Uni auf der Wiese getummelt und die zahlreichen Schlösser - einfache und ehrliche Symbole - auf der Deutzer Brücke waren vermutlich schon immer und unbewegelich dagewesen. Auch eines mit ihrem Namen. Den Metalldraht hatte man im Nachhinein in sie hineingeflochten, bis ein Zaun entstand.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-1599663321686714452?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/1599663321686714452/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=1599663321686714452' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/1599663321686714452'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/1599663321686714452'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2010/02/der-abend-danach.html' title='Der Abend danach'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-8655069460378695428</id><published>2010-01-09T01:47:00.000-08:00</published><updated>2010-01-09T02:03:27.024-08:00</updated><title type='text'>Sprache anhand eines Gartens</title><content type='html'>Eingerahmt von Häusern, wie eine blühende Hochalm von schneebedeckten Bergen in einer Folie des göttlichsten Blau, bot sich dieser innere Hof da, diese lebendige Herzkammer zwischen den Betonscheidewänden des städtischen Krimskrams des abermals und immer Gleichen. Diese vor Glück atmende Fläche zog sich ungewöhnlich weit in die Länge und nicht so sehr in die Breite, sie hatte das Format eines länglichen Stoffstreifens, den man sich, getränkt mit arktisch kalter Kräutertinktur, zur Erfrischung über Stirn und Schläfen legt, um sich zu vitalisieren. Vom sommerlichen Nebel der Lust eingehüllt befand sich von hellem Vogelzwitschern erfüllend durchdrungen in der Mitte dieses idyllischen Refugiums, das heißt mit nur noch einen schmalen Asphaltstreifen Abstand zu den Häusern, eine wunderbare Gartenfläche in der Form eines langen Ovals, seitlich zudem durch zwei Kreisflächen ergänzt und umgeben von privaten Kleingärten von Grundstücksgrößen im niederen zweistelligen Quadratmeterbereich. Die Differenzen zu den jeweiligen Nutzflächen gaben sich nicht viel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;   Um diese Fläche herum führte also eine Straße an den Wänden des rechteckigen Hofes entlang, und zwar spulenförmig mehrfach, jeweils mit einer Breite von etwa einem Meter, so dass sich die Gesamtbreite der Straße auf etwa drei Meter belief. Hier fanden die Dinge des Alltags und der Notwendigkeit Platz, Abstellplätze und Container - die für sich schon ein Farbspektrum formten -, kleinere Schuppen für Gerätschaften und weitere Möbel. Defekte Holzstühle mit Grünspan und gebrochenen, patinierten Leisten, schmutzige Gummibälle, denen es an Luft fehlte übrigens auch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn vieles auf das Spielen von Kindern hinwies, dann doch am meisten sie selbst, die allen Orts einander hinterherjagten oder sich sonst die Zeit vertrieben im Grün unter Bäumen oder sonstwo, wo auch immer ihre innige Freude sie anstachelte umherzutollen. Auf den Balkonen saßen und standen Menschen, die zur Ruhe gefunden hatten hinter auftrumpfend farbigen Pelargonien und Petunien, man las, gab sich geliebten Beschäftigungen hin oder trank etwas. Die Katzen tänzelten schnippisch und schmusend über die Natursteinbalustraden und gaben sich der arttypischen Faulheit hin, die man ihnen lächelnd gönnte.&lt;br /&gt;  &lt;br /&gt;Um die einer Wolke ähnelnden Gartenanlagen, die jedermann zur Verfügung standen, waren also die privaten kleinen Schrebergärten angeordnet, so dass das Rechteck bis zur Straße hin ökonomisch intelligent ausgenutzt wurde. In Architektur und Erscheinung hoben sich die vielen einzelnen Gärten stark voneinander ab. In dem teilweise nur äußerst knapp zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten realisierte man nichtsdestotrotz bisweilen schiere Unglaublichkeiten. Man fand originalgetreue Nachempfindungen säulengetragener Tempelgebilde oder terrassierte Anlagen nach dem Vorbild historischer Gärten ebenso wie schlichte Rüben- und Kohlbeete an deren Rändern man Gießkannen und Gartenharken vergessen hatte. Neben der Züchtung von Zierpflanzen wie Orchideengewächsen oder der Pflanzenveredelung widmete man sich gleichermaßen dem Treiben auf Rasenflächen, die man durch Eintragen entsprechender Markierungen zu Sportfeldern erhoben hatte, auf denen verstreut Plastikenten, Gummikeulen, Schaukelpferde oder Spielzeugschusswaffen daherlagen. Unter einem Tisch klebte ein Kaugummi.&lt;br /&gt;  &lt;br /&gt;Eine sechskantige Mitte wurde von der edlen wolkenförmigen Gartenformation gefasst wie ein hochwertiger Stein in den Goldfingern einer teuren Schmuckbrosche aus wertvollem Steinzeug und lag unter sprühender Blütenpracht und bizarren Blattformen überwältigender Schönheit, überragt und in kühle Schattenhaftigkeit getaucht von fremdländischen Bäumen und exotischen Pappeln. Diese trugen unterdessen ausnehmend köstliche Früchte. Ein kluges System von künstlich angelegten Wasserläufen sorgte für das Lebenselixier von Menschen, Pflanzen und Tier. Das Gelände wurde verziert durch kunstfertige Statuen und Statuetten, prunkvoll und bescheiden zugleich, zwischen Bögen und mosaikbesetzten Arkaden fanden sich die tollkühnsten der erdenklichen Springbrunnen und Wasserspielanlagen. Auf den Dächern vieler kleiner Gebäude, ragten aus Gips modellierte Palmen auf, und auf dem Dach des Hauptgebäudes thronte aus chinesischem Kunstporzellan gebildet ein im Sprung gefangenes Einhorn mit meterlangem Stachel, das den erstaunten Betrachter mit seiner witzig expressionistischen Spielart und Gestaltung verblüffte. Ein Bein der respektablen Skulptur zum Beispiel ragte, einen schnellen Polygonzug formend, sich mehrfach zergliedernd in Schlaufen durch die Luft, wo es kantig spiralförmige Linien aufspürend den Raum noch harscher dominierte als der eigentliche und fast lebendige Körper. Schließlich fiel die Figuration dieses Beines geschlagen nach unten gen Boden, so dass die Skulptur mit dem Fuß, der in einem etwa fünfzig Meter tiefen Graben in der Wiese eingelassen war, etwas entfernt von dem ausgehenden Gebäude in galoppierend-schizophrener  Tragik abschloss.&lt;br /&gt;  &lt;br /&gt;Gebändigte Schlingpflanzen und wachsende Girlanden dehnten sich verdreht, kleine aufragende verzwirbelte Obelisken berührend, von Stamm zu Stamm, und zu Leibern zugeschnittene Rosensträucher sowie Buchsbaumheckenlabyrinthe setzten sich durch das Ganze hindurch, das als solches, wenn man sich in ihm befand, den Blick nur noch auf die Oberkanten der umliegenden Häuser  gestattete. Der lästige Großstadtlärm wurde von plätscherndem Wasser, Hundebellen und Geräusch von Getier und Mensch abgewehrt.&lt;br /&gt;  &lt;br /&gt;Seitlich davon befanden sich zwei mittelgroße kreisförmige Areale, die den Eindruck erweckten, hier sei nie etwas anderes als Zeit gewesen.&lt;br /&gt;   Urtropisch und als eine Frühform von Natur versank auf seine Weise ein jedes der beiden kleineren, seitlichen Gebiete in stickiger Feuchte und Hitze krummbucklig in seiner verknäulten Silhouette. Die nass glänzenden Auswüchse verschwammen im filzigen Dunst schwirrender Insekten und lodernder Pollen und Sporen. Es ging ein grober, betörender Duft heraus von diesem windlosen Nebel verfallener grüner Grotte. Im Inneren regneten Blütentupfer aus allen Gegenden der Farbe von überall her in das Bild hinein und säumten die Umrisse von scheinbar aus ihrem eigenen Fleisch heraus leuchtenden Fruchtkörpern, die sich darüber hinwegstreckten, wie bereits abgeworfene, angefressene Früchte stechend-süsslich auf dem morastigen Boden faulten. Ein Volk aus schimmernden Raupen und fetten Schnecken bewohnte diesen gärenden Brei. Libellen und Flügelwesen stoben durch das harzige Gestrüpp hin und wieder nach außen, von wo aus diese Anhäufung verwilderter Verwahrlosung wie das letzte unangetastete Stück Schöpfung fantastisch und smaragden wirkte. Kaum zugänglich, beziehungsweise nur unter geduldiger Auseinandersetzung mit lästigen Kletten und zurückpeitschenden Zweigen, die so die spiegelnden Tropfen dicken Pflanzensaftes verschleuderten, beherbergte dieser Flecken doch auch Aushöhlungen und zu Plätzen zertretene Pfade. Sie wurden von Meditierenden oder Traurigen zur Andacht genutzt, wenngleich es dort dem Odem versumpfter Tümpel standzuhalten galt, die blasenwerfend und schlackig unter verfallenen Gehölz von kriechendem Gewürm bekrabbelt wurden. Auf den wenigen offenen Lichtungen hatte man Schwitzhütten aus Lehm errichtet. Im Winter fror der Schleim.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;   Und wie sich dort eine Unzahl breitmauliger Pilze über die Rinden und Stämme zog, so waren auch die Fassaden der umliegenden Häuser zahlreich mit Überhängen, Einbuchtungen und Ausschüben bestückt, so dass mittags ein zersplitterter Schattenwurf auf den Boden kam, der sich in der Zeitspanne bis zum Sonnenuntergang über die dicken Blumenkübel und Regenfässer beugte und sich an den Fenstersimsen und den daran abgestellten Gartengeräten, Schalen und Eimern entlang hangelte. Die Reihe dieser Sachen wurde bald abgelöst von den Welldächern einiger Blechverschläge, auf denen Plastikflaschen und anderes Verbrauchsgut in abgestandenen Pfützen einen auf Spiegelbild machten.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Gegenüber des bereits von Schmetterling und Vogel in Anspruch genommenen Durchgangs war die alleinige Hofzufahrt zu finden. Wobei, dem gewöhnlichem Gang der Dinge zufolge, feierabends mit dem Abfahren der zur Gartenpflege Angestellten die rotweiße Pförtnerstange hinauf und wieder herunter gelassen wurde und schließlich scheppernd in den Bügel sprang. Die Fahrzeuge verließen dann, hier, am östlichen Ende der heruntergekommen Verschläge dieses lausige Höfchen, während am westlichen Ende noch ein schmaler Weg nach draußen führte.&lt;br /&gt;   Es war ein wirklich sehr schmaler Weg. Sollten sich etwa zwei Radfahrer auf dieser Strecke begegnen, wäre es unmöglich aneinander vorbeizufahren. Begegneten sich zwei Fußgänger so war die Sache ganz einfach. Die eine Person ging einfach in die Hocke und neigte den Kopf nach vorne, so dass die andere über den Rücken laufen konnte. Wie ließ sich das aber bei Radfahrern erledigen? Entweder, so dachte man sich, verbat man es Radfahrern, hier entlang zu fahren oder man würde sich einen Kniff, einen ganz ausgefuchsten Kniff ausdenken müssen. Und das machte man. Der Neuling wunderte sich, wenn er zum ersten Mal den Weg benutzte, warum denn alle fünfzig Meter an der Seite des Weges, entweder an einer Wand oder an einem zu diesem Zweck postierten Pflock eine kleine Rampe aus vernagelten Holzplatten hing. Richtig! Auf diese Weise konnte ein Fahrradfahrer, der dann beträchtlich Anlauf nahm über den anderen herüber springen. Und das Beste: In der jetzt schon langjährigen Geschichte dieser Idee kam es noch zu keinem einzigen Unfall.&lt;br /&gt;  &lt;br /&gt;Der Weg, der sehr schmal war, nahm einen recht komplizierten Lauf. Es war fast so als hätte ein Kindergartenkind Farbkreidekreise auf einen Block gemalt, er war auch genauso bunt und tatsächlich: Dieser Weg war Gekritzel. Erst hob er sich auf die halbe Höhe der ihn einschließenden Bauten und führte dann außen an den Häusern des Hofes entlang. Dann ging es los. Quer und kreuz führte er durch die Stadt, ab und auf, Unterführung da, Brücke hier, Spirale nach oben woanders, Pirouette in die Schräglage dort. Er änderte Höhe und Breite ständig, wobei er natürlich niemals breiter wurde als einen halben Meter, und manchmal lag er so tief zwischen zwei Mauern, dass man ihn bei Regenwetter für einen Brunnen halten konnte. Manchmal mussten also Fenster in den Wänden, und manchmal auch in der Decke Licht spenden. Letzteres, wenn er gerade unterirdisch drauf war. Hatte der Planer bei einem belanglosen Telefongespräch gezeichnet und sein Assistent das Gekrakel später für den ersten Entwurf gehalten, worauf der Planer vielleicht verstarb, ohne die Chance, den Unsinn zu revidieren? Nein, denn dieser Weg musste natürlich gewachsen sein, ein sehr schmaler Tumor, aber ein schöner, und an einer Stelle war er mannshoch mit Treibsand gefüllt, so dass man entweder die Rampe benutzte oder mit Beinkraft sprang, um das Hindernis zu überqueren. Schließlich mündete er auf einen schlichten Parkplatz, wo unter anderem die Bewohner des Innenhofs ihre Fahrzeuge abstellten. Jemand hatte die weißen Linien der Parkplatzeingrenzungen mit blauen Fingerabdrücken tapeziert. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;   Unmittelbar außerhalb des Innenhofes und zwar gegenüber Hausnummer acht stand auf dem Weg, an einem Geländer angelehnt, die Frau mit viel Lippenstift. Sie war auf dem Weg zu ihrem Auto und hielt kurz inne. Sie sah zur Haustür und über das Kopfsteinpflaster bis dahin, dann blickte sie erneut zum Haus. Jetzt brach sie eine Zigarette durch und ließ sie fallen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Bei diesem Text handelt es sich um Kapitel 3 des Textes "Stadt und Frosch". Ein Text, in dem ich unter anderem versuchte Handlungen mithilfe von Beschreibungen zu simulieren und zu diesem Zweck mit sprachlicher Verspieltheit und Manierismen schrecklich übertreibe. So dass jetzt schließlich vielen Leuten sicherlich viel Geduld abfordernde 50 Seiten (endlich) existieren, in denen selbstverständlich aber dennoch der absurdeste Kram "passiert". Im gleichen Text erhalten wir zum Beispiel Einblicke in die sportliche Karriere eines Unternehmers, dessen Erfindung eines speziellen Belages für Tischtennisschläger zur Gründung der Firma führte - und zum Abschied vom Profisport. Ein Thema, dass man ja in vorangegangener Gartenschilderung geradezu voraus"weiß". Wo und wann es den "Volltext" gibt, weiß ich allerdings noch nicht.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-8655069460378695428?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/8655069460378695428/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=8655069460378695428' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/8655069460378695428'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/8655069460378695428'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2010/01/sprache-anhand-eines-gartens.html' title='Sprache anhand eines Gartens'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-3873268705448028722</id><published>2009-12-30T12:25:00.000-08:00</published><updated>2009-12-31T06:01:09.732-08:00</updated><title type='text'>Septum Non Datur</title><content type='html'>Annihilatorischer Tremor im Duktus des Chansons. Das Ich als unangenehmes Geräusch. Das Wir als orchestraler Wohlklang. Heute in der Mittagssonne werden Wissenschaftler mit Röntgenstrahlen Streichinstrumente stimmen. Wir stellen sie hierzu in einen kalten Raum und beobachten durch das Fenster, wie sich die Schnecken drehen, ohne dass jemand berührte. Die nonmusikalische Geisteswissenschaft. Der erkältete Arzt. Wir verstehen Suche nicht als einen Prozess, sondern als ein Ding, als eine Art geographische Gegebenheit. Ich habe mich in einen Vulkanausbruch verliebt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Animation der Welt durch die Animation des Menschen. Die Kolorierung von Zeug. Die Koordination sämtlicher menschlicher Augenbewegungen durch einen Großrechner in einem Methansee des Marsmondes Erde. Man bewegt die Bestandteile des eigenen Körpers mit Hilfe von Telekinese, von Teleportation von Befehlen in der Kurzdistanz. Man befindet sich in einem wohlfeil definierten Raum. Die Gedanken verwelken, sie wollten niemals Blumen sein. Wir brauchen keine Münder mehr. Unsere Zungen sind zu den Regenwürmern gegangen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir müssen auf die Toilette. Wir müssen so vieles. Hier entlang. Der Begriff der Person ist innerhalb einer Schizophrenifikation der Modellzeit aufzulösen. Die Prismatisierung von Form und Inhalt im Nebel einer gesellschaftlichen Relevanz. Aus der Vogelperspektive des negativ definierten Egozentrismus verkümmern die Einzelteile unserer Phantasie in den Linoleumfackeln der Sprache. Eine Sprache kann mit ihrer eigenen Sprache nicht verschwiegen werden. Ein uneheliches Kind schon. In Deckung! Wir sind für die musikalische Verknüpfung von Aussagen. Wir sprechen uns dafür aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir brauchen ein semantisches Alternativkonstrukt zum Konzept Sinn. Wir sind für die Konstruktion einer Hierarchie verschiedener Widerspruchsklassen, Widerspruchsstrukturen, um die Fehlbildungen der nicht zweckrationalen Intelligenz vollständig zu ignorieren. Wir enthalten uns. Die Mathematik fliegt. Die argumentative Operation wird von der Artikulation eines Bewusstseinszustandes abgelöst. Oder eines halben mit zwei Würfeln Rohrzucker. Wir dürfen nicht mehr zwischen Einzeldingen unterscheiden. Wir dürfen uns jetzt küssen. Es gibt uns, so wie es das Obst gibt. Gehen Sie in einen Supermarkt und Sie finden chiffriert alle Variablen und Operatoren, die Sie brauchen um eine Formel für die Wahrscheinlichkeit der Existenz des Planeten Erde zu errechnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kunst ist Schnulli. Der Student glaubt dem Professor. Die Auflösung des Ichs in der Tätigkeit hat die Unmöglichkeit zur Unterscheidung von Tätigkeiten mit sich gebracht. Wir feiern die Ganzheit. Das Plus tanzt nicht mehr mit dem Minus. Es weiß seit heute, dass es addiert. Wer einen Namen hat, weiß wie er sich im Selbstgespräch anzureden hat. Wer Selbstgespräche führt, ist bestens informiert. Wir - das sind langjährig erfahrene Berater aus allen erdenklichen Bereichen. Wir zeigen Ihnen den Weg zu mehr Effizienz bei Spieleabenden. Ihr Erfolg ist unser Spiel. Der Alkohol kommunikativer Elektrik isoliert niemanden mehr vor Feierabend. Es sei den wir arbeiten darauf hin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In unserer erfahrungsfreien Freizeit kommt es unserem Fehlen jeglicher Urteilskraft entgegen, dass es keine Ereignisse gibt. Wir fahren in den Urlaubstagen zu unseren Lieblingskoordinaten. Mit Sonnenschutzfaktor 17 schützt sich das Bewusstsein vor uns. Der Realist empfängt alle Kanäle, er verpasst nichts mehr. Jetzt wo wir den achtundvierzigtausenddreihundertvierundneunzigsten Todestag der Transzendenz feiern, dürfen wir - datenverarbeitende Wesen plus Schicksal - uns nicht mehr davor scheuen, nur noch homogene und schlüssige Gedankeninhalte zu akzeptieren. Der Wille zur Aussage muss gebrochen werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schlechte Laune ist ein Gebet. Herr im Himmel, gib dieser Busfahrt einen Sinn. Hätten wir ein Bewusstsein, so gäbe es außersprachliche Strukturen, und das wollen meine Eltern nicht. Wo sind unsere Regenjacken? Ich bin frei, weil ich mich in meinen Aufgaben wieder erkennen kann. Ich lagere mich in Identifikationen aus, ich werde dadurch so groß wie Europa.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sind in die freie Totalität des Daseins geworfene Gesteins- und Geistmassen und interessieren uns für Eigenschaften. Das ist nicht weniger als unmoralisch. Das ist unheimlich. Wo sind all die Subjekte hin? Die lithiumfrostige Bohrtiefe unserer Unverstandenheit erfriert im Blautotgrau des Stahlbeckens logozentrischer Tristesse. Wo befindet sich die Amygdala, hat sie sich für diesen Ort entschieden?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus welcher Substanz ist der Wille? Ist er magnetisch? Wird der Kleine durchkommen? Wir verkleinern, restringieren uns, wir sind auch nur Menschen. Wir injizieren uns Sinn, wir hängen an der Nadel. Religionsunterricht ist Beschaffungskriminalität. Rationalität ist faktisch Religion. Sollten wir uns nicht das Verstehen abgewöhnen. Sollten wir nicht das Abgewöhnen verstehen. Verstehen wir das Abgewöhnen-Sollen. Von Freiheit krieg' ich immer schlechte Laune. In dieser außenlosen Zeit freue ich mich über geistige Schranken. Das chaotische Bewusstsein darf uns im Bedarfsfall den Straßenmusiker machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Vergessen ist die einzige Möglichkeit, von seinem Leben zu erzählen. Im Wald verbrennt etwas Bedeutung. Handlungen sollten zu mindestens siebzig Prozent ästethisch sein. Die Forschungsgesellschaft bewilligt Gelder für die Auffindung und Zerstörung von Autodidakten. Es gibt keine Beziehung zwischen dem Signifikanten und Signifikaten, es gibt nur die Beziehung zwischen Herrchen und Haustier.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ereignisse sind Kleinkram. Wir trinken einen auf den endlosen Sternenhimmel über uns und den endlosen moralischen Kosmos in uns. Einfach nur sein, Fliegenpilzwein in mich rein. Es ist gut, dass die idealistische Welt nur eine Teilmenge der realistischen ist, denn dann können wir schon mal für nächste Woche mit Einkaufen planen. Glücklicherweise gibt es Konsequenzen, wir können handeln. Sind wir frei? Frind wir sei? Das blanke Handeln. Das blanke Entsetzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die dritte vollständig überarbeitete Auflage meines Ich. Ich wünschte mir schon als kleines Mädchen inkonsistent und unlogisch zu denken. Gestern sind Analyse und Interpretation gestorben. Ich liebe Dich. Es gibt keine Konzepte. Das klingt gut, wir sind interessiert. Der Mensch ist eventuell noch weniger als nur ein Gehirn. Warst du schon einmal in einer Situation? Da wir nicht nachdenken, mögen wir nicht die Eigenschaften einer Sache, sondern die Sache selbst. Jetzt können wir jemanden, der die Sache auch nur teilweise kritisiert, zu den Depressiven sperren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zustand eins zum Zeitpunkt zwei. Die graphische Darstellung einer Illusion: das mechanische Selbstportrait. Wir sollten dem Ungeordneten das Attribut des Pathologischen zuschreiben. Das Pathologische wird morgen keine Nostalgie mehr erzeugen können. Wir unterstützen nicht einmal mehr Konzeptkunst. Wir regeln den Verkehr. Wir bringen geschichtliche Beispiele. Wir dürfen (nicht) nachdenken. Die unabgeschlossene Sache als die einzig mögliche. Werde abstrakt. Werde eine Musik. Wann? Es muss so gewesen sein.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-3873268705448028722?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/3873268705448028722/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=3873268705448028722' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/3873268705448028722'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/3873268705448028722'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2009/12/septum-non-datur.html' title='Septum Non Datur'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-8557748704906514193</id><published>2009-12-04T05:14:00.000-08:00</published><updated>2009-12-08T00:48:23.441-08:00</updated><title type='text'>Heute bei "Exemplarisch im Ersten": Trash-Literatur</title><content type='html'>Vor sieben Jahren lief ich mit Schrittgeschwindigkeit an einem Fassadenelement vorbei. Es handelte sich um ein Schaufenster. Es versteht sich von selbst, dass der Abstand zwischen mir und dem Schaufenster nicht der Entfernung Dortmund – Hagen entsprach. Der Leser möge dies zumindest gleich „von selbst“ verstehen, denn ich werde im nächsten Schritt meiner liebevollen (und jetzt schon auf das Äußerste aufregenden) Schilderung eines herzlich heftigen Erlebnisses (in dessen Kenntnis zu kommen der Leser mit großer Spannung herbeifleht) den Inhalt des genannten Warenpräsentationsortes beschreiben, was eben bei einer solchen Entfernung kaum durchzuführen möglich wäre. Es sei denn, man hätte mir davon erzählt. (?)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das liebe kleine Schaufensterchen gehörte einer Apotheke und zeigte Werbung von Salbe und Tropfen gegen trockene Augen. Eine hochauflösende Nahaufnahme eines geröteten Augenwinkels befand sich auf einer Abbildung eines halben Gesichts – auf der Wange nämlich. Heutzutage geht so etwas, da wird ja alles mit dem Computer gemacht, was ich in diesem Fall sehr hoffte. Oder hatten sie etwa den Augenwinkel aus der nicht gezeigten Gesichtshälfte grauenvoll herausgeschnitten und auf die Backe geklebt? War das der Grund, warum man nur die Hälfte sah? Meine Neugier war geweckt. Aber warum war dann der Ausschnitt des entzündlichen Augenwinkels so sehr viel größer im Vergleich zum übrigen Gesicht? Hatten man hier mit einem Vergrößerungsglas gearbeitet? Was war das eigentlich für ein riesengroßer Kopf? Etwa auch vergrößert? Bei diesen ganzen Fragen vergaß ich fast, dass das ganze auf digitalem Wege … aber dann fiel es mir wieder ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Gesichtsfläche war sehr aktuell, soll heißen, sehr frisch, also glatt und regelmäßig auf kosmetische Weise betreut und gewartet. Aber diese sich gerötet in Tränensackgegend und Lidhautkante sich zeigenden Reizungen. Bah! Ich musste fast kotzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unverzüglich schoss mir der mitfühlende Gedanke in den Kopf, dass dieser Frau auf der Stelle zu helfen sei (wenn sie noch lebte). Aber mal so richtig! Welch fürchterliche Entstellung dieses makellosen Teints, bei Gott dieses Gesicht bietet doch vor allen Dingen ästhetisch soviel Potential. Welch ärgerlicher Jammer. Ich musste weinen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich bereits etwa zwei Stunden in das Schaufenster starrend und – ich war gerade noch in der finalen Abschlussphase meiner Trauerarbeit und wollte sie gewissenhaft-ausreichend-sorgfältig beenden, um Spätfolgen auf meine Psyche ausschließen zu können – von Mitarbeitern des Ordnungsamtes geräumt wurde, kochte es in mir auf. Erbost entwurzelte ich kraft meines Gebisses innerhalb von 10 Sekunden etwa zwei Kilogramm Haare aus den Kopfhäuten der Ordnungshüter und rannte in den Geschäftsraum. „Guten Tag, ich habe Kopfschmerzen.“ Ich wirkte außerordentlich beherrscht (aber nicht etwa unterkühlt), wenngleich der anschließende Hustenanfall Verwirrung stiftete. „Geht es wieder, sind Sie sicher, dass es Kopfschmerzen sind.“ Was hatte der Kerl an der Kasse denn, ich hatte mich nur an einer Korkenzieherlocke verschluckt. Nach einem Glas Wasser ging es wieder. „Danke.“ Ich bezahlte und ging.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Sache auf dem Polizeirevier verlief später reibungslos, mit den Behörden und Ämtern arbeite ich nach vielen Jahren negativer Erfahrungen einwandfrei zusammen. Ich bezahlte das Bußgeld großspurig in bar – um wenigstens ein bisschen zu provozieren –, beschimpfte vor Verlassen des Grundstücks den Pförtner und dachte nicht an das weitere Prozedere.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch in derselben Nacht (etwa ein Uhr) – da mir der schwelende Zorn den Schlaf verbot – suchte ich den Ort des Geschehens auf. Schon bei meiner Ankunft verspürte ich detaillierte Lust, verheerende Vernichtungen an den Fassadenelementen vorzunehmen. Als ich den Nachmittag über das Ganze nochmals durchdacht hatte, machte mich die Erschütterung darüber – ich weiß ehrlich gesagt nicht genau worüber – mehr und mehr rasend. Obwohl ich schon im Bett lag und sogar schon meine Gurkenmaske mit Joghurt trug, verließ ich doch nochmals das Haus. Vor lauter Zorn. Oder vielleicht besser: Ich verließ es vollkommen grundlos.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hatte eine Sprühdose dabei, der Inhalt war schwarzer Lack, und ich wollte das Schaufenster mit Schmierereien versauen. Ich schrieb quer über die Front folgenden Satz: „Die beste Medizin gegen trockene Augen ist immer noch ein Todesfall in der eigenen Familie.“ Ungesehen verschwand ich wieder in der Nacht. Ich hatte einen ausgesprochen erholsamen Schlaf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch am selben Morgen fuhr auf der Autobahn ein Sattelschlepper mit Aluminiumformteilen und erhöhter Geschwindigkeit über einen winzigen giftgrünen Golf. Die Tochter des Apothekers wurde am Donnerstag darauf beerdigt. Meine Unschuld konnte ich mühelos nachweisen.&lt;br /&gt;Aber es tut mir leid, so wie es gelaufen ist.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-8557748704906514193?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/8557748704906514193/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=8557748704906514193' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/8557748704906514193'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/8557748704906514193'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2009/12/heute-trash-literatur.html' title='Heute bei &quot;Exemplarisch im Ersten&quot;: Trash-Literatur'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-5338970520259989036</id><published>2009-12-02T03:12:00.000-08:00</published><updated>2009-12-03T00:11:31.671-08:00</updated><title type='text'>Ein kleiner Einschub</title><content type='html'>In diesem kleinen Einschub möchte ich auf meine Internetseite hinweisen: &lt;a href="http://www.michael.prokopf.eu/"&gt;Meine Internetseite&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;Sie ist bereits anderthalb Jahre alt, aber fast niemandem bekannt. Aus nicht ganz klaren (psychologischen) Gründen habe ich sie geheim gehalten. Man sagt, ich habe es nicht so sehr mit Selbstbewusstsein. Das Verhältnis des Menschen zu seinen eigenen Produkten ist sowieso u n g l a u b l i c h interessant. Es ist halt schwierig. Mein Kinderarzt sagt, dass manches auf der Seite, etwa die Bilder oder die Klavierstücke, nicht mehr dem Stand meiner Entwicklung entsprächen (und etwa der Zeit entstammen, wo ich noch pure (Funktions-)Lust darüber empfand, mit den Händen nach Gegenständen greifen zu können). Hingegen der Leiter der Palliativstation, in der ich in einem Einzelzimmer im Keller eines 1.000 Meter hohen Fachwerkhauses (mit Reetdach) auf den Tod (ich nehme seine nahe Ankunft mit Humor) warte, lobt beispielsweise die Abstrakte Kurzprosa. Sätze wie "Die Durstige liegt kniend in einer mit Kapseln gefüllten Strumpfhose unter einem Baggerführerschein und kocht" – bei denen man mal die Twitter-Tauglichkeit prüfen sollte, und die ich mir hier ja verkneifen musste, um den Massen zu gefallen – entzücken mich nach wie vor. Kein Wunder, denn ist es genau der Style, mit dem ich, in meiner vorletzten Schaffensperiode, viele Hefte handschriftlich füllte und lose Papiere vollschrieb, die ich dann mit Schnürsenkeln durch die mit Locher gestanzten Löcher verschnürte. Künstlerromantik ganz im Geiste der Filme der Gruppe Arnold Hau, die es mir wohl erlaubte, mit einem ihrer Filmtitel auch diese meine Schaffensphase zu überschreiben: "Der Bayrische Wald durch die Augen eines Arschfickers gesehen." Das ist natürlich nur Spass, denn so etwas würde ich mir nicht gefallen lassen. Ich erwähne es aber, weil ich mir die Filmsammlung der Gruppe (um Robert Gernhardt übrigens) zu Weihnachten wünsche (hoffentlich liest das eine relevante Person). Es gibt sie zum Beispiel bei einem großen Anbieter, den ich jetzt mal, ich hoffe, man versteht, Nil nenne. Nil, jawohl. Ein sehr langer: Fluss. Und ich lasse das letzte l – zwecks noch genauerer Angleichung – nicht weg. Hoffentlich ist es nicht so Kunstfilm-Dünsch wie der Kram von Robert Rauschenberg oder so.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich füge als Anekdote hinzu, dass aus dieser sehr musikalischen Zeit auch der Titel dieses Blogs stammt. Mit einem Fräulein, mit dem ich auf vielschichtige Weise emotional und zwischenmenschlich auf höchst erfreuliche Weise wechselseitig verflochten war, nahm ich in Leipzig in einer Bar Platz, deren hintere Thekenwand ein hohes Spirituosen-Regal mit Cocktailglas-Galerie bald (die altdeutsche Form von 'bildete'), und zwar, grün-blau ausgeleuchtet. Ich, der verliebte Witzbold, sagte: "Willkommen im Kabinett Kalium". Wir schrieben das Jahr 2005. Soweit der Mythos.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie dem auch sei, besuchen Sie die Internetseite, immer hereinspaziert, machen Sie schon, na los, ich werde sie auch bald aktualisieren, denn in meiner Schublade gibt es mittlerweile mindestens fünf Geschichtelein, die genau richtig für diesen Ort sind. Vielleicht stimmt das mit den Geschichten auch nicht und ich arbeite gerade (und zwar genau in dieser Zeile) an Vers 11.243 eines gigantischen Versepos (der Titel: "Mein Leben" – haha gosh what a crapmove), meinem privaten Gilgamesch sozusagen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-5338970520259989036?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/5338970520259989036/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=5338970520259989036' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/5338970520259989036'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/5338970520259989036'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2009/12/ein-kleiner-einschub.html' title='Ein kleiner Einschub'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-391672924837231257</id><published>2009-11-29T06:29:00.000-08:00</published><updated>2009-12-01T01:27:43.044-08:00</updated><title type='text'>Belanglose Bilder mit belanglosem Beta-Carotin</title><content type='html'>Auf den folgenden Bildern sind keine Menschen zu sehen - ich sage das, weil das ja etwas ist, was durch Betrachten nicht herauszufinden ist. Oder dachten Sie da anders? Aber sicher doch, glauben Sie mir, bei Fotos niemals. Das ist eben so bei der Fotografie. Wenn man nicht explizit darauf hingewiesen wird, dass Menschen abgebildet sind, dann kann man sie nicht erkennen. Und wenn keine abgebildet sind, dann wird man misstrauisch. So ist der Mensch. Fotografie ist eben, und da werden Sie mir rechtgeben, etwas unglaublich Verbales. Das heißt aber viel umfassender, dass man gar nichts erkennen kann, von dem was auf Fotografien abgebildet ist, wenn nicht zuvor mitgeteilt. Ein Umstand, den sich der menschliche Verstand zunutze macht mit dem Ergebnis, dass ein vollständiges Verstehen des Abgebildeten dessen Beschreibung nicht zur Grundlage hat, sondern bereits ist. Zum Vergrößern die Bilder anklicken.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SxK2pLbpa-I/AAAAAAAAAJM/vBdl2CD2AHE/s1600/08.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5409586920985029602" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 400px; CURSOR: pointer; HEIGHT: 267px; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SxK2pLbpa-I/AAAAAAAAAJM/vBdl2CD2AHE/s400/08.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Stellen Sie sich vor, Sie könnten die Augen nicht einfach öffnen und wieder schließen (sondern viel mehr als nur das). Stellen Sie sich außerdem vor, es gäbe genau zehn verschiedene Arten von Gegenständen. Und Sie könnten demnach die Augen auf zehn verschiedene Arten öffnen und wieder schließen, jedesmal mit dem Resultat, dass sie eben genau eine der zehn Arten von Gegenständen sehen könnten. Und die anderen nicht.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SxK2o2oG6AI/AAAAAAAAAJE/D9XHBknegqU/s1600/07.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5409586915400148994" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 400px; CURSOR: pointer; HEIGHT: 273px; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SxK2o2oG6AI/AAAAAAAAAJE/D9XHBknegqU/s400/07.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Ich habe heute Folgendes im Sportteil der Zeitung gelesen. Ein Fussballspieler wurde nach seinem Selbstverständnis befragt, wie es ihm im neuen Club ergehe, etc. Er antwortete:&lt;br /&gt;"Wir sind wie graues Haar: Wir fragen uns nach uns und mit Vierzig sind wir plötzlich da."&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SxK2oq9MnbI/AAAAAAAAAI8/sjLE5OQIF_o/s1600/06.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5409586912267378098" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 267px; CURSOR: pointer; HEIGHT: 400px; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SxK2oq9MnbI/AAAAAAAAAI8/sjLE5OQIF_o/s400/06.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Geschlossene Augen kann man im Übrigen genauso wenig schließen, wie man offene Augen öffnen kann. Probieren Sie es zu Hause aber bitte nicht aus.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SxK2DIRVrNI/AAAAAAAAAI0/wvRYnM4O2PA/s1600/05.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5409586267301457106" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 400px; CURSOR: pointer; HEIGHT: 267px; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SxK2DIRVrNI/AAAAAAAAAI0/wvRYnM4O2PA/s400/05.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Schlafende Menschen wachen niemals auf, wenn sie von schlafenden Menschen berührt werden. Werden sie von wachen Menschen berührt, wachen sie immer auf. Berührt ein wacher Mensch, der andererseits von einem schlafenden Menschen berührt wird, einen schlafenden Menschen, dann überträgt sich die Herzfrequenz des ersten schlafenden Menschen auf den des zweiten Schlafenden. Meist mit erheblichen Übertragungsfehlern.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SxK2Ck_fGPI/AAAAAAAAAIs/62n9S8iG6D4/s1600/04.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5409586257831336178" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 285px; CURSOR: pointer; HEIGHT: 400px; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SxK2Ck_fGPI/AAAAAAAAAIs/62n9S8iG6D4/s400/04.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Seien Sie ehrlich. Wieviele Bilder haben sie bereits angeklickt, um Sie zu vergrößern. Nein, nein. Ich meine nicht hier. Sondern draußen auf der Straße, in Ihrem Leben. Wie viele Menschen haben Sie in ihrem Leben bereits angeklickt, um sie zu vergrößern? Wie viele wollten das überhaupt? Auf wie viele Menschen haben Sie schon einen Doppelklick ausgeführt. Wie oft wurden Sie mit der rechten Maustaste berührt?&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SxK2CQS91oI/AAAAAAAAAIk/x9nCY4I1xPY/s1600/03.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5409586252275897986" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 400px; CURSOR: pointer; HEIGHT: 224px; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SxK2CQS91oI/AAAAAAAAAIk/x9nCY4I1xPY/s400/03.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Der obigen Abbildung ist die Theorie der Selbstwahrnehmung nach Fuch zu entnehmen. Es finden (mitnichten) Deformationen statt, ein Vogel wird zu einem Schwarm, in dem er fliegt. Fuch bewertet in seinem Ansatz aber nicht, er sagt nicht, dass Selbstwahrnehmung deformiere, fehlerhaft sei, immer blinde Flecken habe, zu Tunnelblicken führe. Hier liegt genau das Spannende in seinem Ansatz, denn er sagt, dass wir wahrnehmen, aber wir nicht wissen, ob wir das Wahrgenommene sind, oder das Wahrnehmende. Ist aber egal. Führt auch nicht weiter.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SxK2CFg-grI/AAAAAAAAAIc/kzIYSFcppdM/s1600/02.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5409586249381872306" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 267px; CURSOR: pointer; HEIGHT: 400px; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SxK2CFg-grI/AAAAAAAAAIc/kzIYSFcppdM/s400/02.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;"Ich hätte gerne einen zurückhaltenden, aggressiven Schuh, einen Schuh, der mir steht. Einen Schuh mit Größe, einen schnellen Schnuh, einen enormen Schuh. Einen künstlerischen Schuh, einen begabten Schuh, einen Schuh mit Vollmacht, mit Befugnis, einen Schuh mit Direktiven, Postulaten, Ambitionen, Kompetenzen. Einen entschlossenen Schuh, einen muskulösen Schuh, einen Schuh der Tat, der großen Worte, der Träume, einen für die Zukunft, einen stürmischen, akribischen Schuh. Einen moralischen Schuh. Einen umsichtigen, rücksichtslosen, peinlichen Schuh. Einen ungefährlichen, harmlosen, paradoxen: Schuh! Einen Schuh für mich und meinen Mann. Ein neuer Schuh für unser Dorf. Einen aktuellen, einen solchen, den man gerne anzieht, einen atmungsaktiven, chlorfrei gebleichten, cholesterinbewussten, schadstoffarmen Schuh. Ohne künstliche Zusätze, Aromastoffe, Emulgatoren, Katalysatoren, einen Schuh für Millionen, einen Schuh - Ihr Fernsehpfarrer, einen Schuh am Mittag, einen Wer-wird-Schuh? Einen Schuh - Ihr Sportmagazin im Ersten. Einen Freund und Helfer, einen treuen Gefährten, einen modischen, schicken, zeitgemäßen, beschissenen Schuh. Einen Schuh, der brennt, einen intelligenten Schuh, einen zudringlichen, handgreiflichen Schuh, einen einsturzgefährdeten Schuh, einen Schuh ohne Sollbruchstelle. Einen Schuh mit Korrosionsschutz, einen hitzebeständigen Schuh. Einen Schuh an Zentrale. Einen Schuh ohne Mundschutz, ohne Schulabschluss, ohne Vorurteile. Einen herzlichen, warmen, vertrauensvollen, himbeerfarbenen Schuh. Einen Schuh, der in roter Abendglut in der Dämmerung am Horizont im Ozean verschleißt, einen Schuh der gleißend im Zenit steht, von dem man Sonnenbrand bekommt, einen, der ins Tal schießt, das Geröll zersprengt, tosend und brausend. Einen Schuh, der scheu und aufgescheucht aus dem Unterholz aufschreckt."&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SxK2Br0JK2I/AAAAAAAAAIU/-Hb2hE1VajQ/s1600/01.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5409586242482940770" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 400px; CURSOR: pointer; HEIGHT: 330px; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SxK2Br0JK2I/AAAAAAAAAIU/-Hb2hE1VajQ/s400/01.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;"Haben wir nicht."&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-391672924837231257?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/391672924837231257/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=391672924837231257' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/391672924837231257'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/391672924837231257'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2009/11/belanglose-bilder-mit-belanglosem.html' title='Belanglose Bilder mit belanglosem Beta-Carotin'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SxK2pLbpa-I/AAAAAAAAAJM/vBdl2CD2AHE/s72-c/08.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-6217193932628356675</id><published>2009-11-06T03:44:00.000-08:00</published><updated>2009-11-06T08:13:39.285-08:00</updated><title type='text'>Rückblick auf die weltweiten Gurken-Exzesse der letzten Tage</title><content type='html'>Was mit Gurken eigentlich los ist: Wir wissen es jetzt. Die Menschen wissen es jetzt. Wir haben es in Erfahrung gebracht: Die Gurke ist besiegt. Am ersten November ging die Pressemitteilung raus. Als nächstes ist der Kohlkopf dran, nein, der war schon. Dann eben der Kürbis und dann der Bergahorn und dann die Spitzmaus. Die Gurke ist nackt, ihr Genom ist entschlüsselt, lasset uns beten: Das siebte sequenzierte Pflanzenerbgut, 100 japanische Wissenschaftler, 350 Millionen Basenpaare. Es ist vorüber. Muss das langweilig gewesen sein. Die Entschlüsselung, das Aufschreiben. Welches Gemüse ist als nächstes dran?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Basenpaare: Der Mensch hat drei Milliarden (das sind 750 Megabyte Information). Er hat es auch weiter gebracht. Entschieden weiter, denn: Wann wird es der ersten Gurke gelingen, das menschliche Erbgut zu entschlüsseln? Nie. Das ist gewiss, das liegt außerhalb der Möglichkeiten des jetzt in neuen Forschungsarbeiten völlig bloß gestellten Gemüses. Die Gurke ist doof, und jetzt ist sie nackt. Der kleinen Gurke ist kalt, und niemand hat sie gern. Im Ruhrgebiet sagt man: Alle Kartoffeln (=Deutsche) sind Opfer. Kartoffeln aufs Maul – Aber Gurke (=Gemüse) geht auch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Kohlkopf ist auch schon entschlüsselt. Das Erbgut von etwa zwei Dutzend Säugetierarten kennt man schon HEUTE. Man kennt auch den Teichmolch ganz gut. Der kleine Teichmolch. Wisst ihr was den Teichmolch zum Versager macht, zur Hassfigur? Er hat mehr Basenpaare als der Mensch. Etwa zehn Mal so viel. Der Mensch hat weniger Adenosin,Thymin – den Rest hab‘ ich vergessen – und Nukleotide oder so, Mann, Verbindungen eben, Basenpaare halt, als das genannte Amphib. Will der uns eigentlich verarschen der kleine scheiß Teichmolch? Glaubt er etwa, er habe was drauf? Die dumme kleine scheiß Kreatur. Schleimige kleine scheiß Sau! Hahaha! Du tust mir so leid ey, du bist so schizo.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Na, wer will denn so despictirlich reden von de kleine grüne Kamerad? Eigentlich gilt: Je größer das Genom, desto komplexer das Lebewesen. Aber es gibt keinen Grund sich aufzuregen. Vor allen auch primitive Organismen, Amöben, Urfarne, solche Sachen haben eine Genomgröße von bis zu einer Billion Basenpaaren. Manche Sequenzen wiederholen sich hier jedoch so oft, manche sind an der Proteinsynthese in einem solchen Grade nicht beteiligt, dass man sie eigentlich nicht mitzählen sollte, wenn man einen fairen Wettkampf will. Unwichtig also hinsichtlich der Vormachtstellung des Menschen im Universum des Lebens.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und auch die Gurke hat daran nichts geändert. Aber – eine Frage noch: Was hilft uns das jetzt? Können wir jetzt Gurken züchten, die wir per Fernbedienung zum Staubsaugen abkommandieren können? Oder werden uns in Zukunft Gurken unsere Getränke bringen? Oder gibt es bald Gurken in jeder beliebigen Form? Als Sitzkissen, Gurken mit einer lustspendenden Eichel vorne, Gurken als Zahnspangen? Gurken so klein wie Zäpfchen? So groß, dass wir endlich einen weiteren Erdtrabanten erschaffen können?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ihr wisst genau wovon ich rede: Den Abend, als ich das mit der Gurke erfahren habe, werde ich so schnell nicht vergessen. Mit ein paar Freunden war ich mit Bier und Knabbereien vor dem Fernseher. Ganz zufällig. Normale Freizeit. Der Film war nicht schlecht spannend. Wir saßen alle mit offenen Mündern da und hätten wir nicht gebannt auf den TV-Apparat gestarrt, hätten wir sehen können, wie der Speichel auf unseren Zungen die Salzstangenstücke zersetzt. (Für den Speichel ist es sicherlich neu gewesen, an der freien Luft zu arbeiten).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Plötzlich wurde die Tür aufgestoßen. Meine Freundin kam herein und schrie, wobei sie die Arme hochriss: „Das Genom der Gurke ist entschlüsselt!“ Wow! Boah, wow!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zeitlupe. Begeisterung ist die fünfte Dimension. Wir – Wir schleuderten aus den Sofasitzen. Wir rissen die Mäuler noch weiter auf, fielen uns in die Arme – wie geil ist das denn – und schrien vor Jubel. Nein, wir wüteten vor Jubel. Wir sprangen, schlugen, stießen – unglaublich: Masseneuphorie von zehntausenden Menschen konzentriert auf ein Wohnzimmer. Unsere Muskeln. Unser Zorn. Die Tränen flossen uns aus den Augen, wir jubelten, schrien – und wurden dabei unmerklich aggressiv. Der Ton des Schreiens heiserer und schmaler, wurde immer monotoner, verwandelte sich – unter unserem Entsetzen – und wurde zu einem Knistern, einem Kribbeln, Mikrowelle, Weißes Rauschen, Störgeräusch, Signal, es war als ob unsere Gehirne nur noch Bilddaten empfingen. Mehrere junge Menschen, im Jubel eingefroren. Das Rauschen wurde unerträglich und plötzlich war es ein Fiepen, ununterbrochen. Sinus Orkan Sinus. Dann setzte es aus und wieder ein, und aus und ein unerträglich lautes Besetztzeichen, wir waren starr vor Schreck und nur noch Masse. Was geschah? Dann entwickelte sich Melodie, wir, dann Rhythmus, wir, dann Freude, so klang das Paradies! Das Paradies. Heimat. Und jetzt wurde die Play-Taste der Zeit wieder gedrückt! Wir dancten zu unserer inneren Stimme. Wir dancten vor Glück. Dance! Grotesk.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich weiß nur noch: Später: Die Massen auf den Straßen. Die Krawalle, Exzesse, der öffentliche Sex. Aber ihr wisst es ja auch. Ihr habt ja das gleiche erlebt. Ihr habt euch, ich weiß es Freunde, ihr habt auch Gurkeneintopf gemacht. Ihr wollt es vergessen, aber ihr habt euch Gurkeneintopf gemacht. Gurken abgeleckt, zerschlagen, zu Brei, euch damit eingerieben. Darin gewälzt. War das eine Nacht. Unsere wilden Körper. Unsere Bodys. Unser Verstand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der nächste Morgen. Die nächsten Tage. Was ist passiert? Was bringt uns das verfluchte Genom der Gurke? Entschuldigt bitte, es handelt sich um das Genom der G-U-R-K-E. Wisst ihr, was ich meine? Was war denn mit uns los auf den Straßen, was haben wir angerichtet? Was hat uns so ekelhaft aufgegeilt und so in Freudewucherungen versetzt? Wieviele Menschen wurden aus Freude, das muss man sich mal vorstellen, aus Freude verletzt? Wieviele Unschuldige sind für den Rest ihres Lebens verstört? Sollten wir uns nicht schämen für die ganze Sauerei? Und keiner redet darüber! Seid ihr denn von allen guten Geistern... &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Außerdem: Wir wissen ja gar nicht, wozu die einzelnen Teile der Kette gut sind, welches Protein wo synthetisiert wird, wir haben 350 Millionen Basenpaare, aufgelistet in mindestens monatelanger Arbeit. Und ihre Funktion ist uns unklar. Es hilft uns doch gar nichts! Wir kennen jetzt 350 Millionen Postleitzahlen aber nicht die entsprechenden Orte. Ist das die Orientierung, in deren Genuss uns die Wissenschaft bringt, weshalb sie unsere Religion ist? Für die Gläubigen: Lasset uns beten, dass es so geil weitergeht. We love that century.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-6217193932628356675?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/6217193932628356675/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=6217193932628356675' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/6217193932628356675'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/6217193932628356675'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2009/11/ruckblick-auf-die-weltweiten-gurken.html' title='Rückblick auf die weltweiten Gurken-Exzesse der letzten Tage'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-8497830849450630317</id><published>2009-10-14T02:41:00.000-07:00</published><updated>2009-10-15T06:20:37.731-07:00</updated><title type='text'>Die Kunstblutlüge</title><content type='html'>&lt;em&gt;Im folgenden Stück spielen drei Hauptpersonen. Eine, das ist der Vermieter, ihn nenne ich Mr. Nice. Er vermietet zwei Zimmer seiner Wohnung, in der er auch selbst wohnt. Einer der Mitbewohner ist Mr. Happy. Er ist dort vor sechs Wochen eingezogen. Der andere Bewohner, Mr. Lucky, wohnt erst seit kurzem dort. Kurz heißen die dramatis personae: Nice, Happy und Lucky. Ob es die folgende Geschichte so wirklich gibt, ist ungewiss. Übereinstimmungen mit der Wirklichkeit sind zufällig und nicht gewollt. Das heißt, um den winzigen wahrheitsgemäßen Kern wickelte sich ähnlich einer lagenweise aufgetragenen Abdichtung eines Wohnhausfundaments Lüge um Lüge. Zuspitzung gesellte sich zu Zuspitzung und so entstand das feige und niederträchtige Fantasiegebilde eines wahnsinnigen Pseudologen (=zwanghafter Lügner).&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Luckys neue Wohnung ist einfach traumhaft! Schon von außen ist sie mit ihrer aufwändigen Stuckfassade ein echter Augenschmaus. Innen verfügt der vor Jahren restaurierte Altbau über die beliebten 3,30 Meter hohen Decken, über einen tollen dunklen Holzboden und über viel, viel Platz. Die Wohnung ist großzügig ausgestattet, Bad und Küche bieten alle erdenkliche Kleinigkeiten, die aus dem Wohnen nicht nur ein Wohnfühlen, sondern auch ein Wohlfühlen machen. Das Bad könnte aus einem Fünf-Sterne-Hotel ausgeschnitten und in diese Wohnung hinein geklebt worden zu sein. Eine riesige Badewanne, ein Spiegel, der die gesamte Wandbreite ausnutzt, schöne weiße Kacheln, eine Toilette und Handtuchhalter machen den Aufenthalt zum unvergesslichen Erlebnis, zu einer Oase der Entspannung beziehungsweise der Erleichterung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Küche findet sich ein schnuckeliger Mini-Geschirrspüler. Lucky wollte ihn sofort ausprobieren und schreien, als er das niedliche Ding gesehen hatte! Im Gegensatz dazu liegt die Wohnung außerdem trotz der zentralen Lage erstaunlich ruhig! Lucky will gar nicht damit angeben, dass die Wohnung quasi zu jeder Tageszeit dunkel ist, vor allen Dingen sein Zimmer, denn die großen, ansehnlichen Bäume gegenüber der schmalen Straße spenden jede Menge kühlen Schatten. Er soll nicht so bescheiden sein, er weiß doch genau, dass das Schicksal ihn in Liebeserklärungen ertränkt. Warum sind die Auserwählten jederzeit so edel?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei diesen ganzen Vorzügen ist es leicht verkraftbar, dass jetzt wo es Winter ist, die Heizung abgeschaltet ist. Das klingt schlimmer als es ist, denn Nice war so nett, einige Euro-Paletten in den Keller zu werfen. Mit der praktischen Handkreissäge lassen sich diese dann in handliche Stücke zerkleinern. Die mit verbogenen Nägeln bestückten Abfallreste sind das perfekte Futter für den Kachelofen, der im luxuriösen Wohnzimmer eingerichtet ist. Bei ihrem niedrigen Heizwert verbrennen die Pressspanteile und Holzfetzen nahezu effizient wie trockenes Stroh! Und damit es beim Sägen nicht so laut ist, setzt man sich einfach die netterweise hinterlegten Ohrenschützer auf. Und bevor man etwa Staub in den Atmungsapparat kriegt, öffnet man einfach die kleine Luke zur Straße, die gerade groß genug ist, um über die kleine Treppe die Mülltonnen hinausschieben zu können. Glücklicherweise stört der Lärm dann die ganze Nachbarschaft! Das wurde wirklich alles sehr klug eingerichtet. Und damit man sich nicht verletzt, ist in kluger Vorrausicht das Sägeblatt so stumpf gehalten, dass es sich allzeit im Holz verkantet. So kann man sich natürlich weder den Vorderfuß abtrennen, noch in die Säge stolpern, sollte das Sägeblatt doch einmal unerwartet durch die Palette durchgehen. Ansonsten tritt man kurz und beherzt zu und zertrennt das Holz auf diese Weise. Späne schnellen einem beim Sägen eigentlich kaum in die Augen. Wenn Happy und Lucky zu zweit arbeiten, kann einer beispielsweise mit dem Besen gegen das Werkstück halten, damit es nicht entgleitet. Das gemeinschaftliche Arbeiten stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl und sorgt für die solide Grundlage einer möglichen Freundschaft. Am Ende der leichten Tätigkeit werden die Holzspäne in die Ecke gefegt, wo sie Feuchtigkeit aufnehmen können. Happy und Lucky gehen nach dem Sägen erst einmal in die Wohnküche, wo Lucky seine Bettwäsche dürftig trocknet. Denn, es ist nicht nur so, dass die Scheiben in seinem Zimmer nachts anlaufen, was Lucky natürlich sehr gern mag, denn er will nicht dass Menschen bei ihm ins Zimmer sehen können. Es ist auch so, dass durch das fehlende Heizen das ganze Zimmer feucht ist. Die Wärme des Kamins dringt nicht in die Zimmer. Auch Happy hat ein großes Prachtexemplar von Schimmelpilz bei sich in der Zimmerecke. Und niemand kann verstehen, warum er ihn letzte Woche noch wegkratzen wollte. Den Schimmelpilz kann er nicht hören, denn er lässt die ganze Zeit heimlich den Fön laufen, damit er die Raumtemperatur angenehm regulieren kann. Hoffentlich merkt das Nice nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nice bewohnt selbst auch eines der verfügbaren Zimmer. Klugerweise hat er einen eigenen Ofen in seinem Zimmer, so dass ihn die fehlende Heizung nicht weiter stört. Nice ist ein sehr netter Mensch. Im freundlichen Eingangsbereich der Wohnküche steht ein geräumiger Korb, in dem eine schier unglaubliche Zahl an Briefen Platz findet. Die meisten sind nicht geöffnet, vor allen Dingen diejenigen, die vom Gerichtsvollzieher stammen. Nice ist auch sehr klug. Er arbeitet als sehr erfolgreicher Fotograf. Er ist oft wochenlang nicht da, weil er in dieser Zeit ausländische Auftraggeber mit seinen hervorragenden Ergebnissen überzeugt. Per Mitfahrgelegenheit nimmt Nice in seinem leistungsstarken Auto Menschen mit über die Grenze. Diese Leute haben sehr viel Glück, und wenn sie selbst eine Zigarettenstange oder Alkohol dabei haben sollten, so müssen sie auf den Preis nochmals zehn Euro drauflegen. Das ist sehr fair von Nice, denn angenommen er hat vier Mitfahrer kann er jetzt selbst nur acht Stangen mitnehmen. Nice erzählte Happy und Lucky neulich, dass als er einer seiner Verflossenen eine Stange verkaufte, sie gemeint hätte, dass sie den beiden eine gut gedeckte Haftpflicht wünsche, falls sie mit dem Ofen Unfug anstellten. Aber da kann nichts passieren, es ist ja nur das Ofenrohr und der obere Bereich des Ofens, die sehr heiß werden. Und der ganze Papiermüll hinter dem Ofen ist ja weit genug weg. Für Sicherheit ist umsichtig gesorgt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Wohnklima ist toll, wenn Nice da ist. Entweder er unterrichtet die beiden Novizen in Lebenserfahrung oder erzählt die tollsten Dinge. Die Kücheninsel hat er beispielsweise zwecks sexueller Tätigkeit auch schon genutzt. Auch von den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Badewanne hat der Lebemann nur Positives zu berichten. Und dass er vor allen Dingen Happy neidisch macht, wenn er von seiner WG im Nachbarland erzählt, ist klar. Der Vierzigjährige wohnt dort mit drei Mädels Anfang Zwanzig und seiner Freundin und erstere hüpfen morgens in Unterwäsche durch den Flur. „Der Nice weiß zu leben“, sagt Happy und lacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Happy würde wirklich auch mal wieder gerne ran. Der hat gerade ziemlichen Druck, kein Wunder, er als junger Mann steht ja in vollem Saft. Wie toll das wäre, wenn wir hier Frauen in die Bude holen und dann vor dem Kamin sie mit unserem musikalischen Eros bezirzen könnten. Seine Liebesnot ausgenommen ist der Happy immer gut drauf. „Das geht ab“, trötet und flötet er manchmal in den Raum, und zwar zu hundert Prozent intrinsisch motiviert. Happy pfeift auch den ganzen Tag. Damit trägt er in positiver Weise zu einem lebenswerten Umfeld bei. Wenn er hin und wieder mal uffda uffdada oder ma hat ma Glück, ma hat ma Pech, Mahatma Gandhi singt, ist die Stimmung heiter und ausgelassen. Er ist ein großer Fan des Karneval und wenn Lucky nach Hause kommt, klingt aus seinem Zimmer die Aufzeichnung der genannten Veranstaltung aus einem vergangenen Jahr. Happy ist der Meinung, dass man auf seiner Suche nach dem großen Glück nur den Nippel durch die Lasche ziehen muss, und dass man lachen lernen muss und dass die wirklich genialen Texte so aussehen: Klaus-Hinrich war Bauer, kam niemals zur Ruh, versorgte die Schweine, den Stier und die Oma. Rudi Carell, Lucky, das musst du dir mal vorstellen und das 1978. Einfach genial. Happy hat damit in allen wesentlichen Punkten recht. Happy versteht zu feiern. Am Wochenende hat er fünf Jackie-Cola und drei Kölsch getrunken. Unglaublich, aber wahr: für günstige zwei Euro! „Döb döö döb dödö döb döb döb!“ (Zitat Happy) Möglich durch den Bonusgutschein für die ersten hundert Besucher des Clubs, der an diesem Abend die 99-Cent Party erfolgreich neuauflegte. Und sollte demnächst wieder Coco Jambo aus dem Zimmer tönen, dann lächelt Lucky mit hoher Wahrscheinlichkeit mit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Wohnung liegt in einer Stadt, in der es, vor allen Dingen jetzt im Herbst, sehr viel regnet. Das verleiht ihr aber nur noch eine zusätzlich charmante Note. In der Stadt gibt es sehr viele Hunde. Aber Lucky ist vorsichtig, wenn er durch die Straßen läuft, und so tritt er nirgendswo rein. Wenn er in der Mitte der Straße läuft anstatt den Gehweg zu benutzen ist er immer auf der sicheren Mitte. Wenn Lucky morgens früh aus der Haustür tritt, sorgen die Müllautos mit dem kreisenden orangen Licht für eine effektvolle Begrüßung in der Dunkelheit. Die Stadt in der er wohnt, bietet für jeden Geschmack das Richtige. Auch der an zwischenmenschlichen Feinheiten Interessierte kommt in jeder Hinsicht auf seine Kosten! Als Lucky neulich beispielsweise Richtung Karstadt ging, sich eine Hose zu kaufen, stand plötzlich an einer Telefonzelle ein kleiner Junge, dem zwei dünne Blutrinnen aus der Nase troffen. Er war knapp vor dem Heulen und schluchzte, ob nicht jemand ein Taschentuch hätte. „Seid ihr das gewesen?“, rief Lucky hinüber. Einer der beiden gleichaltrigen Jungs, wir nennen ihn Small, in etwas Entfernung rief, dass es nur Kunstblut sei. Der andere der beiden, Little, war weniger vorlaut und meinte, dass Small es übertrieben hätte und ihm auf die Nase gehauen. Lucky verschenkte seine Taschentücher und lief einfach weiter. Die Hose, die er sich dann kaufte, traute er sich bisher noch nicht mit einem seiner Hemden zu kombinieren.&lt;br /&gt;Wenn Lucky spät abends nach der Arbeit aus dem Hauptbahnhof tritt, erwartet ihn die sogenannte Platte. Hier amüsiert sich die Crème de la Crème, ganz vornehme, geschmackvolle Leute. Sie trinken oft Bier und haben schon Gesichtsverletzungen. Manchmal laufen sie über den Beton und rufen aus dem Alkohol: „Ich hab‘ die Hosen an!“ Da muss Lucky immer ganz furchtbar schmunzeln. Er mag Leute mit einem gesunden Selbstbewusstsein. Er selbst wächst ja schließlich auch gerne an seinen Aufgaben. Er mag Leute, die wissen was sie wollen, wie zum Beispiel Happy, der ihm gestern erzählte: „Das mit dem Federweißer und dem süßen Wein, das habe ich schon immer. Und ich glaube nicht, dass ich später herben oder trockenen Wein trinken werde. Das heißt, ich weiß, dass ich es nicht machen werde. Obwohl es schon so viele Leute gesagt haben. Und das schon bei ganz vielen anderen Dingen. Ich habe einfach meine Meinung zu den Dingen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nice ist ja fast nie da, und so verbringen Lucky und Happy die kalten Abende meist alleine in der Wohnung. Lucky trocknet wahrscheinlich gerade seine Bettwäsche oder presst eine Zitrone aus, denn er ist schrecklich erkältet. Wenn er nachts um drei aufwacht, weil sein Zimmer zu kalt ist, setzt er sich vor den gemütlichen Backofen und stellt ihn bei offener Klappe an. Happy schläft wie ein Stein. Und Nice: um drei Uhr? Möge der Alkohol fließen!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-8497830849450630317?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/8497830849450630317/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=8497830849450630317' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/8497830849450630317'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/8497830849450630317'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2009/10/die-kunstblutluge.html' title='Die Kunstblutlüge'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-5465761109789759745</id><published>2009-09-10T01:57:00.001-07:00</published><updated>2009-10-08T04:52:22.517-07:00</updated><title type='text'>R7c1 – der einzige Coverkandidat</title><content type='html'>Es ist eigentlich unwichtig und es weiß jeder: Wenn man sich in der heutigen Zeit, auf den Weg macht, vielleicht im Internet oder in einem Buch, etwas zu erfahren, – man will sich zum Beispiel über Lösungsstrategien von Sudokus informieren – dann befindet man sich plötzlich, und sicherlich plötzlicher als man dachte, in einem sogenannten Fachgebiet. Man schüttelt den Kopf und stellt fest, dass die empirische Welt auch an dieser Stelle noch unglaublich viel größer wird. Dass Introspektion jetzt endgültig langweilig geworden ist. Die These ist, dass sich Wissen viral und aggressiv ausdehnt, und im verfügbaren kosmischen Gesamtraum G für das Gefühl immer weniger Spielplatz bleibt. Wie traurig. Die andere These ist, die Wissensmenge war bereits vor Jahrhunderten unüberschaubar. Nur weil uns jetzt mit der historisch nie da gewesenen Verfügbarkeit der Eindruck kommt, dass das Erfahrbare unendlich ist (obwohl es gar nicht unendlich sein dürfte, denn war das nicht eine Eigenschaft, die dem reinen über die Reflexion reflektierenden Geist vorbehalten war, beziehungsweise dem Hass?), heißt das nicht, dass wir nicht alleine dastünden mit diesem Eindruck.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fachgebiete gab es und gibt es überall: Podologie, Patrologie, Pomologie, Prosopografie, und zu guter Letzt good old Pulmologie. Mich würde interessieren was der Siebzehnjährige zu dieser Kollektion sagt, der im Berufsvorbereitungsjahr steckt, und dessen Vater will, dass er sich auf die Stelle zum Rohrleitungsbauer bei der Gemeinde bewirbt. Egal zum Ersten. Solche Dinge, die gerne und fälschlicherweise mal als gesellschaftliche ‚Widersprüche’ bezeichnet werden sind ja gang und gäbe. Zum Beispiel: Wieviele abgemagerte Hirseenterhelferinnen mit Skorbut und Kolik’ im Benin denken gerade darüber nach, wie man am besten zu breakcore oder dubtechno tanzt? Egal zum Zweiten. Warum sollten das übrigens Widersprüche sein. Es sind maximal Gegensätze. Aber ich kenne mich nicht aus. Bleibe ich also dabei und sage Widersprüche.&lt;br /&gt;Aber sind sie denn wirklich gesellschaftliche? Was passiert denn, wenn ich gerade vom junior consultant zum senior consultant befördert wurde und meine erste Woche im neuen Job mache, und mich, sagen wir, ins Zeug legen muss, während meiner Frau gerade der Darmkrebs diagnostiziert wird? Das heißt, ich habe noch weitere drei, vier Arbeitstage vor mir, bei denen ich mich mit allem Hirn um Zeug (beispielsweise die Verwendung von high capacity Kondensatoren bei der elektronischen Motorsteuerung, bei französischen Autobauern: Bis Samstag 22 Uhr Präsentation) kümmern muss, das mich einfach nicht interessiert, weil ich meine Frau liebe. Ist das nicht mal Entfremdung? Ein krasses Beispiel, aber weniger krass schlicht und einfach alltäglich. Eine die mit Gesellschaft nichts zu tun hat. Und die Entfremdung, über die Marx so gerne spricht. Wir seien von den Produkten und so weiter... darf ich den Gedanken einwerfen, dass Millionen von Menschen froh sind über diese Form der Entfremdung. Es ist ihnen recht, wenn der Kram nach acht Stunden aus ist, und damit nichts weiter zu schaffen ist an diesem Tag. Die wollen gar nichts mit ihrer Arbeit zu tun haben, sondern den Kopf frei haben. Auch wie dem sei. Sind die Widersprüche der Welt, liebe Leute von der Linkspartei (falls ihr denn so denkt, ich hatte einfach Lust euch anzureden) wirklich gesellschaftlich verankert? Oder besser: Sind die gesellschaftlich verankerten geradezu gleichgültig im Vergleich zu denen des Ereignisses? Aber egal zum Dritten und Letzten.&lt;br /&gt;Ein kleines Zitat:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Der X-Wing ist degeneriert und wird daher als Sashimi bezeichnet. Die Logik ist gleich wie bei einem normalen Finned X-Wing: r7c1 ist der einzige Coverkandidat, der beide Fins sieht, er kann daher gelöscht werden.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das kommt davon, wenn man Sudokus löst, aber bei einem gewissen Schwierigkeitsgrad nicht weiter kommt, und sich dann mal systematisch damit beschäftigen will und ins Internet hinein geht, um sich zu informieren. Geradezu irrelevant im Vergleich zu den Keplerschen oder Gossenschen Gesetzen, nicht wahr? Das geht einem ja überall so, egal ob man gerne Wein oder Whiskey trinkt und nachforscht, oder ein Golfschlägerset braucht und Kundenbewertungen durchforstet. Niemals war die Welt so konkret wie heute. Was würden Platon oder Schopenhauer sagen, für die es noch etwas Konkretes und für die alltägliche Lebenswelt Bedeutsames war zu sagen, Vorstellungen seien stets endlich oder auch nicht, wobei alles Reale endlich ist, also alles real ist, und keine Transzendenz da (Vorsicht bei der Abfahrt an den Türen: Willkürliches Beispiel). Oder der Mensch, der in zwei Wochen in Nigeria an einer Goldstaubvergiftung sterben wird? Was sagt der eigentlich so zu meiner neuen Katze?&lt;br /&gt;"Die einen von uns werden eben als r7c1 geboren, und können gelöscht werden, die anderen gar nicht, und wieder andere fahren mit dem Maybach auf der Landstrasse nach Münster." Im Juli 2009 (wenn ich mich nicht irre) übrigens konnte man in den Nachrichten erfahren, dass es jetzt endlich eine Milliarde Hungernde gibt auf der Welt. Endlich. An diesem Abend habe ich beim Dönerladen um die Ecke mal ausnahmsweise mit Schafskäse gegessen (es war übrigens ein Linkshänder-Döner, ich komm’ damit besser zurecht).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aha, aha. Was bedeutet das jetzt. Ist das jetzt alles Sozialdeterminismus? Sind die beiden folgenden Aussagen also gleichwertig:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1) Die eine stirbt mit 38 an Zungenkrebs, die andere mit 19 an Liebeskummer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2) Der eine wird Rohrleitungsbauer, und wird sein Leben lang spucken auf das, was der Akademiker Arbeit (er weiß auch nicht, was der mit Entfremdung meint) nennt, der andere betreibt (minder-)qualitative Sozialforschung und verdient mit seinen unter Zwang geschriebenen Abhandlungen das Achtfache.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sind das zwei verschiedene Formen, Kontexte von Schicksal und nichts weiter? Heißt das also, dass die Politik jetzt gar nicht mehr versuchen soll, Verhältnisse zu verbessern, für die Menschen, um des Menschen wegen auszubalancieren, sondern einfach alles so beibehalten sollte? Wo sie doch so mächtig, alles zu verändern, mit einer einzigen kleinen Handbewegung? Ist. Aber natürlich, Mama. Drauf’ gekackt, sach’ ich jetzt mal. Ich werde es nämlich auch an dieser Stelle pflichtunterbewusst versäumen, einen Zusammenhang herzustellen oder eine konsistente Aussage. Das ist auch gar nicht möglich, bei diesem Wust, in den wir hier hineingeraten sind. Ich halte es mit dem avantgardistischen Theater: Meine Bühnenstücke werden bei halbhoher Gardine vorgetragen, so dass man nur die Beine sieht, oder die Toten, die liegen. Manchmal ragt ein Lindenstock mit hauchzarten Trieben aus dem Orchestergraben und duftet nach dem Süden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich muss doch im Abschluss nochmals unterstreichen, dass die in diesem Text unternommene Parallelisierung von ‚sozialem’ und ‚weltischem’ Schicksal strenggenommen natürlich ein recht großer Kram ist. Aber vielleicht ist das Ziel meiner hier durchgeführten Verwirrung etwas sichtbar. Oder vielleicht riecht auch jemand was? Übrigens hoffe ich nicht verschreckt zu haben, wie es Leute tun, die sagen: „Es sterben hier Menschen an Hodenkrebs und du frisst Crêpe Suzette!“ und glauben damit die Härte der Wirklichkeit begriffen zu haben (wenn es eine solche Härte denn gibt, jedenfalls kann man der W. nicht einmal mit einem Diamanten einen Kratzer zufügen, so dass Mohs-Härte 10 überschritten ist), und also auch eine Rechtfertigung aufweisen, täglich drei Bier zu trinken (und einen Wodka).&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-5465761109789759745?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/5465761109789759745/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=5465761109789759745' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/5465761109789759745'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/5465761109789759745'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2009/09/r7c1-der-einzige-coverkandidat.html' title='R7c1 – der einzige Coverkandidat'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-6548387191646674242</id><published>2009-09-08T15:20:00.000-07:00</published><updated>2009-10-16T07:25:48.002-07:00</updated><title type='text'>Unauthentisches Composing...</title><content type='html'>ist gar kein Composing, sondern Posing?&lt;br /&gt;Person A sitzt mit geschlossenen Augen auf einem Bürostuhl vor ihrem Rechner. Person A hört Musik. Sie zuckt, sehr schnell, aber rhythmisch. Der Betrachter mag wohl nicht auf Anhieb feststellen, dass hier eine Ordnung vorliegt, denn es ist etwas Komplexes und Akzentuiertes, was sich Person A verabreicht. Fernerhin improvisiert sie darüber: Und so ergibt sich von außen betrachtet das Bild eines ausgewachsenen Tremors. Was auch immer es ist, was da gehört wird: Es sich nicht das Frühstücksradio von Hitradio FFH, das ist klar. Das Mikrofon krabbelt am Hinterkopf entlang, denn der Kopfhörer sitzt verkehrt herum auf ihrem Haupt. Sie hört nämlich mit einem Headset Musik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie hat es mit ihrer Paranoia vor der Gesellschaft so weit gebracht, sich zu schämen vor anderen Leuten mit solchen Dingen. Bei so eher ausgelassenen Sachen und so. Person A zuckt mit den Augenlidern – sie ist nämlich Teil des erlesenen Kreises von Personen, die auch mit diesem kleinen Körperteil tanzen können. Jetzt, wo sie sich auf ihrem Bürostuhl befindet, sind die Augenlider dann und wann ganz still – die Bewegung setzt in den Momenten aus, in denen sie glaubt nicht authentisch zu sein. Wenig später lässt sich Person A von einem solchen Einwand nicht mehr darin stören, auch gesamtkörperlich etwas inniger zu den Ausdrucksmitteln zu greifen, denn sie glaubt seit Jahren nicht mehr an Authentizität. Sie hatte nur ihren fehlenden Glauben diesbezüglich kurz vergessen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Konzept Authentizität ist auch nicht angemessener und besser zu rechtfertigen als Ausländerhass. Man sollte sich davon im Handumdrehen etabliert haben. Übrigens: Niemand weiß eigentlich wie man eine Hand umdreht. Aber in einem Punkt herrscht dessen ungeachtet Konsens: Es geht ziemlich leicht. Und da Person A das Gefühl hat, nochmals ganz spontan einen semiprofessionellen Grund gegen die Plausibilität des Begriffs Authentizität entwickeln zu müssen, sagt sie sich: In dem Augenblick, in dem ich mir sage, sei einfach du selbst, bin ich nicht einfach ich selbst. Für beides auf einmal ist nicht Zeit. Person A hat keine große Lust das irgendwie theoretisch auszudehnen. Sie denkt sich aber noch kurz, authentisch soll man ja sein, wenn man man selbst ist. Und das geht doch davon aus, dass es einen Unterschied zwischen ich und ich selbst gibt. Jetzt übertreibt Person A: Richtig, das macht keinen Sinn und ist – wie etwa Religion oder der Anspruch ‚sozial’ zu sein – faustdick sonnenklar etwas, was die Mächtigen unseres Landes uns in den Kopf gesetzt haben, um uns zu regieren, damit wir gar nicht mehr in Zweifel ziehen, dass man sich selbst finden muss, dass man irgendwann aber bitte schon einmal wissen sollte, wer man ist und was man denn möchte in seinem Leben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In solchen Momenten hat Person auch beim Tanzsport gelegentlich die Augen offen und blickt kurz auf den Bildschirm. Sollte man ein minder auffälliges Lied wählen, um …, na eben einfach so? Immerhin könnte vielleicht Person B oder Person C das Zimmer betreten. Man kennt sich schließlich auch noch nicht allzu lange, das heißt die Beziehungen hatten noch nicht die große Zeit sich zu festigen. Person A hält sich nicht für extravagant, sie will aber auch nicht verstören.&lt;br /&gt;Sei es wie es ist: Sie geht wieder mit der Musik. Nach den kurzen Irritationen kann Person A wieder genießen. Was auch immer das heißen soll, wie sie sich fragt. Genuss scheint jedenfalls nichts mit der Lage der arbeitenden Klasse in England zu tun zu haben oder mit der kritischen Kritik der Kritik. Vielleicht ist Genuss ja auch nur ein anderes Wort für enormous chill. Vielleicht ist es ein Zeichen, dass die arbeitende Klasse hier ins Wort fällt: Die Authentizitätsdebatte hat Person A schon länger satt, sie hält sie für unproduktiv und eigentlich abgehakt. Kurz denkt Person A noch weiter. Es gibt doch den weit verbreiteten, aber unausgesprochenen Gedanken, dass man authentisches Verhalten, und insbesondere beim Tanzen (und um den Bezug zur Überschrift herzustellen: bei Blogeinträgen übrigens auch), daran erkennt, dass es technisch gut ist, etwa sehr gut auf den Takt und anderweitige musikalische Einheiten abgestimmt, oder sonst erstaunlich gut gemacht ist. In diesem Sinne ist Komplexität authentisch. Oder mal minus eins: Es gibt den Gedanken, gerade bei der Beobachtung eines tanzenden Menschen, dass genau dann wenn die Darbietung brüllend schlecht ist, Authentizität herrscht. Unverfälscht. Echt. Virtuosität ist immer technisch, immer künstlich. Vielleicht, und das ist das letzte was sie denkt, bevor sie unterbrochen wird, ist es genau das, dass man weder dem einen noch dem anderen Echtheit bescheinigen kann, keine der beiden Positionen toll ist, was zur Widerlegung des ganzen Konzeptes führt. Und das denkt Person eigentlich schon lange: Man ist immer man selbst, immer. Auch beim schrecklichsten Posing, Lügen oder Schleimen. Man kann sich nicht verstellen. Oder jemandem was vorgaukeln. Die ganze herkömmliche Auffassung zur Schauspielerei ist in diesem Sinne schwach. Person A denkt sich, der folgende Satz macht doch gar keinen Sinn: „Mach was du wirklich willst.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und wenn man schon vom Teufel spricht: Person B kommt ins Zimmer. Sie starrt Person A so lange an, bis Person A den Kopfhörer absetzt. Jetzt hat Person B endlich Zeit den Kopf zu schütteln und sich wieder umzudrehen. Solange du nicht reagierst, gefalle ich mir darin, dich strafend anzublicken. Will Person B etwa schon bereits wieder erneut sofort gehen? Dieser kurze demonstrativ mahnende ‚Befehlsstand’ reicht ihr etwa bereits wieder sofort aus? Person A muss an die Niederschlagung des Aufstandes auf dem Tian’anmen-Platz denken. Person B wendet sich doch noch um und spricht. „Hör mal zu, ja? Wir sind in dieser Wohngemeinschaft anständige Leute, ja? Sich so gehen lassen. Wenn du dich wenigstens bewegen könntest. Widerst mich an du. Was machen die Leute eigentlich. Also Leute, so was wie du halt. Sie brauchen immer stärkere Drogen, immer abgefahrenere Musik. Wenn ich dich nochmals erwische, dann mach ich dir dein kleines Schweineleben zur Hölle. Dann überfahre ich dich jeden Tag mit meinem Auto.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Notabene: Es handelt sich um eine 8-er Wohnung. Landkommune, Altersheim, Bundeswehrbarracke. Ist egal. Der Vollständigkeit willen hätte man also erwähnen müssen, dass nicht nur Person B oder Person C ins Zimmer hätten kommen können, sondern auch Person D, Person E, Person F, Person G, Person H. Aus Rücksicht auf das Textbild wurde dies unterlassen sowie es aus Wahrheitspflicht als eben diese Bemerkung noch ergänzt wurde. Danke.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-6548387191646674242?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/6548387191646674242/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=6548387191646674242' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/6548387191646674242'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/6548387191646674242'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2009/09/unauthentisches-com-posing.html' title='Unauthentisches Composing...'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-8731377031497719055</id><published>2009-09-04T14:08:00.000-07:00</published><updated>2009-10-08T05:13:27.658-07:00</updated><title type='text'>Komma Komma</title><content type='html'>Was wissen die Menschen komma die im Obergeschoss so laut lachen komma davon dass das ganze Leben eine einzige Musik ist. Drum'n'Bass mag auch mal 170 Schläge in der Minute haben. Eine schnelle Musik. Der Tango ist halb so schnell. Der Wiener Walzer ist nochmals halb so schnell. Diese Zahlen habe ich jetzt nicht recherchiert. Sie sind deshalb so toll komma weil sie so symbolisch sind.&lt;br /&gt;Also komma was wissen die Leute davon komma die da oben so laut lachen komma dass sie da was ganz Falsches machen (oder will man leugnen komma dass das Zwerchfell nicht der Baum der Erkenntnis ist?) komma denn ein Mensch lebt so kurz komma so sehr kurz komma dass er auch wenn er ganz genau hin hört komma ganz genau komma vielleicht einen einzigen Taktschlag hören wird komma von dieser Musik komma von diesem Leben komma einen einzigen Schlag in seinem ganzen Leben. Und dass es auch gar nicht ausreicht komma dass Gehör martialisch-penibel zu schulen komma man muss auch den nervus acusticus schulen komma sowieso das ganze Gespür komma das komplette Nervensystem komma komma komma es bedarf des Menschen komma diesen einen Taktschlag zu hören. Und er braucht auch noch Glück komma der Mensch - das man in diesem Fall dann Schicksal nennt komma wenn es zu so einer unterwahrscheinlichen Koinzidenz kommen soll.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber nein komma da sitzen sie in der Runde und finden es lustig und lachen würgereflexartig explosiv und dann reden sie die ganze Zeit. Wer redet komma der kann nicht hören. Was? Um diesen Ansatz nochmals auf einen schlagkräftigen Kurzsatz zu bringen: Wer in einer Runde sitzt komma wird niemals etwas auf die Reihe kriegen. Es bedarf eben des Menschen. Jawohl.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ihr das auch total interessant fandet, das "," immer komma auszuschreiben, dann geht jetzt bitte sofort zu eurem Telefon und wählt die 1. Wenn ihr das auch total blöde fandet, das "," immer komma zu schreiben, dann lasst euch gerne noch ein wenig Zeit, aber dann geht sofort zu eurem Telefon, und wählt die 0!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-8731377031497719055?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/8731377031497719055/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=8731377031497719055' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/8731377031497719055'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/8731377031497719055'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2009/09/komma-komma.html' title='Komma Komma'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-3633114245449646485</id><published>2009-09-04T11:31:00.000-07:00</published><updated>2009-10-08T05:14:21.667-07:00</updated><title type='text'>Begründung meines Willens zum Wiedereintritt in die katholische Kirche</title><content type='html'>Natürlich kann man aus der Kirche austreten. Das steht jedem frei, bringt einige Vorteile, allerdings auch Nachteile. Einer davon ist, dass man beispielsweise einen Partner kennen lernen kann, der sehr viel Wert auf eine kirchliche Trauung legt. Auch wenn man Taufpate sein möchte, geht das unter Katholiken nur, wenn man selbst getauft ist.&lt;br /&gt;Ich dachte vor einigen Jahren fatalerweise aus der Kirche austreten zu müssen. Ich hatte damals nämlich ein Jahresgehalt von 80 T€ netto, und da stieß es mir unangenehm auf, hundert Euro Kirchensteuer im Monat zu zahlen, über dessen Verwendung mich der Pfarrer des hiesigen Dorfes auch innerhalb eines fünfstündigen Streitgesprächs nicht plausibel unterrichten konnte. Leider mündete das Gespräch damals in gröbsten Handgreiflichkeiten, so dass ich berufsunfähig wurde. Glücklicherweise hatte ich mich zuvor gegen solch ein Ereignis versichert. Jedenfalls lernte ich bei der Reha meine Therapeutin Dagmar kennen, um deren Hand ich letztes Jahr anhalten wollte. Leider war Dagmar total katholisch! Sie wollte also unbedingt eine kirchliche Trauung.&lt;br /&gt;Wer in die katholische Kirche wiedereintreten möchte, hat allerdings einige Schwierigkeiten zu bewältigen. Unter anderem muss man den Wunsch sehr ausführlich und schriftlich begründen. So musste ich damals also einen Text verfassen und an den örtlichen Pfarrer richten.&lt;br /&gt;Glücklicherweise saß der Pfarrer von damals wegen Veruntreuung von Steuergeldern im Kitchen. Nein, nein, es ging nicht um die Kirchensteuer, auf die hatte er gar keinen direkten Zugriff. Er handelte damals mit Männern, und rechnete nicht korrekt mit dem Fiskus ab. Er dachte auf Männer werden 4% Mehrwertsteuer erhoben, dabei sind es doch nur noch 3%. Ich weiß das, weil ich mir damals mein Studium mit dem Handel von Männern finanziert habe.&lt;br /&gt;Wie dem auch sei, bei dem neuen Pfarrer hatte ich gute Chancen. Der ist sowieso sehr nett. Folgender Text wurde von ihm akzeptiert. Naja, ich habe ihm natürlich auch ein Fass Rotwein aus der Rioja in den Hof gestellt. Egal. Die Liebe zu Dagmar ist jetzt amtlich. Und weil ich mich mit vielen Menschen unterhalten habe, die auch zurück zur Kirche wollten, weiß ich dass viele an diesem Schreiben scheitern. Aus geheuchelter Liebe zu meinen Mitmenschen veröffentliche ich mein Schreiben, quasi als Muster, hier im Internet. Zum Verständnis sage ich, dass ein Kunstgriff darin besteht, meine Taufe schon vorauszugreifen, also so zu tun, als wäre das Schreiben schon akzeptiert worden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich lese gerne. Vor hundertfünfzig Tagen zum Beispiel habe ich in einem Buch (und nicht etwa vom Feld) gelesen, dass monokausales Denken - wenigstens statistisch - das Überleben in der Altsteinzeit wahrscheinlicher machte. Ich kann mir zwar nicht besonders konkret vorstellen, welche Methoden im Einzelnen zu diesem Ergebnis (Behauptung) geführt haben. Aber wenn es denn stimmt, dann komme ich als Selbstreflexionskrüppel der Familie (den Spitznamen habe ich von meinem Bruder) zu dem Befund, dass ich in der weiteren Evolution keine Chancen haben werde. Unter der Voraussetzung, dass sich die Situation seit der Altsteinzeit nicht verändert hat. Und hier kann ich mir noch viel weniger konkret vorstellen, wie man das ausdrucksvoll nachweisen kann. Es geht nicht. Wir leben strukturell immer noch in der Altsteinzeit. Dachte ich bisher, aber dazu unten mehr.&lt;br /&gt;Außerdem. Ich bin auch nur ein Mensch. Das heißt, ich verdränge unangenehme Wahrheiten, und zwar aus dem tieferliegenden Grund, dass ich mich selbst ziemlich geil finde (Psychologie). Deshalb habe ich mich also taufen lassen. Denn Christentum und Evolutionstheorie geht zusammen nicht klar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber zunächst ein kleiner Nachtrag zu den obigen prähistorisch gesonnen Ausführungen: Die Clovis-Kultur des nordamerikanischen Kontinents, die älteste dort angenommene menschliche Besiedlung, wird in ihrem Alter auf etwa 11.000 Jahre datiert. Es tauchen, wie immer in der Archäologie und Paläoanthropologie - und diese Behauptung werden alle Ahnungslosen mit mir teilen - immer mal wieder angeblich stichhaltige Ergebnisse irgendwelcher (amerikanischer) Wissenschaftler auf, die belegen, dass der Mais im Osten der heutigen USA noch früher als bisher angenommen domestiziert wurde, dass die Aubergine im Gebiet des fruchtbaren Halbmondes noch früher als der Emmerweizen kultiviert wurde und dass es den Hund schon im Ordovizium gab (also lange vor dem Menschen, so dass man sagen kann, dass der Hund den Menschen wohl als Haustier gehalten hat in der coolen Prähistorie und sich der Mensch aber dann doch behaupten konnte, jedenfalls bei oberflächlicher Betrachtung der heutigen Verhältnisse), das heißt, irgendetwas ist erwiesener Maßen immer noch älter. Wenn man diesen profilierungsgeilen Wissenschaftlern glaubt.&lt;br /&gt;Jetzt hat man also vor einigen Jahren versteinerte Scheiße gefunden, die uns sagt, dass es vor der Clovis-Kultur Siedlungen gab in Nordamerika. Versteinerte Scheiße. Erstaunlich. Denn es handelt sich hierbei ja, und dass ist viel wichtiger als die komische Eventualität einer Präclovis-Kultur, um den ersten Nachweis menschlicher Kultur, der mir zu Ohren gekommen ist überhaupt. Es gibt also tatsächlich so etwas wie Kulturgut. Das hätte ich mir, als studierter Geologie (diese Disziplin handelt von verschissenen Steinen) und dementsprechend überzeugter Naturalist nicht träumen lassen. Nun mag man einwenden dass Opern von Verdi oder die überlieferten politischen Ansichten eines Catull oder Octavian Kulturgut seien. Aber im Unterschied zu Musik ist Scheiße messbar. Außerdem, und hier schließt sich für mich der Kreis, befinden wir uns damit, seit diesem ersten nachgewiesen Kack, per definitionem nicht mehr in der Altsteinzeit. Denn Kultur ist mal voll nicht monokausal.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja - und damit greifen wir den zweiten begonnen Kreis auf -, ich finde mich geil. Das liegt zwar hauptsächlich daran, dass ich ein Mensch bin, und deshalb dumm, wobei sich das Dumme immer geil findet, beziehungsweise, dass Geile das Dumme ursächlich und als Telos erst begründet, es liegt aber auch daran, dass ich dumm bin. Womit also gesagt ist, dass es eventuell Dummheit außerhalb des Menschen gibt. In diesem Sinne ist es erst verständlich, warum es ordentlich ist, jemand unmenschlich zu nennen, und zwar einfach deshalb, um darauf zu verweisen, dass sich dieser Mensch, auch noch die unmenschlichen Quellen der Dummheit zu eigen machen konnte.&lt;br /&gt;Es wäre monokausal gedacht, zu sagen, der Mensch sei nur deshalb dumm, weil er ein Mensch ist. In der Altsteinzeit mag das ausgereicht haben. Spätestens seit der Geburt des heiligen Heilands ist aber klar, dass dies nicht mehr hinlänglich ist, die menschliche Dummheit zu begründen. Seit den zärtlichen Ereignissen im Zusammenhang mit Jesus wissen wir, dass das Unmenschliche schlechthin das Göttliche ist, zumindest teilweise, und dass der Mensch zusätzliche Dummheit nicht aus dem Nichts heraus schöpfen kann, sondern direkt aus der göttlichen Sphäre, unter anderem.&lt;br /&gt;Weshalb habe ich mich also taufen lassen? Weil es nicht reicht, das Jagen und Sammeln eingestellt zu haben, um zu beweisen, dass die Altsteinzeit vorbei ist, also dass man jetzt nicht mehr nur noch aus einem einzigen Grund dumm ist, dass man jetzt nicht nur von den Feldern liest, sondern auch aus Büchern. Hauptsächlich aber weil ich auch was abbekommen will von der Evolution. Das Christentum glaubt nämlich, die Evolution gehöre ihm ganz allein, und ich weiß ja auch nicht von wem die versteinerte Scheiße genau kommt. Also die mögen sich halt nicht.&lt;br /&gt;Ich will doch auch nur was von der Evolution. Ich liebe dich, Dagmar!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bemerkung: Das mit dem versteinerten Kot ist nicht erfunden. Ja, das erste Zeugnis des Amerikaners... In der onlinischen Süddeutschen ist das nachzulesen. Und versteinerter Kot war ja bei ebay sogar schon käuflich. Wann zieht der Einzelhandel nach? Wann, oh wann begreift er endlich?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-3633114245449646485?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/3633114245449646485/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=3633114245449646485' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/3633114245449646485'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/3633114245449646485'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2009/09/begrundung-meines-willens-zum.html' title='Begründung meines Willens zum Wiedereintritt in die katholische Kirche'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-6291815987965894016</id><published>2009-07-06T03:11:00.000-07:00</published><updated>2009-10-08T05:15:11.742-07:00</updated><title type='text'>Du sollst kein Bild machen</title><content type='html'>Betrachten wir die Welt und denken dabei, dass sie von Gott stammt, dann müssen wir sagen, dass er mit dem Teil, unserer Erde also, und allem was sich aus ihr ergibt, an der Hochschule für Kunst und Gestaltung in Offenbach, um des Dialektes willen beispielsweise da, aber es ist völlig gleich, sich wirklich nicht hätte bewerben müssen. Man hätte ihn nicht verstanden.&lt;br /&gt;Glück hätte er haben müssen, wenn sich in Gegenwart seiner Bewerbungsmappe um das Pult herum wenigstens eine Diskussion entwickelt, sich wenigstens geringfügiges Interesse eingestellt hätte. Normal wäre es gewesen, wenn man es kurz durchgegangen wäre, das Werk, und dann ignoriert hätte.&lt;br /&gt;Hören Sie, Frau Professorin Soundso, Teile der Mappe finde ich ja schon interessant, ich sehe auch Parallelen zu Warhol (gibt es nichts größeres für einen Künstler, als mit Warhol oder Beuys verglichen zu werden, am besten aus dem Munde eines ganz großen Kuratoren?) und auch technisch nicht unmeisterhaft, aber das Konzept, ja, wo ist das Konzept? Ich meine, und dabei deutet die Expertin auf eine Nachbarmappe auf einem Nachbartisch, hier die Gabriela, die versucht mit geometrischen Figuren die Fläche auszufüllen, das hat Hand und Fuß, sowas sehe ich nicht bei, wie heißt der... komischer Name. Ist das der Vorname? Ein emiritierter Professor, der sich in seiner Freizeit noch der Beurteilung von Einsendungen widmet, weil er innerlich spürt, dass sein kunstmissionarischer Auftrag noch nicht ausgelaufen ist, meldet sich zu Wort.&lt;br /&gt;Also isch waas anet, mir fählt do ärschendwie des Relischiöse, des Spiriduälle in där Mabbe. Des is doch di dodale Willkür, odä Renate? Und wo issen do die Eibeddung in de kunsthisdorische Kondäxt?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht hätten sie ihn doch eingeladen, aber nur um ihn billig abzufertigen und ihm zu sagen, hör' doch mal zu, du bist doch intelligent oder, wir haben da ein Problem mit unserem WLAN-Router, und das hätte er natürlich locker hingekriegt, in kürzester Zeit. Er hat ihn ja erfunden, indirekt. Ach ja und noch was, wie ist denn das jetzt mit der Mehrwertsteuer, ich hab mir eben beim Hausmeister 'ne Bockwurst geholt, die aber gegessen, während wir über deine Mappe gelacht haben, also nicht vor Ort, muss ich jetzt sieben oder neunzehn Prozent zahlen? Du kennst dich doch aus mit sowas, du kleine Realistenschlampe, oder? Naja, und dann hatten wir natürlich alle den schwarzen Samtsack auf dem Kopf, während du da warst, damit wir nicht kotzen müssen. Können wir das beim Finanzamt als Arbeitskleidung geltend machen? Die Säcke haben schließlich auch ihr Geld gekostet. Und jetzt raus mit dir. Was? Nein, schlag dir den Studienplatz aus dem Kopf, wir nehmen die Tatjana, die malt mit historischem Fußschweiß, oder den Ingo, der die Landschaftsmalerei neu interpretiert. Ästhetisch? Erstens kommt es darauf nur beschränkt an und zweitens, schick lieber eine Bewerbung an die TU-Darmstadt, Materialwissenschaften, da schlägst du alle. Wir finden, dass du der wirklich geborene Ingenieur und Architekt bist, genialer Erfinder und Techniker, Mathematiker, Logiker und so weiter, aber kein Künstler. Dazu fehlt dir die Dummheit, mein Kleiner. Du liegst doch mit deiner Idee des blanken Daseins vor jeder Ästhetik. Gott wäre ganz schön gefrustet gewesen. Das heißt natürlich nicht, dass er dann gleich Pläne für den Osten geschmiedet hätte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der letzte Satz ist so wahnsinnig lustig, dass ich mir in die Hose mache. Ich meine wozu sonst dient Humor, wenn nicht die verrückten Grenzen der Moral (sprachlich!) zu überschreiten. Wohlgemerkt sprachlich, oder meinetwegen auch künstlerisch, in Karikaturen zum Beispiel. Die Handlung, das muss man bewerten. Die Handlung. Und jetzt komme mir niemand mit Austin oder Searle. Man könnte sich sowieso einmal überlegen, was es heißen würde, wenn es erlaubt wäre, alles zu sagen. Man könnte sich überlegen, ob wir an einem Ort leben, an dem die wertende Funktion von Sprache überschätzend missverstanden wird. Dass man es als geradezu primitiv bezeichnen könnte, wie das geschieht. Dass es möglicherweise geistig beschränkt ist, sofort entsetzt aufzuschreien, wenn jemand sagt, alle linken Studenten haben Fußpilz. Als hätte dieser jemand etwas gegen linke Studenten gesagt. Hat er gar nicht. Er hat doch nur etwas gesagt. Erstens haben etwa 20 Prozent aller Deutschen sowieso Fußpilz (worauf meine Mutter neulich meinte, dass noch einmal jemand sagen sollte, wir Deutschen hätten keine Kultur. Ich habe aus Scham und Ehrgefühl ihr sofort den Prometheus von Johnny G ins Gesicht geflammt). Zweitens ist es doch auch wichtig, dass diese Leute Fußpilz haben! Nein. Ich will ja nur sagen, dass linke Studenten mengentheoretisch betrachtet ein höchst paradoxes Phänomen sind: Zwanzig Prozent von ihnen sind gleichzeitig alle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das mit der sprachlichen Wertung könnte man alles lange diskutieren, zum Beispiel weil es so einfach doch nicht ist, aber nicht hier, denn ich habe mir gerade in die Hose gemacht. Das hat jetzt Vorrang! Das liegt aber nicht daran, dass der Satz so lustig war, sondern kommt vielmehr daher, dass ich mir generell in die Hose mache. Schon immer. Konsequent. Aber wozu liegt da sonst ein Toilettenstein "Orkan der Frische" (was anderes hilft nicht gegen die seit Jahren hier im Dorf vehement verlangte Ausbürgerung) und drei Bahnen Supersaugstark-Zellstoff aus der Sabotagetechnik in meiner Unterhose? Richtig, aus Erfahrung. Ja. Und das demonstriert auch, warum Gott abgelehnt wurde. Gott denkt so wie ich. Er hat eine Situation, in meinem Fall, ununterbrochener und leidenschaftlicher Harndrang, unkontrollierbar, wie ein Wildbach oder Wolkenbruch. Der Energieerhaltungssatz in seinen Grenzbereichen, denn ich trinke eigentlich nicht sehr viel. Und dann handelt Gott gemäß dieser Situation. Wie ich, wie die Russen. Zweckmäßigeit, Verhältnismäßigkeit der Mittel, Effizienz. Das sind die Koordinaten seines Vorgehens. Deswegen wurde er auch abgelehnt. Nehmen wir den supersaugstarken Zellstoff, eigentlich ganz im Sinne der Gott'schen Methode. Eigentlich eine Erfindung antikapitalistischer Untergrundingenieure des Arbeiter- und Bauernstaats, die dem Westen per Schwamm-Flugzeugabwurf die Wolken austrocknen und den Wasserkreislauf sabotieren wollten. Zum Einsatz kam der Schwamm nicht. Man will wissen warum? Ganz einfach. Ich habe damals derartig viel Geld geboten für diese Technologie, dass der Osten mit meiner finanziellen Unterstützung zu dem geworden ist was er heute ist: Überlegen in allen wirtschaftlichen Belangen. Und die Funktionäre konnten sich soziales Handeln auf die Fahnen schreiben, denn ich wusste nicht mehr ein noch aus, bis man mich rettete.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie gesagt ein perfektes Beispiel für die Denke Gottes. Die Erde inklusive unserer Existenz ist nichts weiter als ein solcher Schwamm, selbstverständlich Dimensionenenen (der sogenannte multiple Plural ist morphologisch einzigartig in unserer Sprache und gibt bekanntermaßen eine besonders große Zahl der Referenten zum Ausdruck) gewitzter und heftiger, ja, Gott, der Meistertechniker, der kosmogene Ingenieur, an der Kunst-Uni hat so jemand nichts zu suchen. Und das muss er auch einsehen, dass er da sein Potential verschwendet. Das Zweckfreie liegt ihm nicht.&lt;br /&gt;Was will man ihm das denn anlasten? Er hatte eine gute Idee mit seinem Planeten und dem was zu Gelächter führte, als er es am Stammtisch zum ersten Mal Mensch nannte. Lange bevor die anderen Götter nur an so was dachten.&lt;br /&gt;Und was ergibt sich daraus für uns? Es ist so. Wenn wir in einer unsinnigen Welt lebten, dann müssten wir konsequenterweise unsinnig handeln. Das wäre nur stimmig. Wenn wir das also übertragen wollen auf die Situation überragender Raffinesse der Verwaltung, gerade hier in Deutschland und in der EU, in einer Phase der holistischen Komplexifizierung bürokratischer Administration: Es muss Zufriedenheit herrschen. Warum? Weil es methodisch im Einklang steht mit den Gefühlen unseres sensiblen kleinen göttlichen Schöpfers. Regeln, Verordnungen, Gesetzmäßigkeiten, Anleitungen, Gebote, alles ein rechtmäßiger Grund zur Masturbation, am besten zu Mozarts Requiem. Deshalb, erstens weil es oben angesprochen wurde, und zweitens weil ich arbeitend etwas damit zu tun hatte jüngst, und drittens weil es immer noch miese Arschlöcher gibt, die verschlafen oder den Bus verpassen und drohen damit alles kaputt zu machen, ein kleiner Auszug aus der Liturgie, der Umsatzsteuerparagraph 15a nach Lukas:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nein doch nicht, denn es war nicht meine Intention, irgendwie gegen die Bürokratie zu wettern. Ehrlich. Ich kenne mich in dem Gebiet nur so schlecht aus, dass der fahle Nachklang von Bildzeitungsniveau nicht zu vermeiden gewesen wäre. Ich meine, es war doch auch so lustig, oder?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schlussnotiz: Womit wir gezeigt hätten, dass Gott kein DJ ist, wie es uns der Text eines Techno-Titels sagen möchte. Denn auch der DJ ist doch ein Künstler. Dazu muss nicht erst Scooter Texte von Thomas Bernhard lesen (was er tatsächlich gemacht hat).&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-6291815987965894016?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/6291815987965894016/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=6291815987965894016' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/6291815987965894016'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/6291815987965894016'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2009/07/du-sollst-kein-bild-machen.html' title='Du sollst kein Bild machen'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-616474339623920861</id><published>2009-06-30T15:33:00.000-07:00</published><updated>2009-10-15T12:25:31.505-07:00</updated><title type='text'>Irgendwie Spiritualität</title><content type='html'>Ich weiß auch nicht. Irgendeine Sache in irgendeiner Form betrachten, das ist doch total irgendwie, oder? Ich meine, so komplett und hundertprozentig irgendwie. Ohne wenn und aber, und manchmal bedeutet es was, ja, ja manchmal schon, und dann bedeutet was anderes wieder was ganz anderes und so. Ich meine, es ist doch alles, aber echt alles total unterschiedlich, oder? Wie sich das alles unterscheidet, die ganzen Sachen, die man erlebt. Da mal mehr und da mal weniger. Vielleicht gibt es da Zusammenhänge und so, ich meine die gibt es doch echt überall, oder? Wenn man eine Sache erst mal ausgecheckt hat, dann kann man die nächste Sache viel besser auschecken. Und dann kriegt man mal klar was das eigentlich heißt, dass es einen gibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oder? Das ist doch die Tatsache Nummer eins irgendwie, dass man da ist und alles andere auch. Dass diese ganzen Leute da sind, die Familie und die Arbeitskollegen und so, und die Leute, die grad' irgendwas in der Hand halten in irgend'nem Geschäft oder Schlafzimmer und dass man in den Spiegel glotzen kann oder aus dem Fenster. Ich mein, das kann man sich doch alles gar nicht erklären. Und das Gerede, von dass Leben hat zwar keinen Sinn, man muss seinem Leben einen geben, find' ich schwul. Und Selbstfindung und so. Das ist doch aus. Selbstfindung is' doch nur sich entschieden haben, wo man jetzt mitmachen muss. Das ist doch Kindergarten. Ich hab meine Philosophie, nenn' ich das jetzt mal, für mich gefunden. Ich mein', dass es uns gibt, und dass wir Gefühle ha'm und so. Ich muss mir doch nich' von 'nem Professor oder Priester erzählen lassen, warum das alles so ist. Oder die Glotze anmachen, weil es ja eh so is wie es is.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass man einfach so nachdenken kann. Alles anfassen kann. Und so krasses Zeug passiert. Klar hört das irgendwann auf, dann ist man halt tot. Dann stürzt man halt im Flugzeug ab. Oder? Und das mal was schlimmes passiert. "Ich bin das Werkstück der Wirklichkeit". Aber das is' eigentlich nich' so mein Sprachstil, also nich jetzt hier in dem Text. Ja, schlimme Sachen gibt's. Was soll's, das gehört dazu. Soll man damit jetzt irgendwie umgehen? Soll ich das etwas jetzt verarbeiten, oder was!? Was sollen das sein, verarbeiten? Warum reden die alle so viel? Also ich jetzt, ich komm anders nich' klar, als das alles durch mich durch fließen lassen. Ja, klar. Das jetzt ma' in den und den Worten formulieren. Blödsinn, ich will leben. Ich will mich beim Erleben filmen. Soll ich mir jetzt hier und da zu dem und dem so und so'n Verhältnis erarbeiten, oder wie? Warum denn, ich mach' niemandem was. Ich hab' Respekt. Für mich isses so: Dass einfach alles da ist, das is' für mich Gott.&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/Std2_E7J4vI/AAAAAAAAAIE/1GQ9yHFh8Xg/s1600-h/distorted.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/Std2_E7J4vI/AAAAAAAAAIE/1GQ9yHFh8Xg/s400/distorted.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5392909904825148146" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;"distorted" (Ein geheucheltes Danke an das Archiv für religiöse Kunst, Kloster Altötting.)&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-616474339623920861?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/616474339623920861/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=616474339623920861' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/616474339623920861'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/616474339623920861'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2009/06/spiritualitat-irgendwie.html' title='Irgendwie Spiritualität'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/Std2_E7J4vI/AAAAAAAAAIE/1GQ9yHFh8Xg/s72-c/distorted.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-1495709178151846322</id><published>2009-06-21T03:56:00.000-07:00</published><updated>2009-10-08T05:24:14.324-07:00</updated><title type='text'>Es kommt darauf an, Zusammenhänge zu erkennen</title><content type='html'>&lt;div style="TEXT-ALIGN: center"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/Sj4R9FFVn3I/AAAAAAAAAHc/yuAmPqqucuM/s1600-h/Zusammenhaenge.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5349733148396986226" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 400px; CURSOR: pointer; HEIGHT: 175px; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/Sj4R9FFVn3I/AAAAAAAAAHc/yuAmPqqucuM/s400/Zusammenhaenge.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;"we live in the post-connected age." Häkelarbeit mit Knüpfintarsien: Vermutlich Allgäu oder Rheingau, undatiert (wegen der Parallelen zum dortigen Dom vermutet man die Beteiligung einer Regensburger Werkstatt, Nürnberg kann aufgrund der Kolorierung ausgeschlossen werden)&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="left"&gt;&lt;br /&gt;Was bin ich froh, an der Universität gelernt zu haben, Zusammenhänge zu erkennen - Webearbeiten des Schöpfers zu sehen. Der intelektuell betuchte Mensch begann bereits auf dem Gymnasium diese große Fähigkeit erfolgreich zu erlernen. Apropos Gymnasium: Bitte kein Turboabitur einführen, ja?, liebe Verbraucherschützer, Jusitzminister und so, ja? Bitte? 13 Jahre Gehirnwäsche sind gerade gut genug. Vor allen Dingen die Kreativen müssen mit besonderem Einfühlungsvermögen verstümmelt werden. Ich habe gestern zum Beispiel meiner Nachbarin, fünfte Klasse, versucht beizubringen, wie man Adverbiale von Präpositionalobjekten unterscheiden kann. Na, wenn das Fragewort die Präposition enthält ist schon mal ein guter Hinweis, aber verlass' dich nicht drauf!&lt;br /&gt;Genau das richtige Material für so ein Balg. Ist mir sowieso zu lebensfroh, das Vieh. Auch in puncto Desorientierung übt sich früh! Aber: Wo wir schon Zusammenhänge sehen können: Haben wir nicht aus unserer gemeinsamen deutschen Geschichte gelernt, wie unheilvoll 12 Jahre sein können? Oder meinten die Reformer etwa genau das?&lt;br /&gt;Aber natürlich, trotz aller Zynik, ist es natürlich vollkommen richtig, dass es pervers ist, den Abiturienten bereits nach 12 Jahren in die kapitalistische Verwertungsgesellschaft zu inkarzerieren. Schon mit dem Bachelor- und Mastersystem hat man uns knallhart klargemacht, dass es etwas wie Arbeit gibt, wo wir doch dachten, dass sei nur eine Hypothese von Henry Ford, eine Hilfskonstruktion bei Marx.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Aber das interessiert mich alles nicht. Sollen die Leute über Arbeit und Bildung denken worauf sie Lust haben. Was mich betrifft, von mir könnt ihr die lausigen acht Mücken haben, mir doch Latte. Und wenn ich Frühschicht habe, dann habe ich sozusagen halt 'ne Morgenlatte. Ich meine, ich schlafe am liebsten, und wenn werktäglich noch weitere acht Stunden Schlaf hinzukommen ist mir das egal. Mir ist es eh nicht gelungen irgendeinen anständigen Lebensentwurf zu entwickeln, von daher, greift zu. Ich vermisse nichts. Das macht dann 3 Euro 38.", sagte mir die Mutter eines Jugendfreundes (ich bin mit ihm mit dem Fahrrad ständig 'durchs Ort' gefahren und einmal hab ich mit einer grifflosen Feile vom Sperrmüll den Plexiglasschutz vor einer Touristikinfotafel eingeworfen, was ich meiner Mutter heulend gestanden habe eine Stunde später). Sie kassiert jetzt im Rewe. "Ich arbeite für mich und nicht für den Staat."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich wollte gerade vom Steuerbüro (ich kenne jetzt die Abkürzung für Gewerbesteuermessbetragzerlegungsbescheid, nämlich Gewerbesteuermessbetragzerlegungsb.) nach Hause fahren, und legte den Zwischenstop bei einer öffentlichen Konsumguterwerbsanstalt ein. Mit Pizza und Strohalmen bin ich dann tatsächlich aus der Einfahrt aus dem Parkplatz hinausgefahren.&lt;br /&gt;Und dann hat es gekracht (ich hasse diesen Satz). Ein Leidersbacher Rübenbauer (Kettenraucher, ledig) ist mir in die Seite gefahren, seine Anhängerkuppel wurde aus der Verankerung vom Unterboden herausgerissen - aber nicht vollständig - und wickelte sich um den Heckspoiler meines Astra. Meine Windschutzscheibe wurde eingesplittert, eingedrückt und aufgerollt. Sie räkelte sich um die UKW-Antenne meines Unfallkontrahenten, solche verbog sich u-förmig, passierte mit ihrer ersten Biegung mein rechtes Bremslicht (natürlich nicht meines) und führte sich schnurrstracks in die Auspuffpfanne. Und so weiter, und so weiter.&lt;br /&gt;Es würde zu weit führen, die Topologie des Gebildes näher zu erläutern. Es hatte etwas Vierdimensionales. Ich konnte mich nur mit einem achteinhalb gebückten Auerbach aus dem Tankdeckel befreien, riß mir dabei aber beide Lippen ab. Mein Unfallpartner musste alleine sieben Kilometer kriechen, um aus dem Gebilde zu entkommen.&lt;br /&gt;Vollkommen ausgelaugt und abgekämpft blickten wir uns ratlos in die Augen, bis einer von uns begann zu reden, ganz gleich wer es jetzt war (eine der beiden Stimmen hörte sich merkwürdig an, irgendwie vergrößert).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Können sie mir jetzt den Zusammenhang zwischen unseren beiden Wagen erklären.&lt;br /&gt;- Es scheint mir etwas Mechanisches zu sein.&lt;br /&gt;- Eine Verbindung.&lt;br /&gt;- Ja, aber ganz wörtlich zu verstehen. Was haben Sie für eine Schulbildung?&lt;br /&gt;- Ich bin übrigens die Mutter ihres Jugendfreundes.&lt;br /&gt;- Ausgeschlossen, die sitzt da drinnen an der Kasse. Sie wollen das also nicht beantworten.&lt;br /&gt;- Sehen sie, wie hier der Kühlertopf ihres Astra mit der von Unfallflüssigkeit herausgespülten Kardanwelle meines Gebrauchtwagens zusammenhängt?&lt;br /&gt;- Ich weiß nicht, sieht aus wie ein Koitus. Leidenschaftlich irgendwie.&lt;br /&gt;- Jetzt weiß ich, was sie meinen.&lt;br /&gt;- Dann war ich das an der Kasse also selber?&lt;br /&gt;- Nein, das war ich.&lt;br /&gt;- Nein, ich.&lt;br /&gt;- Also ich war es nicht.&lt;br /&gt;- Was ist eigentlich Unfallflüssigkeit?&lt;br /&gt;- Unfallflüssigkeit wir bei jedem Unfall freigesetzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Herren, was ist denn hier los, wie haben sie das denn angestellt. Ein junger Polizist machte sich knapp hinter uns stimmlich bemerkbar. Er hatte die Äste eines Strauches zur Seite gefaltet und kuckte recht witzig. Wir antworteten ihm nicht. Die Situation verblasste.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-1495709178151846322?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/1495709178151846322/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=1495709178151846322' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/1495709178151846322'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/1495709178151846322'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2009/06/es-kommt-darauf-zusammenhange-zu.html' title='Es kommt darauf an, Zusammenhänge zu erkennen'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/Sj4R9FFVn3I/AAAAAAAAAHc/yuAmPqqucuM/s72-c/Zusammenhaenge.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-3864146107963624548</id><published>2009-06-21T03:43:00.000-07:00</published><updated>2009-10-08T05:25:18.968-07:00</updated><title type='text'>Synthiepop</title><content type='html'>Die Synthese wird umso reiner, desto gegensätzlicher These und Antithese sind. Ich will das an einem Beispiel verdeutlichen. Wenn wir früher im Freizeitlook mit Hartkautschukbällen Kricket spielten, können wir nicht erwarten, dass wir in Zukunft in Arbeitskleidung das Verladen eines Baukrans auf einen Schwertransporter leiten, unter der Voraussetzung, dass wir momentan neue Polypeptidketten in ihrem Nutzen für die Krebsforschung untersuchen, und zwar, bis auf ein rotes Bändchen am Oberschenkel, völlig nackt.&lt;br /&gt;Wir waren in unserer Jugend also vielleicht nicht für uns, waren vielleicht nicht in uns und das Innen war vielleicht nicht das Alles, und das Alles war nicht wir, vielleicht, und jetzt als sogenannte Erwachsene, in jungem Stadium, also momentan, arbeiten wir, oder müssen das bald tun, jedenfalls stecken wir in ganz konkreten lebensweltlichen Verhältnissen, begonnen beim Broterwerb und als Linie über alle Gewohnheiten und Verpflichtungen weitergeführt. Was verdammte Speise soll aus uns werden, wenn wir denn glauben unsere Jugend nicht genutzt zu haben? Wenn wir daran glauben... Wenn wir eine Jugendliebe vermissen zum Beispiel, wenn wir in dem intemporären Zustand sind, nur als Beispiel, eine Jugendliebe zu vermissen, sei es subjektiv auch dämlich, mitunter als die typisch unerträgliche Schönheit von Schmerz zum Ausdruck gebracht. Wenn wir nicht frei waren, oder wenn wir uns das auch nur einreden – kann sein, wir vermissen gar keine Jugendliebe, vielleicht hatten wir auch eine – aber wenn wir nicht überzeugt sind, zu hundert Prozent frei gewesen zu sein, und es jetzt ganz bestimmt nicht sind, dann werden wir in Zukunft nicht das Bedeutungsfeld von Freiheit überwinden, weder in der Tat noch im Geist. Was nebenbei erwähnt eine Freiheit höherer Stufe darstellen würde, die sogar höchste Form von Freiheit, die dem Menschen zur Verfügung steht, und je vollkommener er sie auslebt, desto göttlicher wird er. Das wissen wir nicht aus der Antike, sondern das ist einfach so.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sorgen uns, nach termingerechtem Ablauf unserer Kindheitsjugend, dass wir nie wieder den Illusionslosigkeiten entfliehen können, die aufgekommen sind im Zuge der Zwangsumsiedlung von Form zu Inhalt. Aber wir redeten von einem Gegensatz, und den gilt es zu domestizieren und einem entzückenden Zierblütler gleich aufzuziehen. Tun wir das nicht, wird dieser Gegensatz und Widerspruch ebenso wertvoll sein wie ein Schubkarren voller alter Hornhaut dem klassischen Schönheitsideal genügt. Unser Leben wird für immer ein Leiden an einer Art bewussten Inkonsistenz an sich sein, wenn wir nicht die Hornhaut entfernen, das Blech polieren, ein neues Rad montieren und den Schubkarren auf einen Marmorsockel in den offenen Säulengang vor die Pinienwälder und prachtvollen Sonnenaufgang stellen.&lt;br /&gt;Folgendes ist dringend zu erreichen... Wir machen uns jetzt, momentan, in der ganzen Gewohnheit privater Enge und im Jargon der Ausführlichkeiten der auswärtigen Anstrengungen im Beisein der Tatsache von gewesenen jungen Jahren, so unfrei, wie es nur geht... Wir versklaven uns an das Geräusch zufallender Kühlschranktüren und Startbildschirmen von Betriebssystemen. Müssen wir uns enteignen von unserer Fantasie und unserer Lust, uns fesseln bis zur Implosion, damit wir in unserer Zukunft mit vielen anderen Dingen außer nur mit der Lunge atmen können? Und zwar mit allen? Ja!(*)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann wird es in der Zukunft keine Gesellschaft mehr geben, und kein Ich, es wird gar nichts mehr geben, man wird nicht einmal mehr "Parasitäre Geophagen im Blickfeld paläoanthropologischer Heuristik" sagen, um sich lustig zu machen über die vollkommen absurde Verästelung zu Wort gebrachter Menschenerkenntnis bisweilen. Auf so etwas wird man gar nicht mehr kommen. Alle Begriffe werden gesprengt sein.&lt;br /&gt;Wenn ich in der Zukunft bin, werde ich nicht mehr das "Jugendkunstleben" träumen, ich werde gar nicht mehr wissen, was träumen ist, ich werde schreiben können was ich will, und zwar werde ich Grundsätzliches zu dieser Welt sagen, Grundlegendes, ich werde ausholen zum lauten Gongschlag auf dem Turm der monotheistischen Thanatologie. Wenn ich schreiben können werde ohne Begriffe zu gebrauchen. Ich, der ganze allgemeine Mensch, werde Versepen schreiben von griechischer Schönheit, ich werde, aus einer Ming-Vase wachsend, in Jamben und Haikus von Liebe und Schicksal singen, ganz gleich, ob ich das mit der verbliebenen freien Hand als Bomberpilot auf dem Schoß unternehme, während ich den Bericht vom Maschinisten entgegennehme, oder im Wohnzimmer, wo ich in eine homosexuelle Dreiecksbeziehung verwickelt bin, und mich aus Angst vor dem Geschlechtsverkehr unter dem Tisch verstecke, dort, wo ich einst einen Kugelschreiber fand unter der längst nonaktuellen Fernsehzeitschrift.&lt;br /&gt;Die Medien sprechen heute doch ohnehin alle die gleiche Sprache, selbst, aber gerade auch, die entlegensten kommunalen Boulevardblätter. Ohne Ironie oder irgendwelche Verschleierung und Verschwiegenheit geben sie uns direkt zu verstehen, dass die Außenwelt immer unwichtiger wird. Wir werden diese Botschaft gar nicht mehr wahrnehmen können. Mit der Methode der Assonanz von Dissonanz und Konsonanz werden wir schreiende Wahrheiten brüllen, ohne den Mund zu öffnen, wir werden die Körpersprache eines Herkulesmuskels zum Gesamtkonzept der Tatsachen machen, wenn wir uns erst einmal einige Jahre schlafen gelegt haben werden, zum Erstaunen der Mittellosigkeit irgendeiner depressiven Tendenz oder regressiven Demenz. Und wenn die Stille dann dem Heulen des Windes weichen wird, und wenn wir – die Schlafwandelnden – uns erheben werden... Nicht wir werden aufgewacht sein, sondern der Schlaf. Wir werden von Glück sprechen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ruhe im Saal. Ich möchte jetzt nämlich einen sehr scharfsinnigen Begriff definieren. Der Begriff ist All und ist dadurch, und zwar hinreichend und exklusiv, bestimmt, dass es der allgemeinste Begriff ist auf der ganzen Welt. Er verweist auf sich selbst und beinhaltet sich also selbst. Der ein oder andere Philosoph würde sagen, dass er sich bewegt. Und jetzt möge mir niemand ins Wort fallen, dass dies ein Widerspruch ist. Wenn es doch ein Subjekt wagen sollte, dann werde ich an der Kasse seine Eltern ausrufen lassen, ist das klar?&lt;br /&gt;Wenn wir uns momentan um die Architektur des Gegensatzes zwischen Traum und Welt kümmern wollen, um die kuppelförmige Brücke über das All, das selbst nicht mehr begrifflich ist sondern strukturell die Überwindung des Gegensatzes zwischen zwei vollkommen identischen Dingen... einfacher gesagt, wenn wir uns jetzt ein algorithmisches Rezept zurechtgelegt haben, unsere Träume später zu überwinden und damit die erste Phase betreten haben – ausgezeichnet durch die Erkenntnis der These und damit augenblicklich mit der Möglichkeit verbunden, die Gegenthese plattentektonisch zu formieren und zu beeinflussen –, dann ist doch folgende Frage abschließend noch interessant und überaus intelligent.&lt;br /&gt;Reicht unser jetzt erlangtes Bewusstsein, um den Übergang in Phase zwei ansatzweise für uns vorstellbar zu machen? Eine dumme Frage. Wie aus einem Kind. Denn an diesem Punkt wird längst nicht mehr begreiflich sein, was eine Vorstellung ist. Die Antwort ist also ein mehr als nein, ein Meer aus nein, ein zweihundertfünfzigprozentiges Nein. Das stärkste Nein, das derzeit auf dem Markt ist. Es wird die Kernfusion des Seins zur Entfaltung eines Gegenstandes, dessen Innen sein Außen ist, zustande kommen, und zwar ohne nur eine Sekunde zu verbrauchen, am Schluss von Phase eins. Und "was" wir dann vor "uns" haben, wird es nicht mehr geben, denn was viele nämlich nicht wissen – ich erlebe das bei meinen Vorträgen in den Betriebsräten immer wieder – ist, dass Identität in sich verschwindet. Widersprüche existieren, Identitäten nicht. Es wird der Zustand eintreten, in dem wir Infrarotlicht husten und abstrakte Räumlichkeit koten. Unsere Popel werden Kometen sein, und man darf sich etwas wünschen, wenn sie verglühen. Genau genommen ist es kein Zustand mehr schon, aber ist ja ohne etwas immer so, dass alle Leute in der Fußgängerzone auf die Frage, ob ich mich in einem Zustand befinde, mit – siehe Sternchen – antworten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also. Wir wollen uns sammeln. Wenn wir früher nicht der Mensch sein konnten, der wir aus jetziger Sicht sein wollten, dann müssen wir nur für einige wenige Minuten in die Knechtschaft kriechen. Im Anschluss, wenn wir Wissen wissen, können wir nun das Beste für die nachfolgende Generation von Momenten herausholen. Aber sowieso: Niemand ahnt die grandiose Freiheit der Vierzigjährigen und angeblich 'Ent-ichten'. Nicht einmal sie selbst.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-3864146107963624548?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/3864146107963624548/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=3864146107963624548' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/3864146107963624548'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/3864146107963624548'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2009/06/synthiepop.html' title='Synthiepop'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-6271962606132431939</id><published>2009-04-22T06:32:00.000-07:00</published><updated>2009-10-12T08:45:43.640-07:00</updated><title type='text'>Dualistische Ontologie: Aufgabenblatt #4</title><content type='html'>Sei me eine beliebige Instanz von Ich und f eine Relation zwischen Ich und Welt. Zeigen Sie, mit Hilfe des Kalküls der Identität zweiter Ordnung:&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/Se8c5X1aEAI/AAAAAAAAAHU/Ls208_N4VF4/s1600-h/aufgaben.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5327508656178728962" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 400px; CURSOR: pointer; HEIGHT: 115px; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/Se8c5X1aEAI/AAAAAAAAAHU/Ls208_N4VF4/s400/aufgaben.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Hinweise:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;a) ist ein einfaches Korollar aus Sartres Freiheitsgleichungen für Säugetiere.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für b) konstruieren Sie eine beobachter-invariante Sicht auf Welt und integrieren dann über die Menge aller Subjekte. Benutzen Sie hierfür das Adagio aus Beethovens Minus Neunter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In c) können Sie Existenz und Eindeutigkeit von Intersubjektivität voraussetzen. Schätzen Sie die Distanz zweier Ich-Instanzen zunächst mit Hilfe des Selbstgesprächtheorems für ein beliebiges Ich und dessen Unter-Ich ab und konstruieren dann eine Kommunikation K für alleine wahrgenommene paarweise verschiedene Ichs. Im Zweifelsfall lesen Sie nochmals (gründlich!) die Septemberausgabe von Auto-Motor-Sport aus dem Jahre 1997.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-6271962606132431939?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/6271962606132431939/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=6271962606132431939' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/6271962606132431939'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/6271962606132431939'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2009/04/dualistische-ontologie-aufgabenblatt-4.html' title='Dualistische Ontologie: Aufgabenblatt #4'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/Se8c5X1aEAI/AAAAAAAAAHU/Ls208_N4VF4/s72-c/aufgaben.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-5576416989497821801</id><published>2009-04-20T01:42:00.000-07:00</published><updated>2009-10-12T08:47:06.923-07:00</updated><title type='text'>Virtuelle Skulptur</title><content type='html'>&lt;div style="TEXT-ALIGN: center"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/Sex3uyWpgFI/AAAAAAAAAHE/j2Z7tfBTNtc/s1600-h/Baum.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5326764104946909266" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 273px; CURSOR: pointer; HEIGHT: 400px; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/Sex3uyWpgFI/AAAAAAAAAHE/j2Z7tfBTNtc/s400/Baum.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:times new roman;font-size:85%;"&gt;"life is just another epic ordinary sculpture tale." (near Rohrbrunn)&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Der Atem kroch aus meiner Nase und kam über den weißen Bartstoppeln noch vor den Oberlippen zum Stillstand. Schneestaub, der sich ganz behutsam in die Poren senkt. Als mein Herzschlag verstummte, druckte exakt zur gleichen Zeit ein mit Sturmfeuerzeugen gefüllter Farbdrucker im Maschinenraum eines virtuellen Eisbrechers zweitausend Meter unter Normal Null meine Geburtsurkunde. Der erste Laut drang aus meiner Kehle. Ich überflog mit kindlicher Leichtheit die ersten Jahre und sorgte später eigenhändig für die Schwerkraft. Ich werde wieder leiser. Ich werde im Polarmeer ertrinken und wurde Geist. An der kalten Oberfläche unter dem Vulkan: Eisschollen aus Pigmentestaub im Gewitter oxidierter Tinte. Ich hole die Luft in Birkenholzfässern den Weinhang hinauf zum Sumpfbett und schlüpfte als Regenwolke über einem EKG-Gerät.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;M., alles Gute für Dich und rasche Genesung!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-5576416989497821801?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/5576416989497821801/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=5576416989497821801' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/5576416989497821801'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/5576416989497821801'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2009/04/unbekannter-interpret.html' title='Virtuelle Skulptur'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/Sex3uyWpgFI/AAAAAAAAAHE/j2Z7tfBTNtc/s72-c/Baum.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-7041243874748163877</id><published>2009-04-11T09:50:00.000-07:00</published><updated>2009-10-13T01:12:42.421-07:00</updated><title type='text'>Technologie am Beispiel des Design</title><content type='html'>&lt;div style="TEXT-ALIGN: center"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SeHptj3BKiI/AAAAAAAAAG0/hQsQtm5NPZI/s1600-h/nosalad.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5323793203458026018" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 320px; CURSOR: pointer; HEIGHT: 214px; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SeHptj3BKiI/AAAAAAAAAG0/hQsQtm5NPZI/s320/nosalad.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt; Abb. 1.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="FONT-WEIGHT: bold;font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;Abb. 1.:&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt; Auch wenn Sie gerne fotografieren, überlegen Sie sich bitte genau, was Sie Ihren stressgeplagten Mitmenschen zumuten können. Übrigens, drehen Sie doch mal am vorderen Ring des Objektivs Ihrer DSLR. Keine Angst, Sie werden davon bestimmt nicht schärfer. Außerdem: Wenn Sie, wie es hier der Fall zu sein scheint, bei strahlender Sonne fotografieren, dann versuchen Sie mal mit etwas Unterbelichtung zu arbeiten. Wenn Sie hinterher bei der Bildbearbeitung den Kontrast erhöhen, wird das Bild nicht so blass und farblos wirken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="FONT-WEIGHT: bold;font-size:100%;" &gt;Fazit:&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt; Ein solcher Grasbüschel geht gar nicht. Aber: Ihnen ist zu helfen. Definitiv.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gekonntes Design erfordert Fingerspitzengefühl. Es reicht nicht aus, einen Kohlkopf zu fotografieren und mit einschlägiger Software den Kontrast zu regulieren, um eine gute Abbildung zu schaffen. Besonders nicht, wenn diese dafür geeignet sein soll, wenigstens um die Gunst des Betrachters zu werben - wenn schon keine kommerziellen Zwecke verfolgt werden. Wir dürfen gerne glauben, dass dies vor eins zwei Generation der visuellen Kommunikation ausreichend war. Heute hingegen ist es ein kompliziertes Unterfangen in der ungeheuren Masse der meist ziemlich ausgeschlafenen Konkurrenz mit Ungewöhnlichem aufzuwarten.&lt;br /&gt;Digitale Bildbearbeitung verhält sich zum bloßen Abbilden der Wirklichkeit wie Reflexion zu Betrachtung. Und Betrachtung alleine hat noch keinen intellektuellen Wert. Man erkennt den Urheber stets sofort am Ergebnis. In diesem Sinne ist im digitalen Zeitalter selbst jedes jpg-File eine Signatur einer ganz eigenen Persönlichkeit. Einerseits erkennt man sofort die Hidden Champions, andererseits ob Schritt gehalten werden konnte mit der rasanten Entwicklung heutiger Technologie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div style="TEXT-ALIGN: center"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SeHptk3VGoI/AAAAAAAAAGs/6-8OwxJ7Mrg/s1600-h/badsalad.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5323793203727768194" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 320px; CURSOR: pointer; HEIGHT: 214px; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SeHptk3VGoI/AAAAAAAAAGs/6-8OwxJ7Mrg/s320/badsalad.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Abb. 2.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="TEXT-ALIGN: left"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="TEXT-DECORATION: underline"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="FONT-WEIGHT: bold;font-size:100%;" &gt;Abb. 2.:&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt; Laiendesign. Die Fotografie einer Pflanze wurde in Sepia gesetzt und bis auf die Bildmitte entsättigt. Eigentlich nicht sehr inspiriert, stellt das Ganze aber eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorgänger dar. Es gibt keine Akzente, keine Linien die den Blick leiten. Gar nichts. Das Bild wirkt roh und angefangen. Nirgendwo sind wirkliche Entscheidungen zu beobachten. Die Technologie hat den Anwender unterdrückt. Die Bearbeitung ist halbherzig. Eine eigene Handschrift ist kaum angedeutet. Allerdings muss man dieser Arbeit eine Sache wirklich zu Gute halten. Und zwar wurden Bildausschnitt, Format und die Perspektive nicht verändert. Aber gerade in diesen Punkten ist der Unterschied zum Ausgangsobjekt gewaltig. Es zeigt sich, dass man auf die Komposition einwirken kann, ohne die Komposition direkt zu verändern. Es lohnt sich wirklich, sich diesen Umstand in aller Allgemeinheit klar zu machen und bei eigenen Bearbeitungen unbedingt zu berücksichtigen. Bei dem abgebildeten Beispiel wurde alleine durch Veränderung der Einfärbung eine komplett andere Komposition geschaffen! Etwas, was man vielleicht so nicht auf der Rechnung hatte. Begründen lässt sich dies damit, dass die kompositorische Schwäche des ersten Bildes darin bestand, dass eigentliche Objekt nicht ausreichend vom Hintergrund abgehoben zu haben. Man hätte das Objekt in etwas flacherem Winkel abfotografieren sollen. Durch die Färbung wird es erstens deutlich vom Hintergrund abgesetzt, zweitens wird der Hintergrund durch den b/w-Effekt vollständig planar. Es scheint sich geradezu der Sichtwinkel verändert zu haben.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="TEXT-ALIGN: center;font-family:times new roman;" &gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="FONT-WEIGHT: bold"&gt;Fazit:&lt;/span&gt; Die gewählten Mittel sind aber so drastisch, dass die Ursprungs'intention' völlig verwischt wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Technologie ist Geist. Denn heutzutage bietet sich als Ausdruck von Geist überhaupt nichts anderes mehr an als Technologie. Kreativität alleine ist im Zeitalter der Medienrevolution Kollektivbesitz. Da gibt es nichts mehr an Identität heraus zu unterscheiden.&lt;br /&gt;Das heutige Genie zeigt sich bei der Anwendung von Technologie. Hierzu erläutere ich, dass Entwicklung von Technologie nichts anderes ist als die Anwendung primärer, basalerer Technologie. Aber auch die Anwendung von Technologie geschieht je nach Intellekt des Users mit Hilfe der Entwicklung von Binnentechnologien, und wenn sich dass nur dadurch ausdrückt, dass man Short-Cuts festlegt, oder etwa einen eigenen Programmierstil hat. Damit meine ich: Auch die Benutzung von Technologie ist bereits Technologie. So ist selbst das Fahren eines Autos etwa Technologie. In einem solch umfassenden Sinne ist nachvollziehbar, warum ich propagiere, Technologie und schöpferischen Geist gleichzusetzen. Kreativität ist in dieser neuen Perspektive nicht mehr das Werkzeug zum Schaffen, sondern dasjenige, was mit Hilfe von Technologie bearbeitet wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div style="TEXT-ALIGN: center"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SeHptYi3jCI/AAAAAAAAAGk/kl6IA2Sj2_k/s1600-h/goodsalad.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5323793200420719650" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 320px; CURSOR: pointer; HEIGHT: 240px; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SeHptYi3jCI/AAAAAAAAAGk/kl6IA2Sj2_k/s320/goodsalad.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Abb. 3.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="FONT-WEIGHT: bold"&gt;&lt;div style="TEXT-ALIGN: left"&gt;&lt;br /&gt;Abb. 3.:&lt;/span&gt; Individuälles Design. Modärner Look. Diese ganz fabelhafte Arbeit genügt allen Ansprüchen, die an High-End-Design gestellt werden und zeigt den Schöpfer als bewussten Manipulator von Technologie. Es gelingt ihm, aus der entindividualisierten Befehlszeilenwelt der technologisch dominierten Kunst als Mensch herauszuragen. Und wenn wir oben die Wichtigkeit von Entscheidungen ansprachen, so wurden hier viele mutige, und wie ich finde, gute Entscheidungen getroffen. Die jetzt drastischeren Eingriffe in den Bildraum machen uns deutlich, worum es dem Designer geht. Und: Machen Sie sich einmal klar, was aus dem dürftigen Ausgangsmotiv herausgeholt wurde. &lt;/div&gt;&lt;div style="TEXT-ALIGN: left"&gt;&lt;br /&gt;Das letzte Bild zeigt uns das Ergebnis von Technologie als bewusst technologisch. Das soll heißen: Bei den schwarzen Balken assoziert man etwa die Begrenzungslinien eines Suchers, es wird etwas wie der Prozess eines Fokussierens angedeutet. Auch das invertierte Rechteck ist konform mit dem sonst durchweg technophilen Design. Es markiert einen Bereich, der noch synthetischer wirkt als das Restbild. Wenn ich das, worauf ich hinaus will, überzeichne, könnte ich sagen, es handle sich um die Wirklichkeitswahrnehmung eines technischen Apparates, eines Roboters, eines Programmes zur Bilddatenmessung, oder einer anderen Anwendung der künstlichen Intelligenz. Das deutet sich auch schon in Abb. 2. an, wo man sich eine Fokussierung von Gegenständen wie etwa bei automatischen Bilderkennungsprogrammen vorstellt. Wo man etwa an einen Algorithmus zur Mustererkennung erinnert wird.&lt;br /&gt;&lt;span style="FONT-WEIGHT: bold"&gt;&lt;br /&gt;Fazit:&lt;/span&gt; Es wirkt alles sehr diskret auf dem Bild, sehr technisch. Wenn ich Sie nicht überzeugen konnte, dann betrachten Sie nur erneut kurz Abb. 1., und auch Ihnen wird dies alles nicht zu übertrieben erscheinen. &lt;/div&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-7041243874748163877?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/7041243874748163877/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=7041243874748163877' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/7041243874748163877'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/7041243874748163877'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2009/04/fragment-technologie-am-beispiel-des.html' title='Technologie am Beispiel des Design'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SeHptj3BKiI/AAAAAAAAAG0/hQsQtm5NPZI/s72-c/nosalad.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-1399293024352998560</id><published>2009-04-10T08:59:00.000-07:00</published><updated>2009-10-13T01:14:48.266-07:00</updated><title type='text'>Go off you who is a unprofessional artist bah!</title><content type='html'>&lt;div style="TEXT-ALIGN: center"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/Sd9t9zxTGmI/AAAAAAAAAFs/x1oy5aNQ7ns/s1600-h/monument1.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5323094193211644514" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 400px; CURSOR: pointer; HEIGHT: 300px; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/Sd9t9zxTGmI/AAAAAAAAAFs/x1oy5aNQ7ns/s400/monument1.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:times new roman;font-size:85%;"&gt;"praise the professionals" --- land-art near kreuzwertheim / bavaria. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;A: Sie machen Kunst?&lt;br /&gt;B: Na, wonach sieht es denn aus? Haben Sie meinen Namen übrigens noch nirgendwo gesehen?&lt;br /&gt;A: Und Sie machen das so richtig professionell?&lt;br /&gt;B: Ja. Natürlich.&lt;br /&gt;A: So richtig professionell?&lt;br /&gt;B: Absolut. Ich verstehe was von dem was ich mache. Und Sie?&lt;br /&gt;A: Ich? Ich gehe im Durchschnitt dreimal in der Woche scheißen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im vorangehend angeführten Dialog verhalten sich alle sieben Parteien nicht richtig. Vor allen Dingen dem letzten der sieben Sätze kann vorgehalten werden, dass ein solcher Ausspruch nur durch Verzweiflung und Ratlosigkeit, "Neidkultur" schlechthin, zu erklären ist. Ganz schwach!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-1399293024352998560?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/1399293024352998560/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=1399293024352998560' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/1399293024352998560'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/1399293024352998560'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2009/04/go-off-you-who-is-unprofessional-artist.html' title='Go off you who is a unprofessional artist bah!'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/Sd9t9zxTGmI/AAAAAAAAAFs/x1oy5aNQ7ns/s72-c/monument1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-3319085237374258471</id><published>2009-04-08T15:24:00.001-07:00</published><updated>2009-10-13T01:17:05.495-07:00</updated><title type='text'>News von Manni</title><content type='html'>Hi Fans!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie geht es Euch? Jaja. Muss. Muss halt. Jaja. Wahnsinn ist das laut hier.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Thema. Es könnte ja sein, dass ich einen Brief bekomme, morgen um die gleiche Zeit. Ich stehe, weil eben das Postauto da war, nämlich gerade am Briefkasten. Ich bin da schnell. Post da – ich draußen – schon immer so – von klein auf. Hypothetisch ist es definitiv im Rahmen des Denkbaren, dass ein Briefchen von den Aufsehern ins Haus kommt, in dem drin steht, dass sie keine Lust mehr haben, mir meine Brötchen zu schmieren. Davor habe ich aber keine Angst. Könnt Ihr mir glauben. Wenn der Staat mich nämlich plötzlich nicht mehr füttern will, muss ich mir keine Sorgen machen. Ich baue auf Euch. Ob er das wirklich durchziehen möchte, wird er sich noch genauer überlegen. Die Medien zum Beispiel werden sehr schnell darauf aufmerksam und publizieren einen kritischen Artikel nach dem anderen. Vor allen Dingen in Blogs werden Hobbyjournalisten mir versichern, dass sie im Notfall auf ihre eigenen Sozialleistungen freiwillig verzichten, wenn ich von der Nabelschnur abgetrennt werden sollte. Wenn nämlich niemand mehr Sozialhilfe empfangen würde, kollektiv keiner, dann ist das erstens das gleiche, als würden mehrere tausend Menschen im Gleichschritt auf der Stelle und auf einer Brücke laufen oder zweitens, als würden achtzig Prozent der Kunden plötzlich ihr Geld vom Sparkonto abheben wollen. Die Brücke und die Banken sind ruiniert. Der Staat hätte zuviel Geld. Viel zu viel Geld. Liquiditätsüberschuss nennt man das und es führt direkt zur Inflation. Geld ist nichts mehr wert. Kann sich der Staat das wirklich leisten? Und außerdem, wenn niemand mehr Sozialhilfe empfängt, ist die Gesamtwirtschaftskraft ziemlich im Eimer. Wenn die Nachfrage derart einbricht, dann alles andere auch. Denk doch mal nach Staat. Die Medien, die ersten Hüter des Allgemeinwohls, werden schreien. Und erst die auflagenstarken Massenmedien, die natürlich Tricks brauchen, um so erfolgreich zu sein. Sie werden die Nachricht vom Unrecht verbreiten. Sie werden es hochspielen und ausufern lassen. Ich werde als Sündenbock für mangelndes Finanzgeschick des Staates dastehen. Die Manager, das sind die Sozialschmarotzer, nicht ich. Das werden sie sagen. Sie werden ein Drama daraus machen. Die Zitronenpresse wird den Beginn der Barbarei ausrufen. Völlig zu Recht, wenn ich daran denke, ohne Premiere auskommen zu müssen. Entschuldigt, ich selbst habe Premiere überhaupt nicht, interessiere mich aber für die Gesamtausgabe von Philipp Mainländer. Die ist sauteuer. Wer soll die mir denn bezahlen, wenn ich nicht mehr auf Stütze bin. Die Öffentlichkeit, ganz gleich ob sie jetzt das Handelsblatt, die Bild liest oder sich die Information elektronisch verabreicht, wird dies mit größtem Unbehagen zur Kenntnis nehmen, dass ich keine Kohle mehr bekomme. Sie könnten selbst Opfer einer solchen Staatsschande werden. Ja entschuldigt mal, ich weiß nicht genau, wann genau sich der Staat als Vaterfigur geoutet hat, aber jetzt auf jeden Fall muss er damit leben. Ich würde so gar von einer Mutter sprechen wollen. Da assoziiert man sofort Fürsorglichkeit. Die Öffentlichkeit jedenfalls, und damit meine ich Euch, sie wird mir ihre Solidarität versichern. Aber sie wird sie mir nicht nur versichern, sondern ihr Versprechen auch einlösen, wenn es erforderlich ist, auch mit Gewaltbereitschaft oder sogar wirklicher Gewalt, zumindest als allerletzte Option. Möglicherweise muss ich erst einen Prozess verlieren, damit die Leute für mich auf die Strasse gehen, um gegen diese Sauerei zu demonstrieren. Sie stehen für mein Recht ein. Die Polizei wird Tränengas und Schlagstock zur Waffe bringen, um zu verhindern, dass ich Wohngeld bekomme. Na klar, so was macht die Polizei. Die ist da knallhart, habe ich selbst gesehen. Damit ich als Hilfsbedürftiger das öffentliche Verkehrsnetz benutzen darf, lohnt sich das aber, das ist zumindest meine Meinung, wenn irgendwelche beliebigen Personen dafür Schmerzen in Kauf nehmen müssen.&lt;br /&gt;Ich meine, mir wären sie ja auch vollkommen egal. Aber in diesem Fall geht es um mein Wohl. Und nicht dass jetzt jemand auf die Idee kommt, ich wollte irgendwelche Staatsmonetenempfänger, ja ich sage mal, veräppeln, nachäffen, und zwar weil ich bei der Bank arbeite und von Zecken rede oder so. Nein, es geht mir um mich. Und ich arbeite auch nicht bei der Bank um Gottes willen, obwohl ich Geld abheben schon als Arbeit empfinde. Muss ich das wirklich auch noch selber machen? Aber mal nicht nebenbei: Ich finde mich super und das soll auch so bleiben. Und es kann aber nicht so bleiben, wenn ich am Frühstückstisch keine Fruity Loops mehr essen kann. Wenn ich konsumiere, und zwar genau dann wenn ich den Mund aufmache, um da was rein zu tun, finde ich mich naturgemäß am attraktivsten für mich selbst. Dafür brauche ich Geld, ganz genau. Und zwar auch von Euch. Wenn jeder seinen Teil dazu beiträgt tut es auch nicht weh. Verzeihung, ich esse gar keine Cornflakes, aber Frankfurter Kranz zur Champions League muss schon sein. Mindestens. Oder wenigstens ein Elferkasten Dunkles. Damit ich, ohne zu arbeiten, versorgt werde mit Dach und Magen, ist kein Liter Blut verschwendet. Keine Stunde Schmerz umsonst. Außer von mir. Und schon gar nicht von Euch. Und. Einen Liter könnte ich auch selbst hergeben. Bin ich auch ohne Weiteres bereit zu. Möglich sind auch zwei, vom Willen her gesehen, aber bei der zugehörigen Medizin bin ich nicht auf dem Laufenden. Aber ich würde den einen Liter wirklich hergeben. Ich meine, wieviel Blut kann man denn ohne Beeinträchtigung der Gesundheit spenden? Sagen wir ich könnte täglich einen Liter spenden. Einen Halben vor dem Abendessen, ohne die ganzen Nährstoffe also, und einen halben Liter nach der Mahlzeit, wo das Blut bisschen mehr Saft hat. Angenommen es würde jährlich eine Demo stattfinden, die die gerichtlichen Rückschläge beim Durchboxen meiner Gerechtigkeit jeweils kompensieren. Ich weiß jetzt gerade nicht, wie viele verschiedene Blutgruppen es gibt und wie das mit dem Rhesusfaktor ist. Bei Menschen mit bestimmtem Blutgruppen ist es ja auch so, dass von mehreren anderen Blutgruppen Transfusionen ohne Agglutinationen möglich sind. Im Detail nicht wichtig für Euch. Sagen wir ich könnte statistisch ein Achtel der Menschheit unterstützen. Sagen wir jährlich würden für mich zehntausend Menschen demonstrieren. Sagen wir die Leute mit den passenden Blutgruppen wären immer in den vorderen Konfliktzonen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ihr wisst doch genau was ich meine. Warum sagt ihr das dann nicht und lasst mich mein Zeug stammeln, weil ich nicht weiß, ob ihr wisst was ich meine. Ich könnte jedenfalls Blutkonserven für Euch einfrieren lassen, damit ihr für mich demonstrieren könnt. Na, ist das ein Angebot?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt ist es raus. Ach, schönes Wetter heute. Das ist eigentlich alles was ich sagen wollte. Oder findet ihr das jetzt so abartig? Schala-la-lau gegen den Sozialabbau. Kommt, jetzt gebt euch doch mal einen Ruck. Noch ist es nicht so weit, aber wenn, dann sage ich Bescheid, ok? Ich kann doch auf euch bauen, oder?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tröööööt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was? Mittagspause schon vorbei? Salamibrötchen später, oder wie? Na, dann gehe ich mal wieder in die Halle. Haha! Verarscht! Mensch kennt Ihr den Manni nicht mehr? Ich arbeite gerne und mal schauen ob die Sieben auch bis um vierzehn Uhr läuft! Und nächsten Monat sind es zehn Jahre! Fahr ich extra nicht in Urlaub. Und die Kohle gebe ich als Spende für gemeinnützige Zwecke. Versprochen. Ich will, dass es allen gut geht.&lt;br /&gt;Hahaha! Habt Ihr Hasen mir den Quatsch mit Blut und Demo wirklich geglaubt? Habt Ihr, oder? Ich bin doch nicht am Briefkasten ey... Bin ich Extremist oder was? Hahaha! Späske!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus Castrop,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Euer Manni.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und versprecht mir, die Ohren steif zu halten. Macht ihr das für mich? Geht schon vorbei alles. Na, alles sowieso.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-3319085237374258471?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/3319085237374258471/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=3319085237374258471' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/3319085237374258471'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/3319085237374258471'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2009/04/news-von-manni.html' title='News von Manni'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-5354108616142855938</id><published>2009-04-05T10:17:00.000-07:00</published><updated>2009-10-13T01:17:41.700-07:00</updated><title type='text'>Das Gleichnis vom Bürgermeister</title><content type='html'>&lt;em&gt;Mir wurde neulich telefonisch von der iberischen Halbinsel aus mitgeteilt, dass ich es meinen Lesern (es gibt sie?) teilweise schon zu leicht mache. Ich lasse mich nicht zweimal bitten. Im Folgenden eine kleine Geschichte. Belletristik. Die Form ist aus der Bibel entlehnt. Es handelt sich um ein Gleichnis. Bewusst unbiblisch und widerlich. Wer schafft es, das Ding zu Ende zu lesen? Ich habe es geschafft. Wenn man es aber nicht schafft, nicht schlimm. Im Gegenteil. Gehen die tiefen Erkenntnisse halt den Buckel runterrutschen.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Müde und im Uhrzeigersinn kommen die Branntweinbrenner auf Feuerrädern und erschießen die Weltveränderungen mit einem Speer, so lange nämlich, bis das kleine Bergdorf im Laufe der Jahrhunderte die Zehntausend-Einwohnergrenze erreicht hat. Wenn man den Bürgermeister dieses Fleckens fragt, was er auf eine einsame Insel mitnehmen würde, antwortet er nicht ohne Humor: Zahncreme und Bumerang. Nur zwei Sachen? Ja nur zwei. Sie dürfen aber drei. Aber der Bürgermeister schweigt. Ich werde ihn aber nicht eher verlassen bis er geredet hat, bis er einem althergebrachten Niesen das verwöhnte Obdach verwehrt. Er greift zum Alphorn. Wolle er nicht das Alphorn mitnehmen? Nein. Die Beichtgeheimnisse dieses Instruments gleichen einer achteinhalbfachen Hochsee neben der ein einschmeichlerischer Geschichtsschreiber beim Tauziehen erfriert. Es hätte keinen Sinn. Nur ein Alphorn mit Fernbedienung hätte Sinn, aber er wäre verschwindend gering. Ob nicht die Welt überhaupt keinen Sinn hätte. Doch, hätte sie, meint der mittlerweile fußkranke Bürgermeister, gelernter Altenpfleger und Nutznießer des Rechtsstaats, sie hätte einen Sinn, aber er wäre verschwindend gering. Ich beobachte ihn genau. Das gelebte Achselzucken hat hier im Kanton oberhalb des Hauses des vorlauten Glasbläsers eine spiralförmige Warteschleife zu durchlaufen, so lange nämlich, bis die Befürworter des Bunsenbrenners und die Befürworter der Limonadengeburt den Skilift unter die Autobahn verlegen. Der eisige Gebirgsbach schwemmt einen ausgespülten Pferdedarm in die gelbe Tonne im Tal. Sie ist aber schon voll und kippt um. Jetzt liegt das klebrige Ding auf einer Katze, die hinter dem Fachwerkhaus verschwindet, ebenfalls noch ganz klebrig, wie die Dorfjugend, die sich seit der Asternernte nicht mehr die Haare wusch. Ich frage abermals. Was wäre die dritte Sache. Vielleicht eine Waldbrandpatsche, schlage ich ihm vor und kaue auf einem Nussknacker aus Edelstahl. Es klingt als würde ein Schleifstein durch ein Tierheim wüten. Ich richte mir das Gebiss zu Grunde, wenn ich so weitermache. Was eine Waldbrandpatsche sei, fragt er, unschlüssig, ob er den Bierbrauern am Siedlungsrand mit einer Lohnsenkung die Auswanderung schmackhaft machen soll. Er errötet wie ein Gewehrlauf bei der Gartenarbeit. Ein mit Löschschaum eingeseifter Feigenbaum wächst aus dem Schornstein des Rathauses. Für solche Scherze ist hier Zeit. Nein, ich brauche nur zwei Dinge. Ein drittes brauche ich nicht. Ich finde, er entspricht mit seinem Hang zur Weissagung einem eingepferchten Pedalkugellager in der Umlaufbahn eines angedauten Taschenrechners. Ich beschimpfe ihn, er reagiert mit einer Flugrolle in eine brennende Kleinkunstbühne. Ich laufe im nach und erwische ihn fast doch nicht am linken Fuss, es fällt ihm ein Küchenbrett aus der Brusttasche und ich male nicht ohne Kindheitserinnerungen einen Meteor darauf. Ich drücke hierzu süßen Senf aus einer Talgdrüse am Waldrand. Eine dritte Sache, verdammt! Nein, niemals. Das Neonlicht nervt, ich werfe es zusammen mit den Insektenmodellen zum Imker, damit er es bei Zigeunern gegen Ziegenbutter tauscht, wenn er will. Ich dürste jetzt aber nach der Antwort. Ich sehe meinen Stolz bereits verletzt. Der Schweiß macht meinen zehn Zentimeter dicken Wollanorak durchsichtig. Wie kann das sein? Ein Wunder, es ist ein Wunder. Der Bürgermeister sieht es zuerst. Tatsächlich. Durchsichtig. Ich lasse sie in Frieden, sage ich ihm. Ich bekomme es mit der Angst zu tun, und obwohl ich der zehntausendste Einwohner wäre, nehme ich die Schnellbahn zum Friseur. Während ich zum Schmelzwasser führenden Abwasserhahn rudere, schreit mir der Bürgermeister hinterher, fast schon nicht mehr zu hören. Was? Nur fast? Ich kann es wirklich nicht mehr hören. Ich verstehe dich nicht, ehrenwerter Mann! Was sagen sie? Das dritte? Was? Ich lehne mich aus dem Zugfenster, aber schon komme ich mit beiden Händen in die Rotorblätter. Zum Glück ist der Kachelofen aus. Trotzdem, die Kanuten schimpften mich noch viele Jahre auf gälisch.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-5354108616142855938?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/5354108616142855938/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=5354108616142855938' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/5354108616142855938'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/5354108616142855938'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2009/04/das-gleichnis-vom-burgermeister.html' title='Das Gleichnis vom Bürgermeister'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-3120891167473834240</id><published>2009-04-03T15:59:00.000-07:00</published><updated>2009-10-13T01:18:30.090-07:00</updated><title type='text'>Stilleben mit Sanduhr und At the Drive-In</title><content type='html'>Ich habe vor einiger Zeit den Plan gefasst, einen kleinen Gedichtband zu tun, in dem sich Adaptionen von Lyrics von At-The-Drive-In finden. Ich musste aber feststellen, dass alles was ich anfange zu einer Monströsität wird. Das liegt an den meines Erachtens ziemlich schwierigen Texten, außerdem sind die ordentlich schizo und grell - und meiner formalen Dysfantasie. Es gab also nur Unfälle. Wie bei und in folgendem Gedicht. Ich bin mir auch eher unsicher, ob es die Stimmung des Songs trifft. Zum Gedichtband noch ein weiter Weg. Ich muss n o c h besser werden. Trotzdem im Folgenden zu hourglass von der "Platte" In/Casino/Out von '98 - ich habe in meiner Existenz bisher kein anderes Lied derart exzessiv gehört - eine kleine lyrische Adaption. Ich behalte mir vor, das noch zu ändern, das Teil. Ich habe das heute eh nur fertig gemacht, weil ich eigentlich was für meine persönliche Karriere hätte tun sollen. Hatte ich aber keinen Bock drauf. Also: enjoy.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Stundenglas&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Geschichte in Teilchen verschwindet&lt;br /&gt;aus dem Gewölbe der Sanduhr zu einer&lt;br /&gt;Skulptur aus einer unendlichen Acht blinder&lt;br /&gt;sitzender Eingesaugter mit Gesichtern&lt;br /&gt;Gesenkter, und acht mal Ich ist acht aus dem Sand.&lt;br /&gt;Sind voll auf Sein in den Zeitgläsern der Acht&lt;br /&gt;und geben sich stilles Radio bis zum Rand&lt;br /&gt;denn der Satellit kriegt keine Ader&lt;br /&gt;zum Senden und verpeilt es und fährt&lt;br /&gt;ein Auto in die Sandstatuen und damit zur Schlacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fahr es davon, es hat uns den Sand eingebrockt,&lt;br /&gt;hat die Satelliten aus der Sanduhr gelockt&lt;br /&gt;aus dem signalischem Blutstrom der Sterne&lt;br /&gt;in das verbogene Metall orbit-artiger Ferne.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt sind wir hier oben und wir sind ich&lt;br /&gt;und acht Stunden alleine denn der Sauerstoff ist&lt;br /&gt;aufgebraucht, weggeatmet von den Schülern,&lt;br /&gt;eh alles umsonst, denn gerade als um das Gehäuse&lt;br /&gt;der unteren Uhr die alberne Klasse der Pause&lt;br /&gt;von Sonntagsschülern mit verzogenen Gesichtern, Fühlern&lt;br /&gt;die Sonntagsschüler um die Glasacht tanzten und lachten&lt;br /&gt;Führerschein, was weiß ich denn machten&lt;br /&gt;mit ihren Augen aus fleckigen Glas und innen drin&lt;br /&gt;mit erloschenen Hirnen die Schüler&lt;br /&gt;wird es mir sauerstoffdunkel und kühler.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Crash zersschnitten die Skulpturenacht&lt;br /&gt;und ich, wir in einer Explosion zur achten Stund‘&lt;br /&gt;in der saugenden Schmelzung der Nacht&lt;br /&gt;unseren allenen einsamen Hintergrund&lt;br /&gt;in unsere Augen mir ein Astronaut zu sein&lt;br /&gt;die Lehnstuhl-Freaks am stummen Radio&lt;br /&gt;sind von hier oben gesehen nicht aus Sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hab‘ zu mir gesagt, fahr das Auto zur Seite,&lt;br /&gt;denn wohin tropft jetzt der Sand,&lt;br /&gt;Hauptsache die Uhr ist gesund, es geht weiter,&lt;br /&gt;wer ist das schönste Weltall im Land.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich soll den Satelliten reparieren&lt;br /&gt;bin ich ein Astronaut, habe ich Arbeitstag&lt;br /&gt;und habe für den Stress bitte sehr&lt;br /&gt;Werkzeug am Start, Affentheater, richtig stark&lt;br /&gt;ich bin alleine hier oben&lt;br /&gt;Radio, hörst du mich, es saugt mich weg&lt;br /&gt;Nicht so wichtig, meine Luft ist der Dreck.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-3120891167473834240?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/3120891167473834240/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=3120891167473834240' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/3120891167473834240'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/3120891167473834240'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2009/04/stilleben-mit-sanduhr-und-at-drive-in.html' title='Stilleben mit Sanduhr und At the Drive-In'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-6621540221454135013</id><published>2009-03-24T06:50:00.000-07:00</published><updated>2009-10-13T01:20:10.135-07:00</updated><title type='text'>Einklang!</title><content type='html'>Es ist die Natur. Die Natur ist ein Teil des menschlichen Körpers. Und der menschliche Körper ist Teil der Sonne. Die Sonne ist schön. Wir leben! Das Atmen des Tieres ist die Umlaufbahn des Mondes. Der Mond küsst die Sonne, die Sonne schenkt uns Liebe. Wir atmen Liebe. Wir sind ein Organismus. Das Leben ist schön, es ist Natur, unser Geist ist wie ein Sonnenstrahl. Lebendig sein heißt glücklich sein, heißt frei sein. Frieden für alle Lebewesen! Wir profitieren vom Glück der anderen, und die anderen profitieren von unserem Glück. Wir bejahen die Gemeinschaft aller Lebewesen. Die Gestirne senden uns ein Lächeln. Wir leben im Einklang mit dem Einklang. Wir singen den Einklang. Die Natur ist der ewige Kreis. Wir sind ewig, wir leben! Wir bejahen die Natur. Frieden! Segen! Für alle Seelen. Die Natur ist in der Ewigkeit. Die Ewigkeit verbindet uns. Gemeinschaft für den Frieden! Einklang!&lt;br /&gt;&lt;div style="TEXT-ALIGN: center"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/ScjlPR-a0GI/AAAAAAAAAFM/Q64shN6tLAw/s1600-h/pattern.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5316751410796875874" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 294px; CURSOR: pointer; HEIGHT: 400px; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/ScjlPR-a0GI/AAAAAAAAAFM/Q64shN6tLAw/s400/pattern.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;"Die Wiese hinter dem Haus bringt Glück." Foto, was denn sonst.&lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-6621540221454135013?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/6621540221454135013/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=6621540221454135013' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/6621540221454135013'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/6621540221454135013'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2009/03/einklang.html' title='Einklang!'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/ScjlPR-a0GI/AAAAAAAAAFM/Q64shN6tLAw/s72-c/pattern.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-8439737529572744619</id><published>2009-03-22T05:15:00.000-07:00</published><updated>2009-10-13T01:21:29.316-07:00</updated><title type='text'>Dilemma</title><content type='html'>Heute widmen wir uns einem ganz und gar unfassbaren Satz aus einem großen literarischen Werk. Er hat mir so den Kopf verdreht, dass ich auch das Buch beim Weiterlesen mit dem Buchrücken zum Oberkörper halten musste. Das heißt, ich habe es gar nicht mehr gehalten sondern auf den Tisch gelegt, und bin beim Weiterlesen einfach aus dem Raum gegangen. So dass es das Buch nicht bemerkt hat und "lalala mir gehts gut, ich werde gelesen"... Bücher sind so leicht hinters Licht zu führen. Achtung. Es handelt sich um Weltliteratur! Nun, aber was ist Weltliteratur? Nochmals nun, ich denke das ergibt sich zur Gänze aus dem Zitat. "Die Haferschleimsuppe kam und sorgte wieder für eine Menge Redestoff - für viel Lob und viele Bemerkungen und die entschiedene Behauptung ihrer unzweifelhaften Bekömmlichkeit für jede Konstitution sowie für eine ziemlich harte Strafpredigt an die vielen Haushalte, in denen niemals eine anständige Haferschleimsuppe zu bekommen sei; aber leider befand sich - ein erst vor kurzem geschehener und daher besonders markanter Fall - unter den Versagern den die Tochter anführen mußte, ihre eigene Köchin in South End - eine junge Frau, die für die Zeit dort angestellt worden war und die nie hatte begreifen können, was unter einer Schüssel schöner, weicher, dünner, aber nicht zu dünner Haferschleimsuppe zu verstehen ist." Wow? Damit unterscheidet sich idealer Schleim nur unwesentlich von unserem Universum in seiner Anfangsphase: klein, heiß und dicht. Aber jetzt mal in klaren Worten. Wir essen ja sowieso alles furchtbar gern, was weich und dünn ist, oder, mal ehrlich? Und wenn es dann auch noch schön ist? Ja wirklich, unschätzbar köstlich, schöner und dünner Schleim, und so weich. Wie kann man das denn nicht begreifen. Sollte man vielleicht ein Lehrbuch dafür herausgeben? Oder gleich zuschlagen, wenn irgendeine vollkommen dämliche Person das nicht verstehen kann. Übrigens, ja fast, aber was man in der Toilettenschüssel von Zeit zu Zeit antrifft ist nicht schön. Obwohl, wenn man es relativ betrachtet. Aber jetzt noch ernsthafter. Sie haben die Rhythmik im Zitat bemerkt? Wirklich? Da haben Sie sich etwas vorgemacht. Es gibt keine. Es ist ohnehin eine Übersetzung, aber - na gut - ich denke, über das Vorhandensein einer ganz königlichen 'semantischen Rhythmik' kann man mit sich reden lassen. Die einzelnen inhaltlichen Bedeutungsbereiche, samt ihrer Quantisierung und ihren Proportionen untereinander - klaro, kenn ich, is' doch Weltliteratur, komm ma rübber Rainer (hat schon wieder sein Zimmer nicht aufgeräumt) , Udda hat Weltliteratur für de Boppes. Und zack. Immer schön ausholen mit dem dicken Buch. Ist ja Weltliteratur. Bis der Hintern so rot ist wie ein Drittel der Flagge. Kann es übrigens sein, dass man die Farbe der Deutschlandfahne überhaupt erst so ermittelt hat? Spass, ich bin total patriotisch. Gehört jetzt aber nicht hier rein. Aus dem Hintergrund: Mama, du sollst doch nich' so viel lesen. Und aua! Nein, das kann man schon attestieren. Wie die einzelnen Bedeutungsebenen ein lebendes Ganzes, ein atmendes Sein ergeben, in ihrer Symorphie und rekursiven Bivitalität, zeugt von Könnerschaft und Poetentum. Und das Niveau wird auch über das ganze Buch hinweg gehalten. Über das Buch hinweg? Was meinst du? Ach, über dem Buch? Das Niveau liegt über dem Buch, es wird darüber gehalten. Das Buch liegt also unter allem Niveau? Rainer! Nicht denken, aushalten! Zurück zur semantischen Rhythmik. Zum Zitat: "... ein vor kurzem geschehener, und deshalb besonders markanter Fall." Das erzeugt ja bereits eine gewisse Logik, alles weitere im Buch wird kohärent und inkohärent sein dazu. Letzteres ist der Fall. Es werden viele derartige Sachen gesagt, die gar keine reale Entsprechung haben oder nur sehr eingeschränkt gelten. Was da für komische Dinge stehen in dem Buch, zum Beispiel, etwas eindrücklicher als eben: "Die menschliche Natur ist allen, die sich in einer außergewöhnlichen Lage befinden, so wohlgesinnt, daß über einen jungen Menschen, mag er heiraten oder sterben, mit Sicherheit nur Gutes gesprochen wird." Was? Das ist einfach nur bizarr und mehr auch nicht. Oder besser, sinnlos. Aber bevor wir es vergessen. Wo kommt denn dieses ganz feine Zitat denn eigentlich her? Antwort: Es handelt sich um die Belohnung für die Lektüre von 116 vorangegangenen Seiten von "Jane Austens literarisch bedeutendste[m] Roman" (Klappentext): Emma. Ein krasses Buch. Und selbstverständlich Gegenstand literaturwissenschaftlicher Seminare. Ja, das Buch ist schlimm. Wen wundert es, wenn Haferschleim für jede Menge Redestoff sorgt. Das muss man sich mal vorstellen. "Jede Menge Lob" also... Die ganze Kommunikation zwischen den Leuten in der Handlung besteht aus leerem, adeligem Blabla. Und das innerhalb eines Wertesystems, das eigentlich in seiner positiven Ausrichtung vollständig genannt ist, wenn Emma, "schön, klug und reich" ist. Bei dieser ganzen Heiratskuppelei, meine Güte, wie oft da jemand vornehm ist und vermögend, und von Scharfsinn, und Manieren glücklich bekränzt (besser: begrunzt). Unerträglich. Das ganze Vakuum der, der ganze Autismus der Aristokratie. Damit hätten wir, wenn wir mal flink verallgemeinern, das zweite Kriterium von Weltliteratur: Flach. Das erste war übrigens unsinnig. Man kann sich als Außenstehender überhaupt nicht vorstellen, wie man in diesem Buch sprachlich und inhaltlich (eigentlich passiert aber dann doch nichts) eingesülzt wird, eingerieben mit warmen Eischaum. Schön, weich und dünn... Es ist sehr gut möglich, dass ich bei der Lektüre öfters epileptische Anfälle hatte, einen besonders heftigen womöglich als ich die obige Stelle gelesen habe, aber es war ja niemand dabei, und ich, wenn es denn so ist, erinnere mich eh nicht mehr daran. Ja, aber jetzt ist auch schon genug. Wir wollen uns nicht langweilen. Vielleicht übersetze ich das Buch in meinen Alterstagen in Ook!. Das wäre sprachlich die passende Form. In Ook! kann ich ja nicht direkt übersetzen, aber ein Programm schreiben, dass das ganze dann auf den Bildschirm wirft. Sie kennen Ook! nicht? Das ist eine Programmiersprache für Orang-Utans und isomorph zu Brainfuck. Sollten Sie sich mal mit beschäftigen. Es gibt jede Menge esoterische Programmiersprachen. Zum Beispiel auch cow. Ich bekomm's nicht aus dem Kopf: "Ziemlich harte Strafpredigt an Haushalte"... Wahnsinn. Wenn ich mal Lehrer sein sollte, stelle ich das mal in einer Schulaufgabe. Formulieren Sie über vier Seiten eine derartige Strafpredigt, am Rand steht dann: Erreichbar: 0 Punkte. Vier Seiten und trotzdem 'ne Sechs. Finde ich auch richtig so, denn man lernt für das Leben und nicht für die Schule. Ehrlicherweise muss ich dazu sagen, dass ich das Buch genau wegen solcher Zitate ziemlich gut und abartig fand. Es ist eigentlich schon ein lohnenswerter Trip, wenn er halt nicht so lange wäre. Das Warten durch die Langeweile hatte sich dann doch wieder gelohnt beim Lesen, wenn plötzlich so ein Hammer kam.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-8439737529572744619?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/8439737529572744619/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=8439737529572744619' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/8439737529572744619'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/8439737529572744619'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2009/03/dilemma.html' title='Dilemma'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-3166525702422525927</id><published>2009-03-19T14:53:00.001-07:00</published><updated>2009-10-13T01:22:15.362-07:00</updated><title type='text'>Winter im Menschenbauch</title><content type='html'>Ich sitze mit halb geöffneten Lippen im Zimmer meines Bruders, an denen die abblätternden Hautreste hängen, auf dem klappernden Bürostuhl – vor zwanzig Jahren, von jemandem montiert, der genau so gut ich gewesen sein könnte, theoretisch meine ich, vielleicht nicht so gut im Kopfrechnen wie ich. Meine Augenlider blinzeln scheu zurück, wenn sie sich dann doch geschlossen haben unabsichtlich. Wenn ich nichts sehe, hat mein Gehirn mehr Spaß mit sich selbst. Manchmal benetzt die Zunge, auf der der Biergeschmack ruht, die Lippen mit Speichel. Ich habe Adrenalinstromschläge. Ich fühle mich frei. Ich nicke mit dem Kopf und die Gegenbewegungen kommen von den unter der Sitzfläche ein- und ausknickenden Kniee. Ich fühle mich als würde ich ein Cabrio durch Serpentinen steuern. Die Anzeige in miles per hour. Als würde ich vom Golfspielen kommen. Neben mir auf der Ledersitz eine hochgewachsene Blondine mit riesigen Brüsten. Dann aber juckt es mich in den Achseln, wo meine Achselhaare verklebt sind. Ich verdränge es wie meine Zahnlücke gerade aussieht, wenn ich den Froschmund mache. Ich habe das Gefühl ich bin im Fitnessstudio, würde gerade vom Gerät aufgestanden sein, achtzig Kilo mindestens oder auf jeden Fall eine ganze Menge Gewicht und ich spüre selbstbewusst wie die begehrenden Blicke der Frauen auf meinem schweißperlenglänzenden Körper ruhen. Ich schwinge das Handtuch um den Nacken und werde mir jetzt einen Eiweißdrink gönnen. Vielleicht sehen wir uns ja nachher in der Sauna.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nein, sicherlich nicht, denn ich sitze immer noch auf dem Bürostuhl. Und unter meinen rhythmischen Bewegungen klappert das alte Gestühl. Ich höre Musik und gebe meinem intensivem Empfinden mit gefühlsstarken Tanzbewegungen Ausdruck. Ich lecke mir über die Lippen. Ich fühle mich als würde ich vor den Cops flüchten, in meinem Rucksack klappern blechern die Spraydosen, wieder mal eiskalt 'Nazis raus' auf einen Zug gesprüht, wieder mal paar bombings angebracht, ich bin nur halb so schlecht wie die Welt, über mir strahlt der Mond und auch über der kalten Stadt, und ich bleibe mit meinem Rucksack in einem Zaun hängen, mindestens drei Meter hoch, dann lasse ich das Teil zurück, ich schwinge mich ganz knapp nur drüber, machs gut Ärmel meiner Lieblingsjacke, Märtyrerärmel du, abgerissen, als Fahne der Freiheit am Maschendraht. Ich kann auch ohne dich Spinnennetze verschießen. Der Rucksack ist auch weg, dann kaufe ich mir halt neue Büchsen, neue caps, ich bin jedenfalls erfolgreich geflohen. Mein Lachen schallt durch die Nacht. Die Bullen blicken beömmelt drein. Ich schreie ihnen hinter her: Ihr Schweine, ich bleib mir immer treu! Für ewig! Hmm, auf ewig, flüstere ich, oder doch für ewig? Ich öffne die Augen. Diese Musik, dieses Feeling. Jugendlichkeit. Das Album von Avril Lavigne ist eigentlich nicht für mich bestimmt, denke ich. Ich sollte mich was schämen. Wenn sie mich sehen würde, sie würde mich belächeln. Ich schäme mich vor ihr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich spaste ab. Aber muss der Stuhl so laut sein. Ich bin wieder drin. Ich fuchtele mit den Armen in der Luft. Lasst mich durch. Musik kann mich richtig befreien, habe ich mal einer in einer Disco erzählt, bevor ich ihr auf das T-Shirt kotzte. Wieder abspasten. Ihr sollt mich durchlassen, ich mache das schon. Ich versuche mich durch eine Menschenmasse von Schaulustigen zu drängen, ich sehe die Flammen aus dem Haus züngeln, das Blaulicht wirft Schatten an die Häuserwand. Als ich da bin, höre ich mich nach Hilfe rufen. Ich sehe mich am Fenster. Ich klettere die Feuerwehrleiter hinauf, werde mich retten. Aber genau als ich mich erfassen will, zerplatze ich, die Puppe im brennenden Fenster, wie eine Seifenblase. Die Menschenmenge verlacht mich. Das Blaulicht wird plötzlich bunt und die Flammen des brennenden Hauses verwandeln sich in Lametta. Ich wollte mich doch nur retten. So ein Labyrinth das alles. Verdammtes Labyrinth. Ich habe nicht nur Alpträume. Auch Alpfantasien. Der Stuhl ist zu laut. Ich drehe die Musik leiser, dann wieder lauter, wieder leiser. Meine Mutter schläft eine Etage weiter unten. Und wir bewohnen doch ein Holzhaus. Die Schönheit ihrer Stimme rauscht durch mich durch. Nein, nicht meiner Mutter. Die schläft doch schon. Der Dreck unter meinen Fußnägeln bedeckt den Saturn. Ich bin ein Idiot und ich hasse mich. Bald bin ich dreißig. Und meine Bierflasche, die vor mir steht, ist fast leer. Sie ist fast leer! Fast leer, sie ist fast leer. Was soll ich in den Jahren bis zu meinem Geburtstag nur trinken. Ich muss doch auf mich und meine beschissene Welt anstoßen können, wenn der Wecker um punkt Zwölf klingelt. Weißt du Junge, du trinkst doch total gerne Bier, flüstere ich mir jetzt zu, und streichele meinen Bizeps, verarsche mich selbst. Ich mache mich gerne über mich lustig. Na das gefällt dir mein Junge, und stell dir erst mal vor, du wärst jetzt im Fitnessstudio. Du wärst der Unglücklichste von allen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich will ersticken. Oder Nasenbluten haben. Letzte Woche habe ich etwas gemacht... ich glaube, es war ein Anzeichen dafür, dass es mir mittlerweile wirklich schlecht geht. Ich habe mein ganzes Zimmer tapeziert mit Zetteln, auf die ich so schnell wie möglich gekritzelt hatte: wsgk3#asjj12. Nein das nicht, aber ich musste kurz zucken, pardon tanzen. Ich will Nasenbluten haben. Das habe ich tapeziert. An jede Wand. Mein Vater kam am nächsten Tag ins Zimmer, was schon zehn Uhr, wir wollten doch gemeinsam in den Getränkemarkt fahren und danach vielleicht mal in der Werkstatt vorbeifahren. Er hat den Verdacht, dass an der Hinterachse ein Radlager defekt ist. Das Auto ist total laut. Komisch wie der Bürostuhl. Komm, vergiss es. Es gibt keine Zusammenhänge auf der Welt. Was habe ich damit zu tun, ich habe Informatik studiert. Ich meine mit dem Radkasten. Er hat mir eine gescheuert, als er die Zettel gesehen hat. Aua! Na, dann fahr doch alleine zum Getränkemarkt du Charakterschwein, du Grobian, habe ich ihn angebrüllt. Nachher beim Abendessen habe ich ihn gar nicht anschauen können, so geschämt habe ich mich. Es tat mir so leid, und meine Mutter hatte Harzer Rolle in Sahne und Essig und Zwiebel eingelegt und mein Bruder hat erzählt, dass er jetzt nicht nur die B-Jugend sondern auch die A-Jugend trainiert, und dass in diesem Jahr drei Nachwuchsspieler aus Sommerau in die Auswahlmannschaft Unterfranken kommen. Aber ich unterbreche ihn. Jetzt halt doch mal den Schnabel, Matthias, Vater, es tut mir leid, ich wollte dir heute morgen keine scheuern. Aber ich will, dass du meine Gefühle respektierst. Als mir mein Bruder dann ein eingelegtes Käsestück ins Gesicht gepresst hat, die Soße lief mir bis in den Kragen, das war unangenehm!, bin ich weinend in den Garten gerannt. Jetzt komm doch zurück. Sei nicht eingeschnappt. Leckt mich, ihr herzlosen, ihr, ihr...! Nicht so, Tobias, nicht in dem Ton, ja? An dem Abend habe ich bis in den Morgen Online-Schach gespielt. Jetzt bin im Blitz endlich mal wieder über einem rating von 1650. Eigentlich kann ich das doch besser.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Leben ist schlimm. Aber das ist mir jetzt alles egal. Jetzt ist mir gerade bisschen Spucke auf den Teppich getropft. Yeah, yeah, yeah. Das kann ich mitsingen. Ich will jetzt wissen, was dass für eine Welt ist, bevor ich aufhöre, mich vor mir selbst zu blamieren. Ich habe genauso viel Energie wie Avril! Wie kriege ich die da nur raus? Wie kriege ich die nur, ach, das habe ich doch schon gesagt. Ich bilde mit beiden Händen eine Faust und strecke die Arme aus und gehe mit der Musik. Ich kann den Text nicht. Ich finde, dass trifft auf alles zu, was ich bin und mache: Ich kann den Text nicht. Wie sagt man so buper: ganz im übertragenen Sinne. Ich lebe, laufe durch die Straßen, flüchte vor der Polizei, gehe auf die Toilette, springe über den Zaun und kann den Text nicht, ist nur in der Fantasie, aber egal, im Fitnessstudio an der Theke, was willste denn für einen Geschmack, Erdbeere, Schoko? Kirsche habe ich heute morgen neu reingekriegt. So durchtrainiert wie der wäre ich gerne. Stimmt nicht, ich finde das so übertrieben! Igitt, der isst 400g Hühnchenbrust pur. Sogar kalt! Was soll ich den jetzt für einen Geschmack wählen. Ist mir doch egal. Sag halt was, Mensch. Aber ich kann den Text nicht. Ich will ihn nicht können. Das ist der Punkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin jetzt aber müde. Vorhin habe ich mir nämlich noch einen Boxbeutel, so nennt man eine bestimmte Flaschenform fränkischer Weinmacher, Jahrgang 2007, hoffentlich schimpft meine Mutter nicht mit mir, so teuer kann der ja wohl nicht gewesen sein, hoch geholt, aus dem Keller, und zum Glück ist mein Bruder gerade über Wochenende bei seiner Freundin. Mein Zimmer ist genau neben Mamas. Das erste, was ich morgen mache, ist meine Mutter auf Arbeit anrufen, und sagen, dass ich einen neuen kaufen werde. Ich habe noch 6 Euro klein, weil die Busfahrt nach Hösbach heute nur 4,15 gekostet hat. Ich meine, oder habt ihr den auf eurem Urlaub im Schwarzwald gekauft? Ich bin jetzt müde davon geworden. Und ich kann meine idiotischen Illusionen nicht mehr aufrecht erhalten. Avril nervt mich langsam. Habe ich dazu das Recht? Aber sie nervt mich nicht halb so sehr wie ich mich selbst. Ach, du nervst mich gar nicht. Verzeih mir, Avril.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Liebes Tagebuch, schlaf gut, morgen haben wir einen langen Tag vor uns. Hoffentlich spiele ich nicht wieder den ganzen Tag Schach. Online-Schach ist für mich mein persönliches Fernsehen. Fernsehen ertrage ich gar nicht. Ich bekomme Durchfall davon oder naja, es drückt auf alle Fälle ziemlich. Aber Schluss jetzt. Huch, es ist schon fast halb zwei!&lt;br /&gt;Ich habe einfach keine Lust mehr mitzumachen. Ich denke ich wäre gerne obdachlos und alleine. Es reicht, wenn ich in meiner Fantasie ein Idiot bin. Morgen werde ich die Zettel abhängen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-3166525702422525927?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/3166525702422525927/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=3166525702422525927' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/3166525702422525927'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/3166525702422525927'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2009/03/winter-im-menschenbauch.html' title='Winter im Menschenbauch'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-736736250524536457</id><published>2009-03-10T03:25:00.001-07:00</published><updated>2009-10-13T01:23:56.773-07:00</updated><title type='text'>Golem auf Quecksilberplatte.</title><content type='html'>Unten zu sehen: Selbstportrait als geschichteter, spazierengehender Totholzbestand im binär-toxischen Wolkenwald.&lt;br /&gt;Es handelt sich um eine erneut vollkommen übertrieben bearbeitete Fotografie im Anschluss an die Aufwendung skulpturaler Gestaltungsarbeit in einem auszugsweise dargestellten Forstgebiet im Spessart. Es wird Frühling.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/ScQCwTnzyFI/AAAAAAAAAFE/pW5nAFzoy-Y/s1600-h/Gewoelbchen.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5315376489128249426" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 267px; CURSOR: pointer; HEIGHT: 400px; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/ScQCwTnzyFI/AAAAAAAAAFE/pW5nAFzoy-Y/s400/Gewoelbchen.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;div style="TEXT-ALIGN: center"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;selfportrait. photo in forest and weather.&lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-736736250524536457?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/736736250524536457/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=736736250524536457' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/736736250524536457'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/736736250524536457'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2009/03/golem-auf-quecksilberplatte.html' title='Golem auf Quecksilberplatte.'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/ScQCwTnzyFI/AAAAAAAAAFE/pW5nAFzoy-Y/s72-c/Gewoelbchen.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-6681866635201162941</id><published>2009-03-07T02:08:00.000-08:00</published><updated>2009-10-13T01:25:30.914-07:00</updated><title type='text'>Gestohlener Farbholzschnitt wieder aufgetaucht!</title><content type='html'>&lt;div style="TEXT-ALIGN: center"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SbJH5IrlboI/AAAAAAAAAE8/BDM9q6lI4_w/s1600-h/whitenoise.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5310385957531643522" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 320px; CURSOR: pointer; HEIGHT: 320px; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SbJH5IrlboI/AAAAAAAAAE8/BDM9q6lI4_w/s320/whitenoise.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;"White noise" - Unterwasseraufnahme im Kaspischen Meer.&lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-6681866635201162941?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/6681866635201162941/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=6681866635201162941' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/6681866635201162941'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/6681866635201162941'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2009/03/gestohlener-farbholzschnitt-wieder.html' title='Gestohlener Farbholzschnitt wieder aufgetaucht!'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SbJH5IrlboI/AAAAAAAAAE8/BDM9q6lI4_w/s72-c/whitenoise.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-4750507564561442227</id><published>2009-03-06T14:48:00.000-08:00</published><updated>2009-10-13T01:26:20.984-07:00</updated><title type='text'>Tränengussform</title><content type='html'>Manchmal sind wir traurig. Die Dinge werden sich entwickeln ohne uns danach zu fragen. Manche Teile der Vergangenheit, mitunter die schönsten, verblassen, lassen uns im Stich, und später wenn wir im Leben darauf zurückkommen, ist nichts mehr da, alles ist im Arsch. Wir hatten niemals etwas unter Kontrolle und dann werden wir auch noch traurig, und fragen uns, hat es denn einen Grund, in dem Sinn, dass wir es uns nur vormachen, dass wir traurig sind. Das ist dann schon mal scheiße, denn dann sind wir nicht tieftraurig. Wenn wir traurig sind, weil wir eigentlich etwas bereuen, und uns aber verarschen wollen, weil wir uns cool finden zum Beispiel. Wenn wir traurig sind, wenn wir Fehler gemacht haben. So ein Schrott. Normalerweise machen wir keine Fehler. Zumindest nicht solche. Jetzt hat man aber doch einen gemacht. Etwas was mit Menschen zu tun hat. Und Verantwortung übernehmen ist uns nicht auf uns selbst bezogen genug zum Beispiel. Was ist der richtige Weg? Bei jedem Grund: Traurig sein, und erst gar nicht versuchen, dass ganze in den Trockendock in der Werft für Aufbau von Erfahrung legen. Wir denken nicht über uns nach, wir sind traurig. Immer brav traurig sein. Immer wieder bei solchen Gelegenheiten, wenn wir zum Beispiel jemanden aus Fahrlässigkeit oder gar Faulheit Schaden zugefügt haben. Und dabei mit den Jahren einen astreinen sentimentalen, melancholischen Charakter entwickeln. Wir können die Welt nicht ändern. Sie ist ein Tränensack. Und es is total warm dadrin. Da werden wir ja richtig gemütlich und müde! Voll gut kuscheln!&lt;br /&gt;Nein. Wir dürfen auch Gründe haben traurig zu sein, aber nicht alle. Wenn es von innen kommt, ist es okay, sagt Dr. Sadsky, Arzt für Ausscheidungen aus D-42531 Remscheid. Aus der Milz heraus oder dem Darm. Wenn es in nicht zu kleinen Kötteln kommt oder zu milchig, zu angedaut. Wenn ein elektronischer Milchzerstäuber für latte macchiato darin zum Stocken kommt, ist es zu hart. Aber zur Sicherheit den Aufladestatus der Batterie überprüfen. Oder. Wenn man die Pumpe in der Schluckvorrichtung spürt und der Mund trocken ist, weil alles in Traurigkeit umgewandelt wurde. Traurigkeit ist in Wirklichkeit entsprechend umgewandelter Speichel. Wenn die Beine so schwer sind wie der Rest des Körpers und umgekehrt. Wenn einem die Schluckvorrichtung schmerzt, und das obwohl man gerade sein Lieblingssüßwasserfischmus frisst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Können wir heutzutage, wir meinen, in unserem Alter, bei unserem Erfahrungsschatz und der ganzen charakterlichen Reife, mit der wir mittlerweile im Spiel sind, eigentlich noch traurig sein? Es gibt dazu ein altisländisches Sprichwort und das wollen wir jetzt wissen. Es lautet (sinngemäß), dass nur Kinder und bestenfalls Heranwachsende traurig sein können. Gut. Wir haben schon zuviel Realität gesehen und zuviel Schmerz, die Depots zur Generation trauriger Zustände sind versiegt, wir haben die wildesten Emotionen hinter uns gebracht, haben gekämpft, sind daran zerbrochen und wollten nicht aufgeben, stumpften also ab, haben uns eine flache Frisur zulegt und einen dachsgrauen Blick, haben auf unsere Lider die geilen neuen Regenreifen von Vredestein aufgezogen und rutschen jetzt nicht mehr aus, wenns mal pisst. Wir sind nur noch Beobachter, wir nehmen am Leben nicht mehr teil.&lt;br /&gt;Aber es gibt noch ein Sprichwort. Ein altserbisches. Es lautet, nur der Greis, der alte Mensch, ist wirklich traurig. Man braucht die Erfahrung, um wirklich traurig sein zu können. Man muss auf das Elend zurückblicken, es mit dem Gegenwärtigen messen, und dann überwältigt es einen. Niemand ist so traurig wie meine Oma. Aber alle sind wir blind und können es nicht sehen. Worüber soll ein Kind denn auch traurig sein. Es hat nichts erlebt, weiß noch nichts vom Glück und von der Abfalldeponie, wo es manchmal stinkt. Es kann ja nur leeres Gefühl haben, reine Biologie, Tränenflüssigkeitsabfuhr zur Regulierung des innerkindlichen Wasserhaushalts, mein Gott, es war zu wenig Kochsalz im Kind, ja, was sollten wir denn machen, wir hatten ja nichts, also haben wir es weinen lassen.&lt;br /&gt;Jedenfalls, wer hat den jetzt recht? Island oder Serbien. Wollt ihr uns umzingeln? Ach ich denke es handelt sich hier um keine nationale Frage, sondern um eine Frage der wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Wir m ü s s e n gewährleisten, dass der Endverbraucher wieder Vertrauen in den Markt hat. Wir müssen auch für den Mittelstand Investitionsanreize schaffen, die den Standort ökonomisch attraktiv machen und für eine Verbesserung des Geschäftsklimas sorgen!&lt;br /&gt;Sicher ist wenigstens aber dann, dass Menschen mittleren Alters niemals traurig sein können, oder? Nein, nein. Denn es gibt ein altfranzösisches Sprichwort. Wir sind neugierig. Wie lautet es denn? Nur Menschen mittleren Alters können traurig sein. Ja, genau, die Mischung, die ausgewogene Balance der differenten Sorten, die mixtura estremadura aus Erfahrung, Lebenswandel, Freud und Leid, Erlebnisgastronomie und Schweinestall u n d Unbefangenheit, Unberührtheit, Natürlichkeit, Echtheit, eigenem Universum, Autonomie, meine erste eigene Blume. Nur so kann man wirklich traurig sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber wenn wir jetzt darüber nachdenken, spekulieren, was traurig sein ist, dann können wir nicht mehr traurig sein. Wenn wir als Menschen die Möglichkeit haben, kraft unseres Geistes, zu reflektieren, wie es uns geht, dann geht es uns anders, bevor wir wissen wie es uns denn jetzt geht. Das ist genau so wie bei Musik oder Kunst. Wenn wir die Sonaten musikwissenschaftlich analysiert habe, können wir nicht mehr darin versinken, wir müssen die ganze Zeit an den Trugschluss und den vertrackten Harmonieskandal dieser dreiteiligen Liedform denken. Oder wie bei leckerer Literatur. Wenn wir sie analysiert (ppfff) haben, können wir gar nicht mehr wirklich darin abkacken und uns durch die Seiten treiben lassen, denken an die Intertextualitäten aufgrund der Jugendfreundschaft des Autors mit dem Dramaturgen Krätzflock und an den tragischen, frühen Tod der Schwester des Dichters - gerade als er in der Arbeit an seinem Hauptwerk steckte und jüngst bei Ferdinand Schwerdthagen am Pariser Konservatorium durch das Klarinettenexamen geflogen ist. Wir können gar nicht mehr durch die Seiten springen, als wären wir selbst der Schreibkopf der Schreibmaschine, mit der sie geschrieben wurden. Gefügig, neugierig und wild at heart.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir können uns das Hirn zermatern bis uns ischämisch wird. Und wir haben auch keine Lust mehr. Gerade jetzt, wo wir noch gar nichts gesagt haben. Wo gerade ein paar Aspekte auch nur unzulänglich angedeutet wurden.&lt;br /&gt;Nein. Nein. Die Rationalistin kann nicht traurig sein, denn sie ist nicht, weil sie fühlt, sondern weil sie denkt. Also doch? Eigentlich ist sie uns egal, denn sie ist, denn sie ist, ja, ja, ratio-anal.&lt;br /&gt;Die Empirikerin weiß, dass Traurigkeit nicht messbar ist. Aber die soll erst mal ihr Messgerät mit genau diesem Messgerät messen, bevor wir weiterreden.&lt;br /&gt;Die Ontologin weiß, Welt oder Traurigkeit. Nur eines kann existieren. Denn Traurigkeit hat keine Eigenschaften. Und das einzige was keine Eigenschaften hat, das ist das Sein. Traurigkeit als Unterkategorie von Sein kommt nicht in Frage, denn nur Seiendes hat Unterkategorien. Familie, Gattung, Art von Traurigkeit. Was soll das sein? Das Seinsseiende kann bestenfalls traurig sein. Aber wovon? Von einem Dasein? Aber laut Ontologin gibt es sowieso nur ein einziges Gefühl. Sie legt alles zusammen, Freude, Lachen und Weinen, und Stickstoff und Sauerstoff, und Enge und Weite und sich in höhere Widersprüche "auflösende" Widersprüche und bis sie stirbt, soll das Gemisch so intensiv sein wie die Sonne, damit sie gelebt hat und Mensch gewesen ist. Das ist ihr moralischer Imperativ. Werde intensiv.&lt;br /&gt;Und was weiß ich? Ja, was weiß ich. Manchmal ist halt blöd, das alles. Arbeitshandschuhe und Clownsnase anziehen. Weitermachen und aufhören, wenns genug ist. Viel erleben. Alles mal anfassen und sich dafür aufrichtig entschuldigen und erst reden, dann denken, wenn ich zum Beispiel nach oben sehe, Analyse zerstöre Gefühl und Möglichkeit der Kontemplation. Das halte ich für Quatsch. Natürlich kann man Tränen auf Millimeterpapier tropfen lassen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-4750507564561442227?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/4750507564561442227/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=4750507564561442227' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/4750507564561442227'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/4750507564561442227'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2009/03/traurigkeit.html' title='Tränengussform'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-3308443687815924383</id><published>2009-02-28T08:54:00.000-08:00</published><updated>2009-10-13T01:27:25.552-07:00</updated><title type='text'>Das soll wohl ein schlechter März sein</title><content type='html'>&lt;div style="TEXT-ALIGN: center"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SalslI3SJcI/AAAAAAAAAEs/sMidlmaZK5Y/s1600-h/death.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5307893021123159490" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 320px; CURSOR: pointer; HEIGHT: 240px; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SalslI3SJcI/AAAAAAAAAEs/sMidlmaZK5Y/s320/death.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;the march into death. (fotografiert in Neukölln)&lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-3308443687815924383?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/3308443687815924383/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=3308443687815924383' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/3308443687815924383'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/3308443687815924383'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2009/02/das-soll-wohl-ein-schlechter-marz-sein.html' title='Das soll wohl ein schlechter März sein'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SalslI3SJcI/AAAAAAAAAEs/sMidlmaZK5Y/s72-c/death.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-2310886760148598180</id><published>2009-02-25T06:09:00.001-08:00</published><updated>2009-10-13T01:28:22.515-07:00</updated><title type='text'>Zwei Mal "Mögliche Welt"</title><content type='html'>Hey Ho ihr junge Kükens. Alles frisch im Bezirk? Die Crew von der Uni-Bibo will von mir ein Buch zum Impressionismus (foul!) zurück, ich habs nie gelesen, keine Seite davon, weil sowas lese ich nicht, selbst wenn ich es ausleihe. Ich leih mir manchmal Sachen aus, die ich nicht lese. Und nach drei Jahren hab ich dann - kennste den schon - mein Diplom. Ihr Männer und burgfrouwes, da steh' ich jetzt zottelig-pervers unter Druck, denn in spätestens drei Tagen muss der Schinken auf dem Amt liegen. Fahr ich mit dem Moped oder mit der Braunalge hin? Weder noch. &lt;strong&gt;Außerdem is' die Braunalge gerade kaputt.&lt;/strong&gt; Ich nehme das Ganze zum Anlass. Impressionismus... Wolln man sehen. Man überlegen... Leutz, ich sachs euch, nix machen ohne Anlass, ohne Grund. Und bei jedem Grund was machen, einfach bei jedem Grund Kinners. Ich mach also Folgendes. Ich muss ein I-Buch abgeben? Dann gibbets jetzt Impressionen nur für euch von eurem Priesta. Ich weiß ihr braucht den Beat. Ihr sollt nicht länger dursten. For the ladies.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;In Tausendundein Meter Höhe schwebt wie traumumschlafenes Engelsatmen - von einem leeren Heißluftballon gehalten, wie Maria ihren saukomischen Sohn - eine warme Bockwurst aus Stahl.&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Orgasm! Yeah, was guter Jahrgangssekt alles drauf hat. Jeez, bist ja nich so gut weggekommen bei der action. Was? Was hör ich da? Ihr wollt noch 'nen Schnaps? Ihr wollt das Double Feature... Ihr braucht unbedingt die volle Volkszahnbürste (die ist übrigens reality...)? Na denne, hoppe hoppe Reiter! Wenn er fällt dann steht er wieder auf!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dem folgenden unbemannten Raumschiff sehr ähnlich – am Steuer nur Skulpturen, Atlas als Arbeiter, der klassische Apoll mit Dreitagebart und Schnuller und unter achtundvierzig weiteren Figuren beispielweise eine bayrische Studiendirektorin aus gehobeltem Speck – will ich dich küssen. Ich glaube, ich komm' durch dich an einen besseren Job.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lecker Pizza! Phat, dat hat geschickt. &lt;strong&gt;Spieglein, Spieglein im Badezimmer.&lt;/strong&gt; Echtkotze im grünen Bereich. Yo für die Nerdz nur die geilsten Platten, denn meine Nerdz liegen mir sidewärts am Herz. Hands up, hands up, wat ist fett, wat ist fett, yo Digger, das is das Ka - bi - nett. Yo yo yo. So jetzt isses an der Zeit, dass ich den Stühlen aus dem Büro das Buch auf die Stirn leg. Haut rein, ihr verrückten Hühner, greetz, euer geiler Styler.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-2310886760148598180?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/2310886760148598180/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=2310886760148598180' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/2310886760148598180'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/2310886760148598180'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2009/02/zwei-mal-mogliche-welt.html' title='Zwei Mal &quot;Mögliche Welt&quot;'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-2472390415727283854</id><published>2009-02-21T05:48:00.000-08:00</published><updated>2009-10-13T01:40:57.460-07:00</updated><title type='text'>"Kulturgeschichte des Desktops"</title><content type='html'>Wie lange wird es noch dauern, bis an irgendeiner kulturwissenschaftlichen Fakultät eine derartige Arbeit eingereicht &lt;em&gt;werden wird&lt;/em&gt;. Ich habe gestern gelesen, dass es in den 60ern und 70ern ausreichte, in freier Rede einen Relativsatz mit erweitertem Infinitiv bilden zu können, um Professur oder leitende Stelle angeboten zu bekommen (Saehrendt, Kittl: Das kann ich auch!). Deshalb eben der zweite Futur in schriftlicher Form. Reine Profilierungsnot. Wie lange wird es dauern, bis man in Museen und Ausstellungen den Desktophintergrund von bekannten Politikern, Künstlern und Löwendompteuren sehen kann - mit den ganzen Icons natürlich. Das macht die Sache erst aus. Oder Ausstellungen mit fiktiven Desktops. (Unter einem Desktop versteht man das verwendete Hintergrundbild, in der gewählten Auflösung zusammen mit den Symbolen, hinter denen sich Verzeichnisse, Dokumente oder Anwendungen verbergen.) Wann werden die ersten Desktops an Hauswände gesprüht, eintätowiert, auf Fresslätzchen gedruckt. Wann gibt es endlich die ersten Anthologien. "Der Desktop war eine Erscheinung etwa in den vier Jahrzehnten um die Jahrtausendwende. Danach wurde er von verschiedenen holografischen beziehungsweise von psychotechnologischen real-time-to-cerebrae Displays abgelöst, einhergehend mit der Fortentwicklung des Desktop-PCs zum direkt mental gesteuerten Expertensystem, auch im Zuge immer präziser arbeitender bionischer Put-Ins (mmh, keine Absicht, Wortspiele mit Output Putin gibts eh bestimmt schon zu Hauf', odi?)".&lt;br /&gt;Ich habe im Folgenden einen Desktop halb konstruiert, halb durch Benutzung so geformt, wie er in der Abbildung zu sehen ist. Desktop-Art ist wahrscheinlich nichts Neues. Aber ich finde, es ist wirklich Zeit dafür, dass es wirklich überfällig ist, dass KUNST, wie sie unten abgebildet ist, in die Vernissagen gehört. Ich hoffe, ich finde in einer Publikation, wie sie oben angesprochen ist, Erwähnung. Auch als theoretischer Vordenker dieser Wissenschaft. Obwohl ich mir sicher bin, dass das was ich hier mache mehr als alt ist. Desktopwettbewerbe, Foren dazu und das ganze Zeug gibt es bestimmt seitdem es das Internet gibt. Aber gemeinsam mit den Icons?? Intermediale Kunst des 21. Jahrhunderts, in dieser Form schon dagewesen? Ich glaube nicht! Kann aber sein.&lt;br /&gt;&lt;div style="TEXT-ALIGN: center"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SaAG9jtWFOI/AAAAAAAAAEc/ZkiDiU-Cvk8/s1600-h/Schwan.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5305248015669662946" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 320px; CURSOR: pointer; HEIGHT: 240px; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SaAG9jtWFOI/AAAAAAAAAEc/ZkiDiU-Cvk8/s320/Schwan.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Schwanenkampf . 1024x768. 15 Zoll. Laptopmonitor. Marke Dell. 2009.&lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;br /&gt;Wie auf dem Desktop zu sehen ist, gibt es dort einen Gasthof zur Compact Disc. Wie lange dauert es außerdem noch, frage ich, bis es zu Sportgaststätten gibt, die "Auf der DVD" heißen oder bisschen archaischer "Stack Overflow" oder "Diskette formatieren? (J/N)". Vor allem letzteres sähe doch auf so einem schön verschnörkelten Baumstammscheibenkunstwerk mit Kunstschlosserei drumherum über dem Eingang sehr gut aus. Oder: Wann gibt es endlich, endlich Strassennamen wie "E:\" oder "C:\WIN\SYSTEM32\" (Regierungsbezirk, streng bewacht)? Oder wie heißt seit neuestem der Platz, vor dem Rathaus, wo daneben das Staatstheater sich aufhält? Ja richtig! Arbeitsplatz! Lustig!&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-2472390415727283854?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/2472390415727283854/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=2472390415727283854' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/2472390415727283854'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/2472390415727283854'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2009/02/kulturgeschichte-des-desktops.html' title='&quot;Kulturgeschichte des Desktops&quot;'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SaAG9jtWFOI/AAAAAAAAAEc/ZkiDiU-Cvk8/s72-c/Schwan.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-4762454186681069755</id><published>2009-02-20T08:58:00.000-08:00</published><updated>2009-10-13T01:43:15.326-07:00</updated><title type='text'>Zur Verdeutlichung</title><content type='html'>&lt;div style="TEXT-ALIGN: center"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SZ7hReXhqzI/AAAAAAAAAEU/F6pQkxtAegE/s1600-h/diagrama.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5304925101414787890" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 320px; CURSOR: pointer; HEIGHT: 208px; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SZ7hReXhqzI/AAAAAAAAAEU/F6pQkxtAegE/s320/diagrama.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:times new roman;font-size:85%;"&gt;"Drei Chinesen mit dem Kontrabass."&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:times new roman;"&gt;, &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;mixed media.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="TEXT-ALIGN: left"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Ich sag' da nix zu. Mach' ich nicht. Sonst würde nur die Gegenfrage kommen: Sagst du das jetzt wirklich, oder ist das nur so?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-4762454186681069755?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/4762454186681069755/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=4762454186681069755' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/4762454186681069755'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/4762454186681069755'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2009/02/zur-verdeutlichung.html' title='Zur Verdeutlichung'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SZ7hReXhqzI/AAAAAAAAAEU/F6pQkxtAegE/s72-c/diagrama.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-3436814318500270587</id><published>2009-02-20T08:29:00.000-08:00</published><updated>2009-10-13T01:46:11.623-07:00</updated><title type='text'>Autobiograpefruit</title><content type='html'>Ich habe etwas gemacht, dass dazu geführt hat, dass mein tägliches Geschreibe zur Erfassung tatsächlicher Ereignisse wesentlich umfangreicher ausfällt als die üblichen kurz notierten wenigen Sätze. Schön zu sehen, - denn ich habe es gerade vor mir - wie ich mir auf der letzten Seite Mut zurede, mir die Möglichkeiten vor Augen führe, die mir, wenn alles schief laufen wird, noch offenstehen. Beruhigend, worauf ich zurückgreifen kann. Wirklich lieber doch weiter studieren? Ich könnte immerhin fast alles auf - boring - Donnerstag legen. Und schön zu sehen, wie meine Stimmungen oszillieren, eigentlich sind es gar keine Stimmungen, sondern nur noch Schwankungen. Jetzt gerade will ich Strassenmusiker werden. Und Autor sowieso. Im Ernst und dabei die Resultate meiner jetzt so richtig anzukurbelnden Schriftstellerei zum Verkauf bieten, auf offenen Plätzen dieser sagenhaften Stadt. Ich sitze in einem Zimmer, das nicht meines ist, und gegenüber des Lichthofes besteht die Möglichkeit, den Vorhang über den Blumentopf zu heben, um ihn zur Seite ziehen zu können. Dann bin am anderen Fenster ich zu sehen, durch einen dünnen Spalt im Vorhang, der in "meinem" - is' ja gar nicht mein's hihihi - Zimmer bisschen abhängt. Man wird mich Gitarre spielen sehen bei schwachem Licht. Plötzlich bin ich bei meinem Geklimpere wieder kreativ. Kein Vergleich zu John Maus (anhören!), aber für meine Fälle wunderbar. Auch der Gesang ist nicht ohne. Bin ich gerade nach dem angedeuteten Schritt, den ich unternommen habe, so bodenlos, und deshalb inspiriert? So bin ich das? Vielleicht bin ich im Moment aber auch nur physisch außerordentlich gestärkt: Vorhin habe ich Waldpilzcremesuppe gegessen. Außerdem - das bedeutet schon etwas, hab' ich mir nämlich selber gemacht, denn die letzten beiden Tage, seit dem ich mich d a z u entschieden hatte, bin ich nur umhergesessen und hab' mein Pseudo-Tagebuch damit angeödet, dass ich ja eigentlich meine Ruhe will, und mich übernommen habe und dann die Frage in den Raum gestellt, warum ich so heiß sein sollte, einen Job an der Baumarktkasse anzutreten. Zum Beispiel. Oder in der Altenpflege als Aushilfe. They call it Freiheit? I call it Baumarktkasse. Das habe ich kurz nach einem kleinen Stimmungshoch geschrieben, nachdem ich "Freiheit" oder soetwas dergleichen wahrgenommen hatte, in mir drinnen oder weiß der Berliner Bär wo. Ich habe mich dazu entschieden, an meiner Entscheidung zu zweifeln, scheinbar ganz gleich welche das denn nun ist. Ich habe zweihundert Euro abgehoben und bin nach Berlin gefahren. Ich suche mir hier eine Bude und einen Job. Das war so im Grundriss der Gedankengang. Good Luck Arschloch. Ganz schön naiv. Einerseits. Anderseits war ich dazu gezwungen. Ich habe nämlich leider keinerlei Idee, was ich denn anfangen soll, mit dem bisschen Zeit, dass mir Gott lächelnd geschenkt hat (mein Leben). Ich habe für meine Kinder später einen ganz großartigen Tip: Nicht zu wissen, was du machen sollst, ist überhaupt kein Problem. Nicht zu wissen, worauf man Lust hat, ist eventuell sogar ziemlich normal. Aber eines ist zu beachten. In dieser Situation machst du nämlich irgendetwas und zwar mit aller Gewalt, du musst was machen, ist das klar? Und was es ist, wirst du mit Denken nicht ermitteln können. Lethargie wird dazu führen, dass du fast fünfzig bist und auf Staatskosten dein Dasein fristet und dich darüber beklagst, dass du mit deinem Leben nichts anstellen kannst oder konntest. Ist das nicht ein etwas anmaßender Gedankengang, ich meine zu sagen, ich weiß nicht wozu ich bestimmt bin und so weiter, worauf habe ich denn eigentlich Lust? Sag' dass mal einem Bäckerlehrling anno 1950. Sag' das mal irgendjemanden, der ein Schicksal hatte. Guter Tippp nur halte ich mich selber nicht dran? Ich fahr' ja in wenigen Wochen oder vielleicht schon viel früher sowieso wieder nach Hause. Cooler Typ ich, oder? Und eins noch mein Kind, nimm bloß meine Tipps nicht ernst. Und wenn du mit fünfzig unglücklich bist, dann hast du schon ziemlich viel erreicht.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;span style="color:#66ff99;"&gt;W&lt;/span&gt;o&lt;span style="color:#66ff99;"&gt;a&lt;/span&gt;h &lt;span style="color:#66ff99;"&gt;g&lt;/span&gt;e&lt;span style="color:#66ff99;"&gt;i&lt;/span&gt;l &lt;span style="color:#66ff99;"&gt;d&lt;/span&gt;a &lt;span style="color:#66ff99;"&gt;d&lt;/span&gt;r&lt;span style="color:#66ff99;"&gt;ü&lt;/span&gt;b&lt;span style="color:#66ff99;"&gt;e&lt;/span&gt;n &lt;span style="color:#66ff99;"&gt;s&lt;/span&gt;t&lt;span style="color:#66ff99;"&gt;e&lt;/span&gt;h&lt;span style="color:#66ff99;"&gt;t&lt;/span&gt; j&lt;span style="color:#66ff99;"&gt;a&lt;/span&gt; e&lt;span style="color:#66ff99;"&gt;i&lt;/span&gt;n &lt;span style="color:#66ff99;"&gt;K&lt;/span&gt;o&lt;span style="color:#66ff99;"&gt;h&lt;/span&gt;l&lt;span style="color:#66ff99;"&gt;e&lt;/span&gt;o&lt;span style="color:#66ff99;"&gt;f&lt;/span&gt;e&lt;span style="color:#66ff99;"&gt;n&lt;/span&gt;!!!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Ich wusste gar nicht, dass Kohleöfen so heiß werden, welcher Otto Lilienthal ist zudem auf die Idee gekommen, die Klappe aus Gußeisen zu bauen. Warum nicht aus Holz. Dann würde man sich nicht die Finger verbrennen, sondern das ganze Haus. Ein erster Fall von Abenteuer. Vorgestern haben wir 25kg schwere Kohlepäcke aus dem Keller in den dritten Stock geschleppt. Ist das das wilde Leben? Oder gestern? Der Pepperoni-Wodka in der Kneipe war beachtlich. Und der Mensch, der gemeint hat, klar kann ich dir vermitteln, der zehntägige Kurs ist kostenlos und dann betreust du nachtschichtmäßig alte Menschen. Die schlafen eigentlich eh nur. Ich meine, jetzt wo ich mich entschieden habe, sollte ich es auch durchziehen, oder? Ja genau und in diesem Slang zu denken und zu reden ist der Kickstart! Durchziehen! Ich habe dermaßen keine Ahnung. Und Schiss natürlich auch. Ich denke, ich werde mir den Satz "Ist Handeln trotz Denken möglich?" auf den Rücken tätowieren lassen. Obwohl, wirkt wahrscheinlich komisch auf die Tauben, die über mich hinwegfliegen, und Ansätze von Buchstaben aus dem T-Shirt herausragen sehen. Die verwandeln sich dann vor lauter Staunen in kleine Elvis Presleys und singen Love Me Tender Love me Sweet. Und Rockmusik ist schlecht für den Sozialismus. Ich werde in der Fussgängerzone fragen, ob ich Passanten das eintätowieren darf. Hoffentlich sagen die mir dann nicht, dass das dann alle Tauben sehen würden, und sich in kleine Elvis Presleys verwandeln, und Rockmusik ist schlecht für die Ohren. Sind Ohren eigentlich neidisch auf Augen? Die Lampe gegenüber blendet mich. Da sind meine Ohren gerade bestimmt nich' neidisch darauf. Andererseits habe ich vorhin, moment ich muss erst nachschauen, die piano concertos No. 1 &amp;amp; 2 von Mendelssohn, gehört. Da haben meine Augen wahrscheinlich jetzt noch Schadenfreude. Geilo ich bin in Berlin. Was soll ich hier. Ja nichts! Neukölln wirkt in seiner zugeschneiten Tristesse so um 20 Uhr, in der Dunkelheit, in etwa so wie der Planet Pluto, bloß dass hier wirklich n u r Steine am Strand liegen. Die Nebeldecke hängt kurz über den Häusern, der Himmel macht Wasser in allen Aggegratszuständen hinab, zusammen mit dem Dreck ergibt sich Matsch. Tonnenweise Matsch und Fahrradreifen auf verkrusteten Eisplateaus. "Man kann euch fast nich' sehen", hat der Autofahrer gestern durch die heruntergekurbelte Scheibe gesagt. Heute bin ich mit einem Damenrad zum Gendarmenmarkt gefahren. Ein 15jähriger würde in dem Fall erneut von einem Abenteuer sprechen. Ich war lange unterwegs. Und konnte auf den Funkturm schielen und bin an irgendwelchen Spreeufern entlanggefahren. Ich frage abermals. Was soll ich hier. Ich kann mich nicht dazu entscheiden, meine Entscheidung durchzuziehen. Ich meine, dabei zu bleiben. Ich will gar nichts. Ich will zurück, nein doch nicht. Nein, doch, nein. Ich hasse mein Gehirn, möglicherweise habe ich auch eine schlechte Erziehung genossen. Eins sage ich euch, meine Kinder werden mal zu so richtig kleinen scheiss Draufgängern erzogen. Die ersten Vertragsabschlüsse mit 12, Auslandserfahrung mit 13, erste Bandauftritte mit 14, Deutschlandtournee mit 15, Abi mit 16, später Promotion und Meister in einem modernen Handwerk nach Wahl, Platin-Platten, und dann halt, klaro, was sonst, den Ingeborg-Bachmann Preis für junge Dramatik. Vielleicht gibt es so etwas wie Entscheidungen gar nicht. Und quartäre Entscheidungen lassen sich aus einer Kette von ternären Entscheidungen, und solche auf eine Kette von binären Entscheidungen zurückführen. Aber das ist egal. Ich war heute in der Bibliothek der Germanistik. Die haben da sogar das Comic-Jahrbuch. Ich brauche dich nicht mehr, Bibliothek in Marburg. Jede Entscheidung braucht einen Hintergrund. Unter einer Situation versteht man etwas, dass durch Entscheidungen herbeigeführt wurde. Bewusstsein ist die Fähigkeit Entscheidungen zu treffen. Entscheidungen sind das Bindeglied zwischen Denken und Handeln, sie machen den Menschen. Wehe, kleiner Mann, du eiferst denjenigen nach, die sich treiben lassen. Entscheiden musst du dich für jede Winzigkeit, für jedes einzelne Haar auf deinem Kopf, für jeden Handgriff. Dann bist du wer. Gestern zum Beispiel bin ich im Real gewesen und habe gefragt, ob da noch Nebenjobbler gesucht werden. Maximal nach 22 Uhr zum Auffüllen, musst du oben beim "Kundentelefon" fragen. Habe ich aber nicht gemacht. Erst fragen und doch nicht machen. Genauso. Erst nach Berlin fahren und es dann doch nicht ernst meinen. Darf ich jetzt Dinge lernen, die für meine charakterliche Entwicklung vollkommen fundamental sein werden? Muss ich dafür allerdings hier bleiben? Damit ich mal sehe, was es heißt sich durchzuschlagen. Hmm my goodness. Ich kann übrigens das Album Alopecia von Why? sehr empfehlen. Zum Song These Few Presidents konnte ich eben gut im Zimmer abspacken beim Kaffeekochen. Auf Wiedersehen. Ja richtig, ich hab jetzt keine Lust mehr. Ich freue mich auf den Gestank draußen. Alle schüren mit dieser Kohle, man kann nicht mal die Balkontür aufmachen ohne den "Gestank" zu versäumen. Ich geh jetzt mit Bier durchs lichte Treptow. Mit einem Hauch Ironie könnte man von einem Abenteuer sprechen. PS: Wenn Psychologie funktioniert, dann wollte ich so eben damit angeben, mit Bier durch Treptow zu gehen. Kann ja nich' sein, oder?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-3436814318500270587?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/3436814318500270587/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=3436814318500270587' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/3436814318500270587'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/3436814318500270587'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2009/02/autobiograpefruit.html' title='Autobiograpefruit'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-5502153938052206702</id><published>2009-02-20T06:43:00.000-08:00</published><updated>2009-10-13T01:48:16.469-07:00</updated><title type='text'>Bewegungsunschärfe</title><content type='html'>&lt;div style="TEXT-ALIGN: center"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SZ7CqS3KpHI/AAAAAAAAAEM/3aOwB2SscLY/s1600-h/margot.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5304891442962539634" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 320px; CURSOR: pointer; HEIGHT: 268px; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SZ7CqS3KpHI/AAAAAAAAAEM/3aOwB2SscLY/s320/margot.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;"Schwarzes, rechteckiges Flughörnchen", Fotografie in Echtzeit.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Ihr studiert doch alle Kunstgeschichte und geht gerne in Ausstellungen, macht euch leidenschaftlich gerne u n d kluge Gedanken zu Bildern, ihr bezeichnet Kunst als "Spiegelbild der Menschheitsseele". Stellt euch mal vor, das Bild hätte nicht ich fotografiert und so weiter, das titelgebende Tier wäre nicht in meinem Knipsknipsmoment ins Bild gesprungen, sondern das Foto hinge in einem Museum. Also Autorität, die ihr respektieren könnt. Frage: Was ist hier für ein Kunstverständnis zum Ausdruck gebracht? Tipp: Panofsky, Hagiografie- und Ikonografie-Lexikon sowie die kleinen erschwinglichen Reclam-Bändchen dürften erst mal Orientierung verschaffen!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-5502153938052206702?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/5502153938052206702/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=5502153938052206702' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/5502153938052206702'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/5502153938052206702'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2009/02/bewegungsunscharfe.html' title='Bewegungsunschärfe'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SZ7CqS3KpHI/AAAAAAAAAEM/3aOwB2SscLY/s72-c/margot.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-8555876762136855075</id><published>2009-01-13T08:52:00.001-08:00</published><updated>2009-10-13T01:50:36.427-07:00</updated><title type='text'>Wer durch Feuer.</title><content type='html'>Ich habe neulich meine Ohren wiederholt und öfters in den Song &lt;em&gt;Who by Fire&lt;/em&gt; von &lt;em&gt;Leonard Cohen&lt;/em&gt; getaucht, daraufhin schlug das Wasser des Songs radiäre Wellen – die liebe Physik – so ist das eben wenn man einen Stein in einen See wirft. Ach Herr je, was ein ausnehmend lyrisches Kind. Und dann spiegelt sich auch noch die ganze Welt darin. Nicht liebreizende Symbolik. Symbole drücken in Wirklichkeit nichts aus, sie bedeuten nichts, sie haben noch nie was bedeutet. Spätestens seit der Finanzkrise sind sie egal (Als Bundesbürger komme ich im folgenden meiner Pflicht zu weirdo Aussagen über die FKK nach). Der Finanzkrisenkataklysmus. Nahum? Zefanja? In welcher Zeit dienen Medien dazu, uns lethargisch zu machen? financial crisis. Das urgroße Symbol für die materielle Eingebundenheit unseres Hirns und Handelns. Wir werden noch sehen, wie uns die Gebäude in den Straßen in den nächsten Jahren verrotten, wie die Kindergärten verfallen, wie die Anzahl der Pinienkernschokoladensorten im Supermarktregal rapide nach unten geht (siehe Besselfunktion), ebenso wie sich die Anzahl der Restaurants, in denen man noch eine richtig geile Creme brûleé (mit dem perfekten Equilibrium aus Zitronenschale und Orangenschale!) bekommt, verringern wird. Die Angst ist berechtigt. Bis der Krieg kommt (wat faselst du?). Die Angst vor dem Tod ist gleichgültig geworden. Sie gibt keine Rendite mehr. Angst vor dem Sterben ist sentimental, retroromantisch und untergärig wie schales Bier auf der Reeperbahn nachts um halb hab vergessen welche Uhrzeit das war. Was für ein Quatsch ich da rede. Aber ich habe mir sagen lassen, dass gehöre so zum reden, wenn man ein Mensch ist. Ganz gleich, denn wenn man jetzt schon so sehr nüchtern und kühl ist (i wo nüchtern und kühl), aber verzweifelt einen Weg sucht dies auch praktisch auszuleben, dann empfiehlt es sich eine Liste zusammenstellen, welche Todesarten es gibt, die den guten Menschen schon entgegengekommen sind. (Ir)Rationalismus! Zumindest wenn man das Lied von Cohen im Auge hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn wir alles, was prinzipiell irgendwie sein kann und ist, dafür gibt es kein Wort (nicht in meinem Bekanntenkreis), hier definitorisch als Körper bezeichnen, dann wurde vor längerer Zeit bereits eine Hemikorporektomie durchgeführt – von der 2ZKB-Wohnung in Remscheid-Mitte gibt es jetzt eben nur noch die irgendwie übergroße Toilette. Soll heißen Symbole, und auch Wörter beziehen sich auf nichts mehr, abgesehen von den ewigen Trendvokabeln wie Klopapier und Ausguss – das sind einfach Evergreens, da weiß man, wat man hat. In irgendeiner Zukunft werden wir unseren Enkeln sowieso erzählen, in den Zwanzigern, da hatten wir ja nüscht, außer Klopapier und Aufguff. Opa, das heißt Ausguss. Blöde Ftähne. Zahnpaste is' seit 2025 alle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich sollte es hier um ein Lied von Leo (plötzlich klingelt das Telefon) gehen. Aber der Leser kann eben hier ganz genau sehen, was passiert, wenn man (im Zweifelsfall ich selbst) mir ein Thema gibt, das ich dann bearbeiten soll. Aber. Wir wollen ja so eine Art Who is Who (of Dying?) zusammenstellen. Für jede Art zu sterben einen Band. Beispielsweise Who is Who of Dying. Chapter 8: Fire. Chapter 14. Fear. Chapter 20. My own Hand. Und so weiter. Entschuldigen Sie bitte, Absolvent welchen Faches muss ich sein, um an diesem Projekt mitarbeiten zu dürfen, ich meine, so etwas muss doch sicher regelmäßig aktualisiert werden, oder? Irgendeine Philologie sollten sie auf dem Buckel haben. Vielen Dank. Und ja. Dieses Lexikon wird halbjährlich aktualisiert und gilt auch nur für den Landkreis Marburg-Biedenkopf. Und wie ist das da so mit dem Feuer? Nun, es gibt Beliebteres. Yeah. Vielen Dank. Gerne geschehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zunächst die Klassifikation nach Cohen(74). Cohen unterscheidet in seiner Arbeit New Skin for Old Ceremony, insbesondere im Kapitel Who by Fire folgende Klassen: verbrennen (evtl. auch metaphorisch), ertrinken (es gibt nur eine Möglichkeit durch Wasser zu sterben), im Sonnenschein (zum Beispiel im Sonnenschein ertrinken, oder in der Mittagssonne erfrieren), nachts, entweder auf göttliches Geheiß oder der übliche Scheiß (common trail – für diese Übersetzung habe ich einen Bonner Altphilogen zu Rate gezogen, kennen Sie das, wenn man sich bei Vollmond nachts immer in einen Bonner Altphilologen zu verwandeln scheint?), dann sterben im Monat Mai oder sehr langsam und sehr qualvoll.&lt;br /&gt;Unterbrechung. Dann singt Cohen nämlich „who in her lonely slip?“. Entschuldigen Sie bitte. Was soll das denn heißen. Ach so! Jetzt sehe ich gerade bei LEO, dass slip auch Kontrollabschnitt heißen kann. Übrigens: Schauen Sie mal genau da in diesem Online-Wörterbuch unter nauseous nach. Da gibt’s ein kleines Forum zu der Frage, welches Wort ich in ein Lied einbauen soll, wenn etwas stinkt.&lt;br /&gt;Als nächstes singt Cohen in seiner Arbeit von ´74 von Gift von Liebe, something blunt („der Mann wurde von einem stumpfen Gegenstand usw?), Tod durch Wasserfall (gibt es also noch mehr Arten durch Wasser zu sterben?), powder (=Drogen?), Gier, Hunger, tapfere Zustimmung oder Unfall, Einsamkeit (Cohen kann keine Kategorien aufmachen, die disjunkt wären), in DIESEM Spiegel, auf Befehl der Gebieterin, Suizid, gefangen oder frei.&lt;br /&gt;Aber was ich eigentlich sagen wollte. Ich mag die Arbeit von Cohen. Sehr gutes Werk. Was für eine Schande. Eigentlich wollte ich mich ernsthaft mit dem Lied auseinandersetzen und dann kam obige Wattwurmkolonie zum Vorschein. Nicht so schlimm, Rüdiger. Vielleicht probieren wir es nach der folgenden Anmerkung mit einem abrupten Ende - der Vorhang ist schwer, deshalb ist es laut wenn er auf den Boden knallt - nochmals. Vielleicht lassen wir es aber auch bleiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;0 &lt;em&gt;Begin Anmerkung;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;10 REM Oben bei der Creme habe ich mich anfangs verschrieben. Statt dem „und“ ein „du“. Und&lt;br /&gt;20 REM dann stand da etwas, auf das ich auch gerne ohne Zufall kommen würde, geht aber&lt;br /&gt;30 REM nicht, denn es ist zu ästhetisch.&lt;br /&gt;40 REM &lt;strong&gt;Zitronenschale du Orangenschale!&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;50 REM Noch etwas: Unter den Pilzen gibt es sowohl die Morchel als auch die Lorchel. Zum&lt;br /&gt;60 REM Beispiel: Die Stocklorchel.&lt;br /&gt;100 &lt;em&gt;End Anmerkung;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was ich eigentlich eigentlich sagen wollte. Ich mache also ein Lied, in dem ich mit depressiver, erfreulich trauriger Stimme, einfach nur drei oder vier Minuten danach frage, wer auf die eine oder andere Art aus dem Kreis der Menschen geschieden ist. Ich mag das. Sterbehilfe auf dem Weg in die Resignation. Klopapier für den Abschiss. Oder ist das wieder übertrieben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-8555876762136855075?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/8555876762136855075/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=8555876762136855075' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/8555876762136855075'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/8555876762136855075'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2009/01/wer-durch-feuer_13.html' title='Wer durch Feuer.'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-654286302001723234</id><published>2009-01-13T08:46:00.000-08:00</published><updated>2009-10-13T01:54:07.037-07:00</updated><title type='text'>Zebra-Selbstwahrnehmung</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SWzFnLvsPCI/AAAAAAAAAEE/A4-Z-B3MwD4/s1600-h/Opart.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5290820939211881506" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 314px; CURSOR: pointer; HEIGHT: 320px; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SWzFnLvsPCI/AAAAAAAAAEE/A4-Z-B3MwD4/s320/Opart.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Hierfür habe ich an der Seite eines Verpackungskartons einer Tiefkühlpizza ein Rechteck heraus ge&lt;strong&gt;&lt;span style="color:#ff0000;"&gt;beam&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;t, an dessen Seite ich diese Kurvenlinie abge&lt;span style="color:#ff0000;"&gt;&lt;strong&gt;phaser&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;t habe. Dann habe ich dieses Bauteil auf ein DinA3-Blatt aufge&lt;strong&gt;&lt;span style="color:#ff0000;"&gt;pin&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;nt, so dass ich das Teil &lt;strong&gt;&lt;span style="color:#ff0000;"&gt;rotate&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;n konnte. Immer ein stückweit gedreht, mit einem Kugelschreiber die Schablone übertragen, einige Flächen freigelassen, die ich später mit dem schwarzen Edding ganz ausgefüllt habe. Mit dem Edding habe ich auch die ganzen durch die Linien re&lt;strong&gt;&lt;span style="color:#ff0000;"&gt;birth&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;en Flächen alternierend ausgefüllt. Zum Schluss: Rein in den Foto, rein in den Computer.&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#ff0000;"&gt;Das hat echt Spass gemacht!&lt;/span&gt; Ich habe mich gefühlt wie Donatello oder Raffael. Jetzt kenne ich den Geist der Kunst.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-654286302001723234?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/654286302001723234/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=654286302001723234' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/654286302001723234'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/654286302001723234'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2009/01/fr-die-bastelfreunde-selfmade-opart.html' title='Zebra-Selbstwahrnehmung'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SWzFnLvsPCI/AAAAAAAAAEE/A4-Z-B3MwD4/s72-c/Opart.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-1560614448701803976</id><published>2008-12-29T04:09:00.001-08:00</published><updated>2008-12-29T04:10:21.724-08:00</updated><title type='text'>Das grüne Licht der Freude strahlt mir auf die Schulter</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SVi-Fh7nb-I/AAAAAAAAAD8/Up75HIFMR5s/s1600-h/oldman.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 238px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SVi-Fh7nb-I/AAAAAAAAAD8/Up75HIFMR5s/s320/oldman.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5285183164936318946" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-1560614448701803976?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/1560614448701803976/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=1560614448701803976' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/1560614448701803976'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/1560614448701803976'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2008/12/das-grne-licht-der-freude-strahlt-mir.html' title='Das grüne Licht der Freude strahlt mir auf die Schulter'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SVi-Fh7nb-I/AAAAAAAAAD8/Up75HIFMR5s/s72-c/oldman.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-7394189271120542660</id><published>2008-12-29T03:21:00.000-08:00</published><updated>2009-10-13T01:55:16.667-07:00</updated><title type='text'>nihilist structure #1</title><content type='html'>Ich habe letzte Woche morgens festgestellt, dass die Anzahl der Planeten in unserem Sonnensystem die Anzahl meiner Köpfe deutlich übersteigt. Das war an einem Montag. Bis in den Abend hinein blieben beide Werte konstant. Ich wollte aber den genauen Faktor feststellen. Ich startete demnach eine Versuchsreihe. Es ergab sich für die darauffolgende Woche folgendes Bild.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;.........Planeten.......Köpfe....&lt;br /&gt;Mo........8.................1.........&lt;br /&gt;Mi.........8.................1........&lt;br /&gt;Di.........8..................1......&lt;br /&gt;Do........8..................1.....&lt;br /&gt;A..........8..................1...... (ich kürze Freitag immer mit A ab)&lt;br /&gt;Sa.........8..................1......&lt;br /&gt;So........8..................1......&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bildet man P / K ergibt sich jeweils sieben. Der Wert erscheint mit Ausnahme einiger kleinerer Schwankungen zumindest relativ stabil. Eine Woche ist natürlich ein sehr kurzer Erhebungszeitraum.&lt;br /&gt;Ich habe also im Mittel neun Mal so viele (oder weniger je nachdem, ob von mir oder den Planeten aus betrachtet) Köpfe als Planeten im Sonnensystem. Das Interessante: Das kann sich durch einen Arbeits- oder Verkehrsunfall oder beispielsweise durch eine Guillotinierung in einer hessischen Kleinstadt niemals ändern. In diesem Fall ergäbe sich nämlich eine Division durch Null. Qed.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-7394189271120542660?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/7394189271120542660/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=7394189271120542660' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/7394189271120542660'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/7394189271120542660'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2008/12/nihilist-structure-1.html' title='nihilist structure #1'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-3090248769829316200</id><published>2008-12-25T09:27:00.000-08:00</published><updated>2009-10-13T01:55:47.894-07:00</updated><title type='text'>24 Runden á 12 Minuten</title><content type='html'>Ich weiß auch nicht, ey. Aber irgendwie. Naja. Ich find's halt nich' gut, wenn Boxkämpfer vor dem Kampf ihren Körper mit Öl einschmieren. Wenn die das im Ring machen, find' ich's auch nich gut. Also gar nich', so. Weiß auch nich'. Kein Verständnis ürgendwie für. Da spiegelt sich dann der Hallendeckenscheinwerfer drin und so, na und dann wird der Gegner da total geblendet, also so voll halt, und kann dann nur noch auf das Licht einprügeln und das finde ich nicht gut irgendwie. Licht ist doch etwas Heiliges, find ich schon so, 'was Heiliges halt, klar, ich mein is' jetzt subjektiv und so, aber kann ja auch nix dafür, wenn ich das so empfünde. Und 'was Heiligem darf man nicht mit Gewalt ankommen. Voll dreist wär das. Und dreist is jetzt ja auch nich so super, find' ich. Und außerdem: das arme Licht. Das arme, arme Licht. Scheint jetzt den ganzen Tach friedlich und freut sich auf die Gewalt im Ring und dann siehts ja selber nich ma was, und darf nur so voll doof 'rum reflektieren. Egal. Aber also jemandem, der auf etwas Heiliges einschlägt, weiß ich nicht was ich da sagen soll. Muss ich? Naja. Auf jeden Fall da bleibt mir irgendwie voll die Spucke weg und so. Der Kerl braucht gar nicht mehr daran zu denken, selbst einen Antrag im Vatikan einzureichen, bei der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse, bei der Congegratio de Causis Sanctorum. Würd ich ma gern en Praktikum da machen. Is bestimmt total interessant und so. Die zahlen halt bestimmt wenigstens was. Und der sich selbst eingeölt, der darf da auch nich' mehr hin. Der hat das ja alles provoziert. Außerdem, fällt mir grad ein: Evander Holyfield. Warum heißt der denn so? Na, klingelts? Bestimmt nicht, weil der sich seinen Körper einölt. So was macht der nicht. Sein Nickname sagt es ja schon: The Real Deal, der wirkliche Kauf halt. Deal kann aber noch was anderes heißen glaub' ich. Auf jeden Fall. Egal. Wie an Weihnachten jetzt so. Wo man halt noch an was glauben kann. Wo Jesus und Maria mit dem Kind in der Grippe stehen und man selber liegt ausgezählt am Boden, weil es einem nich so gut geht (Stichwort Langeweile) und dann kommt des Christuskind und lacht einem total offen und direkt ins Gesicht und man selber denkt sich. Da is' noch Vertrauen. Und: wow. So kenne ich mich ja gar nicht. Das mich mal jemand anlacht. Jetzt stehe ich erst mal auf und schau mir am Weihnachtsabend Boxen auf DSF an. Mist. Kommt nur die Muhammed Ali-Story. Die kenn' ich schon. Dann halt am ersten Weihnachtsfeiertag. Und bitte: Bitte, bitte, bitte: Ohne Öl. Wär' voll lieb!!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;PS:&lt;br /&gt;1. Gibt es langweiligere Tage im Jahr, als 12/25 und 12/26?&lt;br /&gt;2. Frohe Weihnachten!!! - Die Redaktion.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-3090248769829316200?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/3090248769829316200/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=3090248769829316200' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/3090248769829316200'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/3090248769829316200'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2008/12/24-runden-12-minuten.html' title='24 Runden á 12 Minuten'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-340422736164881727</id><published>2008-12-21T11:11:00.000-08:00</published><updated>2008-12-21T11:14:11.012-08:00</updated><title type='text'>Totenkopftorte aus dem Waldbodenbackofen</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SU6VFI7N1fI/AAAAAAAAACw/sO_tDZxBojM/s1600-h/waldkopf.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 250px; height: 320px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SU6VFI7N1fI/AAAAAAAAACw/sO_tDZxBojM/s320/waldkopf.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5282323328479909362" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-340422736164881727?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/340422736164881727/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=340422736164881727' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/340422736164881727'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/340422736164881727'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2008/12/totenkopftorte-aus-dem-waldboden.html' title='Totenkopftorte aus dem Waldbodenbackofen'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SU6VFI7N1fI/AAAAAAAAACw/sO_tDZxBojM/s72-c/waldkopf.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-6139894492129562404</id><published>2008-12-21T11:03:00.000-08:00</published><updated>2009-10-13T01:56:49.098-07:00</updated><title type='text'>Manchmal geht es dem Heiner wie der Clara.</title><content type='html'>Clara hatte genug von ihrem langweiligen Leben, dieser Einöde, den lauwarmen und gemäßigten Farben, dem ganzen eingefallenen Nichts, was war ihr Zimmer, es war ein Käfig und diese Stadt, sie war, was war sie, ein Gefängnisplanet. Mit einigen wenigen Monden, die man nicht sehen konnte, weil draußen Bücher vor der Scheibe waren und frühe Stummfilme und meisterhafte Kupferstiche. Sie wollte sich losreißen, sie wollte eine Tigerin sein, und das Leben packen und es zwischen den Zähnen zerreißen und es schmecken und schließlich auf den Boden schleudern. Und aus den Wunden dieses geschundenen Leibes als Orchidee in die Solarsysteme sprießen, ihren Blumenkörper elegant wie eine Melodie zum Himmel heben. Sternenbilder furzen. Raumschiffe ablecken. Und im Anschluss daran zu einem der Monde springen, leichtfüßig, irgendeinem Dozenten seine blöde Publikation in die Magengrube kicken, zielsicher, über alles erhaben, und schließlich athletisch um etwas anderes kreisen als um sich selbst. Aber das wusste sie nicht genau. Sie war sich im Unklaren. Denn sie lebte in den Tag, sie lebte so sehr in den Tag, dass sich ihr Magen davon ausgepumpt und ausgeraubt anfühlte. Müde war sie immer. Du brauchst einen Ausgleich, sagte ihre Mutter, und Clara, sie dachte sich, es muss doch Philosophien geben, mit denen es theoretisch im Möglichen ist, älter als dreissig zu werden, ohne dass zuvor die eigenen Wünsche untereinander im Analsex alleine scheinbefriedigt sich haben. Nein sie lebte den Tag nicht, der Tag lebte sie, er war ihr enges Außenskelett, ihr Anti-Organisations-Korsett, was mal überhaupt nicht ging, nicht in dieser Stadt, in der sich Einatmen wie Ausatmen anfühlte, und Ausatmen - fühlte sich an wie immer. Dieses kleine miese Studium, diese kleine miserable Teil. Damn it. Man hatte nichts anderes mehr im Kopf. Aber jetzt wollte sie Tempo machen. Auf die Tube drücken. Es krachen lassen. Den Nitro zünden. Sie würde ihr Studium durchziehen, aber so was von, und jetzt wäre endlich Schluss mit der unproduktiven Pendelei. Man war so unterfordert, dass man plötzlich überfordert war. Die kreative Clara. Was hatte sie vor. Bald schon. Bald schon würde sie ein Atelier eröffnen, erst in Wiesbaden, dann in Hamburg, Berlin und New York, sie würde ausstellen, der Welt ihr genialisches Erbe offenbaren, würde im Kunstgewerbe und Kunsthandel zur Großfigur avancieren und auf allen Hochzeiten tanzen mit Schuhen für 7500 Euro und Schnürsenkeln aus Glück. Und einer Galerie nach der andern würde sie den Kopf verdrehen und die Kunstlandschaft dominieren und unterwerfen, sie war so kacke begabt, Kyrie eleison, sie war so fantastisch begabt, aber mit diesem Studium hier, da kriegte man es ja noch maximal hin Karotten in die rote Soße zu den Spaghetti zu schneiden und zu studieren. Man war gefesselt und nicht mächtig. Da hatte man keine Lust plötzlich sich die Zähne zu putzen, und das obwohl man so gut erzogen war, eine Verrohung überkam einen da in diesem akademischen Maulkorb für die Fantasie, man wusste nicht was man machte, man fuchtelte so dummblind im Gestrüpp herum, wie Aristoteles mit seinen Argumenten. Jeder noch so kleinliche Hilfsjob hatte sie mit mehr Stolz und Lebensgefühl erfüllt als dieser sterile, methodisch antiquierte Quatsch namens Studium. Morgen schon würde sie ihr Studium abbrechen. Ab morgen würde sie in eine Gegend ziehen, in der es endlich gefährlich wäre. Wo mit Schmetterlingen gefüllte Kakteen auf sie warteten, um sie aus dem Vakuumballon zu befreien. Yeah, Schnauze jetzt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-6139894492129562404?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/6139894492129562404/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=6139894492129562404' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/6139894492129562404'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/6139894492129562404'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2008/12/manchmal-geht-es-dem-heiner-wie-der.html' title='Manchmal geht es dem Heiner wie der Clara.'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-8841956688093321524</id><published>2008-11-05T13:40:00.000-08:00</published><updated>2009-10-13T01:57:17.803-07:00</updated><title type='text'>Der stille Gesellschafter</title><content type='html'>Da ich mich in letzter Zeit kaum überwinden kann, hier etwas hin zu schreiben - aus verschiedenen Gründen - zwei seien genannt: erstens ich muss Topfscharniere mit Zwillingsanschlag in Schicht und Maschine herstellen und das befriedigt mich geistig derart, dass ich mich hier nicht mehr entlasten muss, zweitens: ich habe bis nächsten Karfunkel eine Bibliographierübung in Abwasserlogisitik abzugeben, und ich weiß nicht was ich davon zu halten habe (brauche ich den Schein überhaupt oder kann mich mir Bergwerkswesen anrechnen lassen?) ... liefere ich jetzt in dieser Stunde eine kleine Spaßerei. Weil ich die totale Produktivkraft bin. Denn: Es gibt eine gute Nachricht: Große Teile bundesdeutscher Gesetzestexte sind im Internet einsichtig. Das bedeutet unter anderem: Auch das Handelsgesetzbuch. Ich möchte schreien vor Entzücken. Ich konnte es nicht vermeiden, mir den Text Wort für Wort zu Gemüte zu führen. Lyrik und Feuer, wie ich es sonst nur dem frühen Konsalik zugetraut hätte. Ich möchte nichts weiter sagen als: auch heute wird es hier keinen Blogeintrag geben, sondern nur eine kleine Skizze. Eine winzige Improvisation über das HGB. Angeregt wurde ich von juristischen Ausdrücken wie "Stiller Gesellschafter" - das kann ich manchmal, denke ich, wirklich im Spiegel sehen. Bitte schön:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe gegen den §239 Abs. 1 des HGB verstoßen, weil ich meine Bücher und Bilanzen auf mittellateinisch geführt habe. Man hat mir eine Frist gesetzt, zu der ich die entsprechenden Dokumente in eine lebende Sprache zu übertragen habe. Das ist für mich schon die zweite Umstellung innerhalb kürzester Zeit. Denn ich habe noch vor einem Jahr zumindest die Aktivposten-Konten mit koptischen Ziffern versehen und mit altkirchenslavischen Titeln bezeichnet. Mit der finnischen Prokuristen, die ich aber dann im Laufe des Geschäftsjahres einstellte, konnte ich mich auf die mittellateinische Sprache einigen. Da ihr auch der altsumerische Kalender – den ich bisher für die im Bilanzanhang im Zusammenhang der Anwendung des Umsatzkostenverfahrens nach §285 Abs. 8a pflichtgemäße Aufführung des Personalaufwands verwendete - nicht geläufig war, einigten wir uns auf den sowjetischen Revolutionskalender. Außerdem vereinbarten wir uns - was das Schriftbild der Auflistungen von Aufwandsentschädigungen und Versicherungsentgelten belangt – auf die Augsburger Fraktura sowie das phönizische Alphabet. Alles im Rahmen von Recht und Ordnung. Da ich aber darüber hinaus den Jahresabschluss in Tschechisch abgefasst und in griechischen Drachmen (zum Wechselkurs zur Zeit ihrer Einführung 1831) bilanziert habe, habe ich ordentlich gegen den §244 des Handelsgesetzbuches verstoßen. Auch hier muss ich mich auf Anordnung der kurpfälzischen Justizkammern bis zu Bartholomäi gebessert haben. Wenigstens habe ich seit der Gründung meiner kleinen genossenschaftlich geführten Korporation stets den Konzernlagebericht geordnet aufbewahrt, so dass man mir im Sinne des §257 des Handelsgesetzbuches nichts anlasten kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gut vielleicht war das nicht genug und es ist nicht klar, was ich meine. Man könnte halt auch endlos damit weitermachen, aber da ich in letzter Zeit nicht begreife was Kunst ist, höre ich damit auf.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-8841956688093321524?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/8841956688093321524/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=8841956688093321524' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/8841956688093321524'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/8841956688093321524'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2008/11/der-stille-gesellschafter.html' title='Der stille Gesellschafter'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-652260086143819989</id><published>2008-08-30T09:28:00.001-07:00</published><updated>2009-10-13T01:59:11.706-07:00</updated><title type='text'>Bildanalyse erotischer Fotografie</title><content type='html'>Interpretation erotischer Kunst kann wie die Interpretation überhaupt in Rekurs auf verschiedenes methodisches Inventar operativ vollzogen werden. Der methodische Bezugsrahmen determiniert hierbei die Art der Analyse ebenso wie die im Erwartungsspektrum präfigurierten Resultate und Quasiresultate des Erschließungsprozesses. Wir verstehen Interpretation im Rahmen der Sprechakttheorie als Handlung. Handlungen können strukturell sprachlicher sowie nichtsprachlicher Art sein, genügen aber laut common sense dem Fundamentalschema von Handlung. Zunächst gibt es einen Träger der Handlung, sowie die Handlung selbst, die sich notwendigermaßen vom Handelnden selbst unterscheidet. Die Identität des Handelnden mit dem Träger der Handlung ermöglicht erst die Bestimmung dessen was im Unterschied zum Ausführenden der Handlung als Handlung selbst verstanden werden kann. Weiter ist die Handlung als Handlung in sich je in das gesellschaftliche Gesamtsystem von Handlung eingebunden und unterliegt den gegebenen historisch herausgebildeten Kontexten und Bestimmungen der jeweiligen Handlungsschemata, die bei einer konkreten Handlung aktualisiert werden. Dabei vollzieht sich die Aktualisation von Handlungsschemata innerhalb eines soziologisch relevanten Symbolvorrats, dessen Immanenz im Handlungskontext den Handelnden als Symbol von Handlung in der Weise ausschließt, als dass eine Aufstockung des etwaig vorhandenen Symbolreservoirs die Verfügbarkeit des Individuums - vor allen Dingen in der Interpretation - als Matrix der ausführbaren Handlungen überhaupt erst erzeugt. Und zwar konstitutiv erzeugt.&lt;br /&gt;Die Gleichzeitigkeit der vorhandenen Existenz des interpretativ Agierenden mit dem Prozess der Interpretation selbst sowie der Interpretationssubstanz ist Vorraussetzung einerseits, wie andererseits Interpretation als bestimmter Handlungstyp in ihrem Zeitbezug genetisch begründet liegt. Diese Auflösung in einer Simultanstruktur artikuliert sich im Aspekt des Raumes in der Gefahr, die der Interpretierende stets ausgeliefert ist, nämlich die Gleichzeitigkeit ins Räumliche übergreifen zu lassen, und als Interpretierender zum durch sich selbst Interpretierten deformiert zu werden, das heißt, sich selbst in das Bild zu projizieren, und damit als zeichenhafte Geste über der Zeichenkette des Interpretationsergebnisses als Einlagerung verschmutzend aufzutauchen.&lt;br /&gt;Bei der Interpretation erotischer Kunst, beispielsweise Kunst mit Sexuelles implizierenden Bedeutungsebenen, unterliegt der theoretische, analysierende Zugang einigen hinzukommenden Einschränkungen und Freiheiten. Die psychoanalytische Macht-Architektur des Menschen ist hier der formale Grund für die faktische Unmöglichkeit hier interpretierendenfrei zu interpretieren. Die eigenen Sehnsüchte sind schon immer mit in das Bild gelegt, eine Interpretation erfolgt hier zwangsweise unter dem Edikt eines Sichselbstbegehrens. Um einen wesentliche Differenz zwischen sexuell variablenfreier, sexuell unkonnotierter Kunst und erotischer Kunst zu nennen, geschieht hier die Interpretation gewissermaßen nicht mehr freiwillig. Bei ersterem steht der Interpret nur unter dem Diktat des Bildes selbst, bei letzterem ist er der Diktatur des absolutistisch in Erscheinung tretenden Interpretationsprozess ausgeliefert. So wie sein unbewusstes Trieb- und Wunschpotenzial Herrschaft über das Ich ausübt, so proklamiert die Interpretation den Zustand einer Sklaverei der Interpretation über das interpretierende psychologische Individuum. Das Subjekt begehrt zu interpretieren. Es wird ein Lustopfer der Interpretation. Es begehrt, lustvoll zu interpretieren, zu interpenetrieren, es strebt nach dem befriedigenden Abschluss der Interpretation. Die Konsequenz ist, dass die Interpretation erotischer Kunst im Gegensatz herkömmlicher Interpretation immer ein Ergebnis hat. Sie ist in diesem Sinne schon immer vollständig gewesen.&lt;br /&gt;Die Interpretation erotischer Kunst steht aber auch unter dem Vorzeichen besonderer Freiheiten. Es ist ihr gestattet in besonderer Weise subjektiv zu sein. Das vom Es über den Hergang der Interpretation verhängte Verbot objektiv und ichfrei zu sein, ermöglicht aber auch eine Form der Trotzreaktion hierauf, nämlich ungehemmt subjektiv und willkürlich sein zu können und so fast jedes beliebige Resultat zu legitimieren. Bei erotischer Kunst kann das interpretierende Subjekt ganz nach gusto den jeweiligen interpretatorischen Fetisch vulgär, ordinär und leidenschaftlich zur freien Entfaltung zu bringen. Dass die Interpretation von erotischer Fotografie noch einmal um einige Winkelminuten geiler ist als diejenige restlicher erotischer Kunst, liegt an der größeren Detailtreue und Auflösung gegenüber Gemälden. Mit der Konkretheit von Photografie korrespondiert die genuin konkrete Natur von Sexualität – selbst wenn sie ein imaginatives Virtualprodukt ist, so ist sie doch immer konkret. Freuen wir uns auf das Beispiel.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SLlN2kmuTII/AAAAAAAAACE/deqshoocky8/s1600-h/Trauben.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5240305241356651650" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: pointer; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SLlN2kmuTII/AAAAAAAAACE/deqshoocky8/s320/Trauben.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; Eine wissenschaftlich wertvolle Interpretation muss ihren Ausgangspunkt immer bei einer exakten Beschreibung des zu Interpretierenden finden. Was ist also auf der Fotografie zu sehen und auf welche Art und Weise ist es dargestellt.&lt;br /&gt;Wir sehen eine geriffelte Metalloberfläche. Die Oberfläche einer Spüle, links ist das Spülbecken zu sehen. Hier und da ein Tropfen Wasser. Mannigfacher Glanz. Wir sehen weiterhin eine braune Schale, wobei uns der Künstler hinsichtlich der Bestimmung, aus welchem Holz sie gefertigt ist, im Dunklen lässt. Er betrügt uns um die Wahrheit. In der braunen Schüssel befindet sich eine spiegelnde Flüssigkeit, möglicherweise Wasser. Auch das wissen wir nicht. Was wissen wir überhaupt? Aus dem Wasser streckt sich eine Karotte hervor, etwa die Hälfte des Wasser wird von deren Spiegelung beansprucht. Neben der Karotte sind zwei Weinbeerentrauben in die Flüssigkeit gelegt. Der Weinberg, auf dem diese wuchsen, ist an den Trauben jeweils als sich über den Schüsselrand streckende Äste noch behutsam angedeutet.&lt;br /&gt;Worum handelt sich. Ist etwas in dem Bild zu erkennen? Ist etwas Besonderes dargestellt? Wahrscheinlich nicht. Eine Art Obstkorb ist zu sehen, ein Stilleben. In modernen Edelstahl-Ambiente. Oder ist da etwa doch etwas? Nun. Die Parallelen zum männlichen Geschlechtsteil sind äußerst zart gehalten. Wir denken aber nicht, dass wir uns zu weit über den Tellerrand lehnen, wenn wir darin die Allegorie auf das männliche Geschlecht dargestellt zu sehen glauben. Der Phallus selbst wird von der Karotte repräsentiert, die Weintrauben bilden die Testikel. Links ist das weibliche Becken durch das Spülbecken repräsentiert. Es fragt sich, ob es sich um eine Komposition handelt oder ob das Bild zufällig entstanden ist. Da die Ähnlichkeiten zum männlichen Geschlechtsteil eher zufällig als beabsichtigt erscheinen, befürworten wir letzteres. Es ist wohl kaum keine absichtliche Komposition.&lt;br /&gt;Optisch ist das Bild äußerst effektvoll. Es scheint die Aufnahme einer in sich ruhenden Bewegung zu sein. Der Witz besteht darin, dass die Linien eine optische Täuschung herufrufen. In einer Art Op-Art Technik scheint sich das Bild ständig zu bewegen. Es ist ein Hin und Her zu beobachten. Die Linien der Spüle flimmern. Das Auge wird angestrengt. Mit dem Hin und Her des Flimmerns ist an den Archetyp der Kopulationsgeste erinnert: das Hin und Her. Darüber hinaus lässt sich das Ganze auch als Wellenbewegung lesen. Während das Wasser in der Holzschale selbst still liegt, überschlägt sich außerhalb des "Holzbootes" beziehungsweise der braunen Holzschaleninsel Wellenkamm um Wellenkamm. Das Meer tobt. Das männliche Geschlecht liegt jedoch still. Die gerillte Oberfläche des Metalls ist ein Negativ zur Performation des Greifens. Sie versinnbildlicht auf einsichtige Weise die Körperberührung. Stille und Bewegung bilden einen für die Wirkung beim Rezipienten entscheidenden Kontrast. Es entsteht eine Spannung von hochkantig knistender, pulsierender Erotik.&lt;br /&gt;Der Künstler hat aber nicht nur auf diese Art mit Kontrasten gearbeitet, mit der Gegenüberstellung von männlich und weiblich. Von den vielen vorhandenen Intertextualitäten, die sich in diesem Bild finden, soll noch eine Erwähnung finden.&lt;br /&gt;Wenn man das Bild als Landkarte liest, dann zeigt die Karotte nach Osten. Mittelalterliche Landkarten waren geostet, das heißt Osten war oben auf der Karte. Die Geburtsstätte Jesu war eben im Osten, und dieser das Zentrum des christlichen Glaubens, der auf mittelalterlichen Karten also oben, in Richtung Himmel sozusagen verortet war. Auf einer mittelalterlichen Landkarte würde die Karotte also nach oben zeigen, man hätte das Symbol eines erigierten Phallus vor sich. Hier ist dem nicht so. Was heißt das nun für die Vorstellung von Christentum, die auf diesem Bild entwickelt wird. Spielt es auf die biblische Weisung „Seid fruchtbar und vermehret euch“ an, mit dem Hinweis, dass in neueren heidnischen Tagen biblische Gebote in gefährlicher Weise nicht mehr befolgt werden, und dass sich das Meeresbecken in der linken Bildhälfte bald mit Sintflutwasser füllen wird, das weibliche Becken sich also mit Fruchtwasser, auf dem das Holzboot mit der Karotte als Fruchtbarkeitssymbol getragen werden wird. Einem ungewissen Schicksal entgegen? Eine Versinnbildlichung des heiligen Sakraments der Ehe also? Die Karotte als Priesterstab, an dessen Wurzel, sich zwei Rosenkranzketten zusammengerollt haben? Der Sieg des weiblichen Geschlechts? Die Rillen des Spülbeckens als männliche Rippen, beflutet von weiblichem Fruchtwasser? Die Trennung des männlichen Geschlechtsorgans also vom Restkörper durch den Sintflutregen als Symbol des Zölibats des Priesteramts? Spielt Religion hier vielleicht doch keine Rolle?&lt;br /&gt;Diese Fragen können hier genau so wenig beantwortet werden, wie ebenso nicht aufgezeigt werden kann, wie vielschichtig dieses Bild ist. Wieso zum Beispiel wurde hier eine Karotte verwendet? Weil die Karotte eben die Leibspeise des Hasen ist, von dem wir wissen, was diesem nachgesagt wird? In Anspielung auf Künstler, die Zarenkronen in Hasenform gießen?&lt;br /&gt;Ein einziger Hinweis soll noch genügen. Wieviele Rillen können wir auf der Spüle sehen. Wieviele Erhebungen. Wenn man die untere linke Ecke noch als angedeutete Rille sehen will, dann zählt man 23 Stück. Zählen wir sie nicht mit, dann ist man bei 22. Wieviele Erhebungen sehen wir aber unverhüllt, also weder nur ausschnitthaft gezeigt noch durch die Schale verdeckt? Richtig. Es sind sechs. Es sind die überhalb der Schüssel, ausgenommen der obersten. Schreibt man jetzt sechs ein wenig anders erhält man: Sex. Eine relativ dünne Feststellung, dennoch: Ist es nicht vollmundig unheimlich, aus wie vielen Dimensionen es aus diesem Bild der pure Sex auf den Betrachter regnet?&lt;br /&gt;Kommen wir abschließend noch auf einen oben in den einleitenden Worten fomulierten Umstand. Dort sagten wir, dass bei erotischer Kunst, die Interpretation die eigentlich naturgemäß dem Bild selbst zugefallene Rolle der Diktatur über das interpretierende Subjekt übernimmt. Der entscheidene Punkt, und darüber hinaus der tiefe Wert des vorgestellten Werkes, liegt darin, dass wir eigentlich einem naturlyrischen Stilleben ohne geschlechtliche Konnotation als Betrachter gegenübergestellt werden. Der Interpretierende oszilliert bei der Betrachtung unter sich wechselseitig ablösenden Diktaturen. Einmal wird er vom Bild selbst beherrscht, es zieht ihn auf erotische Weise an, während er im nächsten Moment von der Interpretation beherrscht und von ihr durchgeistigt wird. Damit oszilliert er zwar auch zwischen Freiwilligkeit und Zwang, vielmehr aber erlangen das Bild - das in mehrere Einzelerregungen zu zerfallen scheint - gleichsam unter diesem Wechselstrom eine unglaubliche Intensität. Diese alternierende Situation wird im Bild von der Rillenstruktur als Bildelementes selbst integriert, und von der Rillenstruktur der Spüle aufgegriffen. Die Bilder sind in ihrer Dimensionalität von gerade zu brutaler und ichvernichtender Kraft. Die qualitative psychoempirische Forschung konnte in einer Längsstudie mehrfach geistige Orgasmen bei den Rezipienten nachweisen. Durch die ultraschnelle Zirkulation beider Diktaturebenen und Machtformationen wird der Betrachter paralysiert und von sich selbst entfernt im ichlosen Rauschen holistischer Verzückung in die Aufblühung gebracht. Welche Prozesse hier stattfinden, kann genauer auf dem hier nur äußerst beschränkten Platz nicht ausgeführt werden. Resultate liegen eh noch nich vor, ey. Die gegenwärtige Forschung versucht aber derzeit in einem verzweifelten Kampf gegen die menschlichen Erkenntnisgrenzen genaueres zu ermitteln.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-652260086143819989?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/652260086143819989/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=652260086143819989' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/652260086143819989'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/652260086143819989'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2008/08/bildanalyse-erotischer-fotografie_30.html' title='Bildanalyse erotischer Fotografie'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/SLlN2kmuTII/AAAAAAAAACE/deqshoocky8/s72-c/Trauben.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-6515102102245538654</id><published>2008-08-26T09:52:00.000-07:00</published><updated>2009-10-13T02:03:07.726-07:00</updated><title type='text'>marketing in a loop oder Betreff: Ihr Bewerbungsschreiben</title><content type='html'>Na mein Kleiner?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Deine Bewerbung fanden wir bärenstark. Sie ist wirklich nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut. Du legst dich ja wirklich ins Zeug, um uns zu überzeugen.&lt;br /&gt;Aber Spaß beiseite - obwohl wir gestehen müssen, dass es eine Herausforderung ist, ein solches Schreiben im Stil nicht zu imitieren - auch wenn es nicht gelingen würde vermutlich -, wollen wir Ihnen ernsthaft antworten. Wir als der größte Expoteur von Altglas an ingesamt vierzehn außereuropäischen Binnenhäfen ... Es ist wirklich schwer. Zuerst: Es ist uns eine Ehre, dass sie Interesse für unseren Piratensender (mit Kolonialwarenladen mit Seeblick im Dachgeschoss) zeigen. Wir bekommen täglich so viel langweilige Post der kreativen Elite und subito erhalten wir aus heiterem Himmel ein solches Juwel gelenkter Willkür und zentralistisch administrierter Diplomatenrhetorik. Sie waren Erheiterung. Sie denken erfrischend unwirtschaftlich. Lassen Sie uns raten. Sie können Sich an ihre Kindheit kaum erinnern. Das ist einer der Hauptgründe, warum sie die Vermutung anstellen, sie seien so eine Art Autist als Kind gewesen. Sie entstammen einer Arbeiterfamilie, oder vielleicht ist ihr Vater Büromaschinentechnicker gewesen, ihr Mutter hat als Bedienung dort gearbeitet, wo ihr Vater Schlager am Keyboard spielte und so weiter: aber sie hatten zuviel in der Birne. Dann haben Sie als Sechsjähriger begonnen am C64 zu programmieren. Die Befehlszeile load "xyz", 8, 15 hat sich auf ewig in ihr Hirn gebrannt, genauso wie syntax error. Sie sind in einem naturumgebenen Umfeld aufgewachsen, ihr Onkel, der zwei Bücher von Nietzsche besaß, hat- gegen den Willen ihres Vaters - darauf gepocht, sie aufs Gymnasium zu schicken. Sie waren der erste deutsche Fall von Leistungskurs Akkordeon und Schach. Ihr Abitur haben sie mit 3,0 gemacht und anschließend dachten Sie, sie hätten ihren Pflichtzoll entrichtet, das wäre es gewesen mit der Realität. Aber oh nein, da haben Sie sich getäuscht. Sie haben wild in der Gegend herum studiert, Leute kennen gelernt, die sich an Stelle ihre Namens mit "mit Frischkäse gefüllte Panzerfaust" am Telefon gemeldet haben und mit denen man barfuß über die Schnellstraße in der Peripherie Freiburgs laufen konnte. Sie hatten hundert Euro im Monat, haben aber dafür 70 Stunden im Monat im Getränkemarkt gearbeitet, um die Langzeitgebühren hinzubekommen, am Fließband haben Sie Pfandflaschen sortiert. Ja wir wissen das. Warum. Verdammt weil wir ein PR-Unternehmen sind, junger Mann, das ist Wirklichkeit. Es geht hier um inhaltliche Dinge. Schauen Sie sich doch zum Beispiel nur das Design ihres Blogs an, wenn man überhaupt von einem Design sprechen kann. Dass solche Dinge wichtig sind, das müssen sie erst noch lernen. Hier heißt es: "So hier verschieben Sie das Bild bitte in die linke untere Ecke, den Satz auf der Seite dann zweispaltig, so und für das nächste haben wir dann von diesem Kölner da, Sie wissen schon, diese Schriftart gekauft. Sie sehen wir sind da ihrem Vorschlag nachgegangen." Das würde Sie doch langweilen, oder? Ja genau, großer fliegender Achill, Sie würden in Sitzungen für bestimmte Schriftarten argumentieren müssen, und es geht um Geld. Ach Realität, richtig, das wollen Sie ja von uns. Sie denken ja, dass es nichts anderes mehr gibt.&lt;br /&gt;Aber das ist alles nicht der Punkt. Warum argumentieren wir so. Nicht etwa weil wir ihr Bewerbungsschreiben für realitätsfern halten. Es ist bodenständig wie Sand am Meer. Allerdings. Wir haben jedoch eben Kontakte. Und unsere Chefredakteurin war zufällig mit Ihrem Bewerbungshelfer im Urlaub. Das wissen Sie nicht? &lt;a href="http://silent-diva.blogspot.com/2008/08/urlaub-in-der-antirealitt-ein.html"&gt;Das kann man sogar im Internet nachlesen!&lt;/a&gt; Wobei Sie glücklicherweise aber nicht erwähnt werden, wie man dazu sagen muss. Was Sie genau gemacht haben, wissen wir nicht. Aber wir mussten erfahren, dass sie bereits drastischere Mittel zum Einsatz gebracht haben, als nur eine kuriose Sprache. Wir hätten Sie eigentlich genommen. Mindestens eingeladen. Auf ihrem Monitor wäre eine Pflanze ihrer Wahl gestanden, sie wäre nach wenigen Wochen wegen Verwahrlosung eingegangen. Aber dafür hätten Sie eine Sekretärin gehabt. Sie hätten in das gelbe Zimmer mit der grünen Tapete gedurft, wo es nicht schlimm ist, wenn da Menschen drin sitzen, die sich nicht rasieren und nicht wissen wer gerade Kultusminister in Bayern ist. Sie wären nach zwei Jahren der Chef der Kreativabteilung geworden. Aber selbst so jemand bewirbt sich ernsthaft.&lt;br /&gt;Zum Punkt,während dieses Urlaubs, hat ihr Bewerbunghelfer - glauben Sie nicht wir hätten da von vorneherein oder prinzipiell Vorurteile - Bedenken geäußert. Die Sache sei ernst mit Ihnen. Sie würden mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder straffällig werden, wenn sie feste Verhältnisse um sich hätten. Sie halten Wirklichkeit nicht aus, sie nennen das Feststoffhaft. Stellen Sie sich vor, sie müssen, bei uns in der PR, Leute von Dingen überzeugen, die Ihnen vollkommen gleichgültig sind. Ach aber wahrscheinlich wissen Sie diese allgemeine Eigenschaft von Arbeit schon lange, dass man Dinge verfechten muss wie ein Eisenmann, obwohl man sich einen Pollenflug darum schert.&lt;br /&gt;Ja. Wir überzeugen uns selbst nicht so ganz. Aber selbst ein Bewerbungsgespräch hielten wir für keine gute Idee. Mit Ihnen würden wir ohnehin nur eine halbe Stunde oder mehr lachen. Es würde zu nichts führen. Lassen Sie sich nicht entmutigen. Vielleicht klappts in der Kunst. Ach wir reden uns ja um Kopf und Kragen. Ach verdammt wir geben es zu, es is' halt das System.&lt;br /&gt;Seien Sie uns nicht gram,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit freundlichen Grüßen,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Name steht auf dem Umschlag. Seufz.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-6515102102245538654?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/6515102102245538654/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=6515102102245538654' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/6515102102245538654'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/6515102102245538654'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2008/08/marketing-in-loop-oder-betreff-ihr.html' title='marketing in a loop oder Betreff: Ihr Bewerbungsschreiben'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-620360697843474842</id><published>2008-08-24T10:16:00.000-07:00</published><updated>2009-10-13T02:04:17.504-07:00</updated><title type='text'>Auf einem Lineal über die Ohnmacht balancieren</title><content type='html'>Da vorne an der hohlen Wand, da strecken sich die Stapelungen bis ans Deckenstahlgerüst. So viel Arbeit. So viel Zeit, die in Anspruch genommen werden muss. Die Staplerwege sind zugestellt, verbarrikadiert sind sie, die Blaumänner suchen nach Milimeterpapier, die Kommisioniererinnen rücken sich die Haarnadeln zurecht. Was eine Logistik ist erforderlich, dieses ganze Zeug aus dem Kopf zu schaffen. Von der Rampe hagelt es Stapler. Die Büros sind DIN A4-weiß vor losem Papier. Die Drucker schimpfen. Die Lastkraftwagen können nicht mehr. Jemand hat mal gemeint, was denn, die ganzen Hallen sind doch leer. Diesem Typen, der das gesagt hat, mit seiner beschissenen Symbolik, laut oder leise, das wissen nicht einmal die Dienstältesten mehr, dem müsste man das Reifenkreuz in der Kehle herumrühren, dem müsste man die Hubwagen aus den Händen reißen. Die Drossel müsste man ihm hinterher werfen. Vielleicht hat er ja recht. Und ich befinde mich doch in Feststoffhaft. Und ich ziehe ihm trotzdem das Schlüsselbund von der Schuhsohle ab und schicke ihn die Lohnsteuerkarten falzen, diesen Typen, am Getränkeautomat oder am Wasserspender will ich ihn in der nächsten halben Stunde sehen. Und natürlich, soll er sich umsehen, alles hier, alles ist voller Pappkartons, und Kunststoffschalen, Messingeimer, Trägerriemen. Der Seilwinden sind zu lange aufgesponnen worden. Welche Logistik ist erforderlich, alleine diesen Menschen mit dem Firmenfahrrad zur Stechuhr zu schleppen. Ausladen und wieder einladen, wie das geht, das weiß hier keiner mehr, und dann hat da jemand gesagt, ja das Werksgelände quillt über, dicht machen sollte man den Verein, und wisst ihr auch warum, hat er gefragt, und dabei auf einem Kabelbinder gekaut, und Linen auf einem Messbecher zerkratzt, weil die ganzen Schachteln leer sind. Es ist nichts drin, hat er umhertrompetet, dieser Meier oder Schmidt. Welche Logistik ist notwendig, sich das alles vom Hals zu schaffen, die kleinen Gedanken und die großen. Vielleicht bin ich wirklich nur in Feststoffhaft und es macht mir etwas aus. Vielleicht kann ich nicht mehr aufrecht liegen in diesem Unternehmen, dessen Führung man mir aufgedrängt hat, dessen Lohnbuchhaltung Ahnungslosen und solchen, die es einmal werden wollen aufgetragen wurde, vom Amt, dass in irgendeiner Kiste, noch etwas Wertvolles gefunden hat, und dann die Schranken von Außen nach unten gelassen hat. Aus dem Staub hat es sich gemacht. Und jetzt soll ich den Aufseher machen in diesem Konsortium, bin ich ein Magnat, dass ich so etwas könnte. In die Luft sprengen sollte man dieses Geviert, nach der Größe ordnen und dann in den Schacht schieben, alle Türen ölen sollte man, und die Hände in die Taschen fallen lassen. Was soll man machen. Bei welchem Unternehmen soll ich anfragen. Welche Armada an Fernfahrern schafft es, diesen Kopf endlich leer zu räumen. Die Regale von den Wänden zu reißen, den Schutt auf die Ladeflächen zu stürzen und Schluss zu machen mit dem Zustand in diesem Betrieb. Alles geht zu Bruch in diesem Haufen nichtsnutzigen Tands. Welcher Fünfstufenplan schafft es, dass die Eimer aus den Notausgängen geschleppt werden, die Fracht verladen, die Adressen ermittelt. Dass die Hebebühnen freigeschafft werden, die Sachen verpackt und so weiter. Damit hier gemaßregelt gearbeitet werden kann, hier in Werk I und II, verdammte Axt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-620360697843474842?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/620360697843474842/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=620360697843474842' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/620360697843474842'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/620360697843474842'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2008/08/auf-einem-lineal-ber-die-ohnmacht.html' title='Auf einem Lineal über die Ohnmacht balancieren'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-7257185446645875341</id><published>2008-08-24T02:51:00.000-07:00</published><updated>2009-10-13T02:05:43.724-07:00</updated><title type='text'>Die Stars unter dem Chapiteau</title><content type='html'>&lt;div style="TEXT-ALIGN: center"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/Sag8MZ3kpuI/AAAAAAAAAEk/BQbCsnZpqqI/s1600-h/blumen.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5307558344656201442" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 320px; CURSOR: pointer; HEIGHT: 240px; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/Sag8MZ3kpuI/AAAAAAAAAEk/BQbCsnZpqqI/s320/blumen.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Übersättigt und unwichtig. (fotografiert in Neukölln)&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div style="TEXT-ALIGN: left"&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Wenn wir unseren Auftritt haben, dann sind wir die Größten. Wir könnten in einem &lt;strong&gt;Humuskubus&lt;/strong&gt; am Waldrand vor einer zufälligen Handvoll Feldhasen und Würmern auf der selbstgezimmerten Bühne stehen und wären uns sicher, die Welt ist die unsere. Wir haben Jahrtausende dafür gearbeitet, jetzt so wichtig zu sein.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-7257185446645875341?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/7257185446645875341/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=7257185446645875341' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/7257185446645875341'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/7257185446645875341'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2008/08/die-stars-unter-dem-chapiteau.html' title='Die Stars unter dem Chapiteau'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_0QySQRWLzYo/Sag8MZ3kpuI/AAAAAAAAAEk/BQbCsnZpqqI/s72-c/blumen.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-1326425274779346878</id><published>2008-08-23T04:27:00.000-07:00</published><updated>2009-10-13T02:06:38.457-07:00</updated><title type='text'>Bewerbungsvorlage PR</title><content type='html'>Sehr geehrte Damen und Herren,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;alle meine Freunde finden mich nett. Aber das bedeutet mir nichts. Hiermit bewerbe ich mich auf das von Ihnen in die Zeitung ausgeschiedene Volontariat im Bereich PR-Management. Ich will überhaupt nicht damit beginnen, ihren Verein als für mich subjektiv als ein ganz tolles Ding darzustellen. Ich lüge nicht gerne. Ich setze auch kein Lächeln auf, wenn mir nicht danach ist. Das können Sie ja schon auf dem beigefügten Bild von mir erkennen. Sie bieten eine Tätigkeit an, in deren Umrisskonturen sich mein charakterliches und kompetenzmäßiges Profil passgenau einfügt. Wissen Sie, es flutscht da richtig rein. Was muss man denn bei Ihnen machen?&lt;br /&gt;Ich bin ein unglücklicher und unproduktiver Mensch. Ich habe Angst vor Handlung. Manchmal habe ich auch vor mir selbst Angst. Ich bin selbstreflexiv bis zum Grad der Autodestruktion, so dass von meinem Wille zur Welt nichts mehr übrig geblieben ist, als die Hoffnung, dass mich irgendein Realist zur realen Behandlung realer Sachverhalte befugt. Was ist das eigentlich, Welt? Benutzen Sie mich, ich bin in einem solchen Grade desorientiert, dass mir nichts mehr bleibt, als das Befolgen von Anweisungen. Ich habe keine Persönlichkeit mehr. Ich war einstmals ein kreativer und künstlerischer Mensch. Ich war ein glänzender Gott. Nun liegt mein Genie in Asche und Schutt. Meine Flügel liegen abgeschlagen und zertrampelt im Gebüsch. Neben Zigarettenkippen. Ich kann gut mit Menschen umgehen: In zwischenmenschlichen Situationen erweise ich mich als gänzlich unbrauchbar. Ich weiß einfach nicht, was die alle von mir wollen. Lassen Sie sich davon aber nicht verwirren. Das Problem bin ich. Und ich bin für ihre Stelle echt ziemlich geeignet. Ich war schon oft in irgendwelchen blöden Büros, und immer beliebt. Bezahlen Sie gut? Ich beherrsche beide existenten Arbeitsmodi: Strukturiertes und unstruktuiertes Arbeiten. Von ersterem weiß ich nicht, was es ist. Aber: Ich bin in jeder Hinsicht wißbegierig und lernbereit. Meine Neugier kennt keine Grenzen: Oh du meine heilige Neugier, hast du denn gar keine Schranken, bist du das einzige, was ewig ist?&lt;br /&gt;Dass sie mich benutzen sollen - Sie erinnern sich, hab' ich oben extra hingeschrieben - schließt aber nicht aus, dass ich nicht selbstständig arbeiten könnte. Ich kann alles. Ich bin ein Draufgänger. Vielleicht können Sie mich wieder erheben. Ich bin nun mehr eine leere Hülle. Aber ist das nicht jeder, ohne es sich einzugestehen? Füllen Sie mich mit Befehlen, ich brauche eine Struktur. Ich brauche Abhängigkeiten und Zwänge. Sie können sich ja bereits lustvoll ausmalen, wie weit sie einen derart von sich selbst entmündigten Menschen missbrauchen können.&lt;br /&gt;Ich will den Erfolg! Erfolg! Erfolg! Ich bin total engagiert! PR-Management interessiert mich zwar keineswegs, aber mein Bruder hat gesagt, wenn ich noch zwei weitere Jahre an der Maschine nur Bleche biege, wertet das mein Studium total ab. Aber ich verspreche Ihnen, wenn PR-Management nicht schwer ist, dann kann ich es. (Sollte ich das wirklich reinschreiben? Klingt irgendwie eingebildet)&lt;br /&gt;Da ich trotz meiner psychischen Probleme meine Bewegungen kontrollieren kann, könnte ich für sie stumpfsinnigen Unsinn, sowie überflüssige Scheinaufgaben erfüllen. Ich weiß zum Beispiel auch wie Kaffee geht. In derlei Dingen bin ich ein erfahrener Mann. Ich habe schon viel auf dem Buckel. Meine Tätigkeiten in verschiedensten Betrieben und Institutionen umfassten das Vierteln von Artischocken, Socken hochkant in ein Regal stellen, sowie die Eingemeindung der umliegenden Ortschaften. Ich habe mich auch in der Teamarbeit als völlig untauglich erwiesen und herausgestrichen. Als Hirte war ich Vorgesetzter von fünfzig Stück Vieh, konnte mich aber nur selten durchsetzen. In kürzester Zeit war ich ein Spielball der Herde. (Bem.: in der Endfassung bildlicher formulieren)&lt;br /&gt;Ich bin sozial nicht engagiert und vertrete mehrere Interessengruppen vor dem Universum. So kann ich damit aufwarten, Kanzler des Vereins suizidgefährdeter Demenzkranker zu sein, sowie Plus-Mitglied des Vereins zum Kartographieren von Totholzbeständen und Mitglied der Gemeinschaft trauriger Säugetiere. Außerdem bewerbe ich mich momentan um eine Stelle im PR-Management.&lt;br /&gt;Es würde mich kaum interessieren, wenn Sie mich zu einem Bewerbungsgespräch einladen würden. Wir könnten ein wenig darüber diskutieren, wieso man sich immer für das interessieren muss, was man macht. Ich würde Sie argumentativ zu Boden strecken, Sie Winzling. Sie Feigling, Sie. Auch wenn Sie mich nicht nehmen würden, ich wäre trotzdem der bei weitem sympathischste Mensch, den Sie jemals kennengelenrt hätten. Sie wären von meinem melancholischen Wesen berührt. Von meiner Zartheit. Von der Milde und warmen Güte, die ich ausstrahle. Sie würden erkennen, was für eine aufgesetzte Schnabeltasse Sie eigentlich sind, und dass Sie ein kleines Engelchen besucht hat. Helfen Sie mir.&lt;br /&gt;Im Anhang finden Sie meine Katze. Ich schlage Ihnen vor, sie als Perücke zu verwenden, damit ihre Frau Sie verlässt. Vorausgesetzt Sie sind ein Mann. Und verheiratet. Tun Sie nicht so als könnte ich das wissen. Bitte laden Sie mich ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit freundlichen Grüßen, Aschaffenburg, den 03.08.,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Name steht auf dem Umschlag, brauche ich ja wohl wirklich nicht mehr hier hinschreiben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-1326425274779346878?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/1326425274779346878/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=1326425274779346878' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/1326425274779346878'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/1326425274779346878'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2008/08/bewerbungsvorlage-pr.html' title='Bewerbungsvorlage PR'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-6662076282418714225</id><published>2008-05-21T01:26:00.000-07:00</published><updated>2009-10-13T02:07:08.755-07:00</updated><title type='text'>Schule des logischen Denkens.</title><content type='html'>Folgender Text entsteht nicht durch Satz an Satz, nacheinander und nacheinander, sondern durch Einfügen von Sätzen an beliebigen Stellen. Nein, das ist nicht wahr. Möglicherweise stimmt es doch, unter Umständchen wird mir später beim Schreiben derart langweilig, dass ich an beliebige Stellen springen, und ein anderes Thema zum Ausdruck bringen werden. 'Zum Ausdruck bringen', also so ein lächerlicher Ausdruck. Warten wir es ab. Aber was soll das schon sein zum Ausdruck bringen. Eine Messerspitze Natron. Ich schreibe jeden Satz nach dem anderen hin. "Das machst du ja doch nicht!" Ich nenne das unsystematisches Arbeiten, und ich weiß nicht ob irgendetwas anderes sinnvoll ist, aber was weißt "du" schon davon, wenn ich mich selbst kurz mit "du" ansprechen darf. Der Text soll mein sprachliches Problem illustrieren. Wobei ich aber nicht weiß, warum ausgerechnet das Wort illustrieren den Punkt treffen sollte. Und wieso sollte er etwas sollen. Ich werde also mit einer Wahrscheinlichkeit von fünfzig Prozent mein sprachliches Problem illustrieren. Nehmen sie hierzu einfach Backhefe. 'Fünfzig Prozent': als Begriff ein völlig illusionäres Konstrukt. Das Wort Problem wurde eben benutzt. Haben Sie es bemerkt? (Wenn ich mich kurz mit 'Sie' ansprechen darf) Kein Wort würde den Punkt treffen. Vollkommen lächerlich zu glauben, es gebe einen Punkt. Der letzte Satz ist lächerlich. Nebenbei: 'lächerlich' gibt es nicht. Es ist eine Art Gefühl des Gefangenseins. Und da es wohl einen Zusammenhang zwischen Bewusstsein und Sprache gibt, ergibt sich - und selbstverständlich trifft es den Punkt nicht, das folgende Wort - ein Dilemma. Ach so, gibt es also diesen Zusammenhang, wer sagt das? Schon die üblichen Mittel des Satzbaus reichen nicht aus, um etwas auszudrücken. Vielleicht könnte man einen tiefen Satz beweisen, einen mathematischen Satz gewissermaßen, der zum Inhalt hätte, dass keine formale Sprache ein Äquivalent zu Bewusstseinsinhalten sein kann. Vielleicht ist die wesentliche Komponente, die zu einer Bewusstseinsform - das meine ich synonym zum Wort Bewusstseinszustand, das die Sache ganz genau so wenig trifft, aber ist eben mal etwas anderes -, dass sie neben einer Bedeutung, dem Gefühl oder was auch immer, die Worte passen natürlich nicht, das brauche ich nicht mehr zu erwähnen, ein gewisser Grad an Dasein hinzukommt. Was soll das bedeuten. 50g Mehl. Richtig, es bedeutet gar nichts, was soll es auch bedeuten. In kleine Scheibchen schneiden. Das Wort Bedeutung ist ein wunderbares Beispiel der Vorstruktuierung der Wirklichkeit durch unsere Sprache. Es gibt also angeblich ein semantisches Gebiet - diese Bezeichnung passt aber nicht - das mit dem Wort Bedeutung abgegrenzt und bezeichnet wird. Mir ist langweilig. Wo sind meine Spielsachen? Stellen wir uns einmal einen Grundraum vor, in dem alle denkbaren und möglichen semantischen Gebiete zusammengefasst sind. Die saure Sahne aufschäumen. Die folgenden Ausführungen zu diesem Gebiet treffen selbstverständlich nicht zu, aber nehmen wir einmal an, dieses Gebiet hätte einen Wirklichkeitsgrad, der sich von der wahrnehmbaren Wirklichkeit unterscheidet, und wäre vorsprachlich. Etwas ähnliches wie ein potentiell ausdrückbares Bewusstsein, das aber nicht als eigenschaftsfreie Entität gedacht ist, sondern es wären Inhalte darin aufgelöst, ganze Menschenleben und so weiter. In Honig dünsten. Aber ignorieren Sie das mit den Menschenleben, ich musste wieder einmal meinem Hang nachgehen, Theorien zu verschmutzen. Übrigens kann es sein, dass diese Gedankengänge, die hier vorgestellt werden, plötzlich abbrechen und nicht wieder aufgegriffen werden. Aber das ist eben die Natur von dem, was ich hier mache: Bewusstseinsstrom mal anders. Also ich will jetzt wirklich meine Spielsachen. Ich kann es nicht beschreiben, eigentlich möchte ich die Hilflosigkeit des Nachdenkenden demonstrieren. Ich möchte eigentlich gar nichts. Wobei 'möchten' die Sache nicht trifft, wobei fraglich ist, was diese Sache denn genau ist. Vermutlich gibt es sie nicht. Drei Eier ent-eigelben. Aber wie soll man das schon begrifflich bestimmen: 'es gibt etwas'. Was bedeutet das. Gar nichts. Richtig. Wir waren gerade ja auch dabei, zu sagen, es gibt keine Bedeutung. Habe ich das gesagt? Ich denke nicht. Eine halbe Stunde bei zweihundert Grad. Nun, Sprache ist also eine Strukturierung dieser Gesamtheit aller Verknüpfungen aller denkbaren semantischen Gebiete, die ich eben angesprochen hatte. Es ist gar nicht lange her. Eine Strukturierung dieses Gebietes ist ein Eingriff, man formalisiert das Gebiet. Man verändert es damit, und entfernt sich davon. Man geht ein Stückchen weiter weg. Ich beginne zu spüren, wie langweilig es hier ist. Aber das soll mich nicht beirren. Nehmen wir andere Wörter. Kreativität zum Beispiel. 400 ml Milch. Das kann nur eine Vokabel eines Realisten sein, von jemanden der Stühle und Tische und seinen Körper sieht und seine sachbezogenen Überlegungen mit gewissen Zielen zum Ziel anstellt. Wenn er irgendwann etwas älter geworden ist, entdeckt er die Fähigkeit, sich auch weniger von Tischen und Stühlen beeindrucken zu lassen und nennt den Vorgang, dem Stuhl auf den Tisch zu stellen, das Ergebnis von Kreativität. Nicht wahr, er hat die Normen verlassen. Früchte vom Sanddornbaum. Das Wort Kreativität impliziert also eine Denkrichtung, bei der das Feste zuerst da ist. Ist das so? Könnte man nicht auch in einen freien Strom aus Wahrnehmung - natürlich sind diese Worte genauso unzureichend in ihrer Treffsicherheit wie die zugehörigen Sätze - könnte man nicht auch in der nihilistischen Wildnis, ich gestatte mir diesen süffisant-blumigen Ausdruck - könnte man auch nicht in einer völlig wert- und sinnfreien Ursituation hierher gekommen sein, und sieht verschiedene Gegenstände, die sich irgendwie benutzen lassen. Jetzt mit dem Mandelmus bestreichen. Man wäre also von Anfang an kreativ. Was ich meinte ist, dass es diese Situation auszeichnen würde, von Anfang an kreativ zu sein, und dann würde es einen Begriff dafür geben nicht kreativ zu sein. Ich hoffe dass war sehr unverständlich, denn was ich meinte ist, dass es ein großes Dilemma ist, dass es das Wort Kreativität gibt. Ähnlich mit anderen Worten. Bedeutung zum Beispiel. Sinn. Intelligenz. All das. Aber das meine ich nicht so. Ich meine gar nichts. Mich gibt es nicht. Das Wasser abschütten. Eben noch ein solcher Begriff von vollkommen fraglicher Wirklichkeitsstruktrierung, oder des freien semantischen Gebietes, wie es oben in dieser vollkommen fragwürdigen Konstruktion, die meinetwegen inkonsistent und hilflos war und verwirrt, erinnern sie sich über meine Beschwerde zum Satzbau, an diesem Satz können Sie es ablesen. SPIELZEUG! Zum Satzbau: Bewusstsein hat eine andere Zeitstruktur als die Wirklichkeit, nämlich die der Gleichzeitigkeit, und damit kommt keine Syntax zurecht. Ach ja, das stimmt doch gar nicht. Verdammt, wo ist mein Spielzeug? Aber der weitere Begriff der verhängnisvollen Vorstrukturierung, den ich meinte: 'Ich'. Deshalb kann man nichts meinen. Man kann nichts meinen. Zu einem trockenen Dornfelder servieren. Sich zu überlegen warum das so ist, ist Hausaufgabe.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-6662076282418714225?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/6662076282418714225/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=6662076282418714225' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/6662076282418714225'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/6662076282418714225'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2008/05/schule-des-logischen-denkens.html' title='Schule des logischen Denkens.'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-4599698121312826594</id><published>2008-05-19T04:49:00.000-07:00</published><updated>2009-10-13T02:07:37.570-07:00</updated><title type='text'>Die apotropäische Aposiopese als elliptisches Mysterium</title><content type='html'>Ich befinde mich noch immer im Würgegriff der Hühnerstangenmentalität auf dem Betonsims vor der Kathedrale des falschen Glaubens, der Universitätsbibliothek Marburg. Ich sitze, genauer ausgeführt..., im Raum zur elektronischen Gruppentherapie, nebenan spielt ein Jünger power soccer, gerade ist das Spielchen vorbei, seine Leistung wurde mit drei Sternchen für sportsmanship belohnt. Was er nicht weiß, dass auch ich ihm drei Sternchen verliehen habe. Wofür? Ach wissen Sie..., ganz einfach so, aus reiner Sympathie.&lt;br /&gt;Gegenüber an der Buchwand des Grauens 7A, steht ein arbeitender Elektriker und umsorgt die Defektheit einer Deckenlampe, ich hoffe für ihn, dass er keinen Respekt vor der geballten Intelligenz der Anwesenden hat.&lt;br /&gt;Aber eine Anekdote aus meiner wohnenden Gemeinschaft: Zu Hause, da wo meine Mitbewohner wachsen, wo sechs paarweise verschiedene Mentalitäten blühen, wo sich Silke und Conny gute Nacht sagen, ist eine Tafel in der Küche angebracht. Conny tat dort per Kreidekraft ihren Unmut gestern kund. Sie vermisse ihr Shampoo und die Q-Tipps. Und sie habe momentan wirklich kein Geld für so was. Als Robby Roboter, der mich gestern besucht hat, um mich ins sozialwissenschaftliche Institut abzuführen, in einer kleinen Ecke, rechts oben war sie, ich meine also rechts oben, und das meine ich auch so, "heul doch" hingeschrieben hat, ist die Wohngemeinschaft, ich war nicht anwesend, habe es nur abends erfahren, in tiefer Bestürzung und Betroffenheit gewesen. Conny sei wohl ziemlich geschockt gewesen. Komisch hier manchmal, meinte Silke. Ungeheuerlich. Verwirrung herrschte. Ich sage doch, diese Leute sind auf alles gefasst. Ein Einschub: Wunderbar, dass eine so konsumfeindliche Ökosympathisantin mit greenpeace-Diplom treuherzig Markennamen übernimmt, ohne dass etwa das Wort Wattestäbchen oder wtf verfügbar wäre. Egal.&lt;br /&gt;Was ich sagen wollte, dass das von Robby echt nicht in Ordnung war. Dass es echt nicht angehen kann, spießbürgerliche Banalitäten in Frage zu stellen und zu illustrieren wie kleinkariert die Marburger Alternative ist. Dass es falsch ist, Leute in Frage zu stellen, die sich im Minimalkontext des Alltags so gerne der Komplexitätsreduktion hingeben. Folgerichtig hat jemand intelligent reagiert und heul doch durch Spülen!!! ersetzt, womit wohl ich gemeint gewesen sein dürfte, da ich mittags Pfannen und Töpfe und so benutzt habe, ohne sauberzumachen.&lt;br /&gt;Ich kann mich also nicht entscheiden was schlimmer ist in dieser Stadt. Die zwischenmenschliche Freiheit der Formen, die in mannigfaltigsten Farbenorgasmen aufblühen und wuchern, also klein und grau sind, oder die Anstalt in der ich Hirnmasse gegen die Angst davor, dass es niemals besser werden wird, eintausche.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-4599698121312826594?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/4599698121312826594/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=4599698121312826594' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/4599698121312826594'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/4599698121312826594'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2008/05/die-apotropische-aposiopese-als.html' title='Die apotropäische Aposiopese als elliptisches Mysterium'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-53084279430343199</id><published>2008-04-25T01:24:00.001-07:00</published><updated>2009-10-13T02:08:04.044-07:00</updated><title type='text'>Kein Gerede</title><content type='html'>Leise regt sich Bass und Klingeling. Sonnenstrählchen dringen in mein Zimmer, dessen fader Gestank alter auf dem Boden verteilter mehrfach getragener zerlöcherter Socken in der Note muffiger Akkorde verhallt, sie steigen gebrochen antivirtuos aus den hingehäuften Massen gehäuteter Bettwäsche durch die eingefallenen Furchen plattgelegener Schattierungen des von Kaffeeflecken unverzierten Bettbezugs. Seit Wochen versagt mir der Antrieb irgendetwas zu waschen oder zu ordnen. Ich fingere an einem Zigarettenblättchen, eingefaltet haust es zwischen Fingerkuppen und weigert sich auseinanderzugehen. Die beiden Blättchenhälften wollen sich nicht trennen. Aber ich bin ihr Schicksal und setze mich durch. Das Lied beginnt von Neuem. Ich öffne c:/2007/fastnacht/bilanz/getränke und finde dort meinen Musikordner. Ich wähle etwas neues. Ich nippe an meinem Kaffee. Kleine ölige Felder segeln über die hellbraune Zartgrundierung in den Grenzen der Oberflächenspannung - zwischen rundem Porzellan - tun sich schwimmend kleine plus ölige Felder an. Es ist wieder einmal Morgen und die Bereitschaft etwas zu unternehmen muss sich erst noch befreien aus der Trägheit des Beginns. Es liegt in der Natur des Phänomens Entwicklung, dass sie erst zögerlich beginnt. Entwicklungsschritt n ist eine Funktion des Entwicklungsschritts n-1. Die Funktion ist rekursiv definiert und nun, das erklärt mir vieles und ich wickele mich neuerlicherdings in die Bettwolken ein. Gestern war ich bereits mit den Füßen unter einer Kopfkissenwolke gewesen und also hing ich mit dem Kopf nach unten in der Luft. Ganz schwer wurde es unter den Stirngewölben, obwohl ich dabei natürlich nichts fühlte, die alten Weinfässer rollten in den Hinterkopf, die Zargen ächzten. Heute werde ich erneut Literaturkritiken aus den Jahren 1910-1914 lesen und ich habe noch sechs Wochen für meine Abschlussarbeit Zeit. Es wird mein Abschiedsbrief sein. Ich werde mich aus dieser Stadt befreien, die es nicht wert ist namentlich erwähnt zu werden, die üble Nachrede würde mich ins Zuchthaus werfen für Jahr und Nacht. Ein Neubeginn zeichnet sich ab, auch wenn das Wo und Wie nicht auserwählt ist noch. "Was viele nicht wissen", hat mir gestern eine Person erzählt, bei der die Vereinbarung darin besteht als Begrüßung zweimal in die Händlein zu klatschen, das Buch oder die Tüte im Land zwischen Arm und Brust verstaut, was viele nicht wissen:", dass man zufrieden ist wenn man aufgehört hat unzufrieden zu sein. Das wissen viele nicht. Sie glauben immer Zufriedenheit hänge von äußeren Umständen ab." - "Ja das kann sehr wohl sein. Man würde halt traditionell einwenden, dass glücklich sein dann bedeutet, einfach einen Schalter umgelegt zu haben, glücklich sein willkürlich definiert zu haben. Das es etwas konstruiertes sei und nicht natürlich. Aber der Einwand verliert sich schnell, wenn man die Angst vor mechanischen Bauteilen - Schaltern - verloren hat." Ja schön und gut. Ich will mir darüber keine Gedanken mehr machen. Jetzt ist die Sonne auch weg und konturiertes Kühl prescht in Lufttruppen herein durch die Einfallspforte des Fensters, diesem schachtigen Blick auf die Fachwerkbalken, die aus dem Basaltpflaster in die Gipsmengen streben. Diese Altstadt ist wie ein naives romantisches Gedicht. Wo bleibt der Baustahl, die freie Lyrik des Weges durch die Hochhausfassaden am schmutzigen Spielplatz vorbei über die Gleise durch die Unterführung am Lärm vorbei und den vielen abblätternden Plakaten und die Drähte über den Strassen und die spiegelnden Flächen antennenbemützer langer Sachen des Baus. Bei jedem Satz muss ich mich unterdrücken zu erwähnen, wie mich dieses gewollt lyrische dieser Zeilen anmüdet. Ich muss jetzt ohnehin zuerst in die Pflicht rennen. Pah. Ich muss sogar Batterien kaufen. Der zeitgenössische Mensch kauft Batterien, wie lässt sich das vereinbaren mit dem Willen zur Flucht aus der Willkür der alltäglichen Bagatelle. Vielleicht auf eine besondere Spielart der Nichtursächlichkeit die Beine koordinieren, wenn ich zum Geschäft laufe. Im bitterbösesten bayrischen Dialekt mit der Kassierin reden, sauunhöflich sein oder auch nicht und die Batterien dann in den Schuhen verstauen und die Zunge aus dem Mund hängen lassen. Aber es kommt noch schlimmer. Ich muss hinterher ein Diktiergerät installieren und den Treiber suchen, dabei ist es Pflicht zu gähnen. Und ein Programm suchen mit dem ich wav-Dateien in mp3-Dateien umwandeln kann. Wieso kann man das nicht einfach per Willenskraft machen. Bin ich wirklich so minderbemittelt, dass ich Technik zu Rate ziehen muss? Ich dachte die Welt ist Wille und Vorstellung. Mist.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-53084279430343199?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/53084279430343199/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=53084279430343199' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/53084279430343199'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/53084279430343199'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2008/04/kein-gerede.html' title='Kein Gerede'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-6266062004051187759</id><published>2008-04-23T13:07:00.001-07:00</published><updated>2009-10-13T02:09:47.624-07:00</updated><title type='text'>26 characters for cash</title><content type='html'>"Kein 'Lyriker' mit kosmischen Turnierfrohsinn, Botanisierbüchse, gemässigt-melancholischer Astronomik; kein Sonntagsjodler mit Harfe und Lanolin; auch kein Neo-Zyniker, dessen Überlegenheit über Gottes Ernst und die Herrlichkeit der Welt bloss die emphatische Verdrängung bedeutet des uninteressanten, wenn auch berechtigten Bedürfnisses, über sich selber zu kotzen."&lt;br /&gt;(Kurt Hiller über Georg Heym, 1911)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich will kein Neozyniker sein, aber ich will über mich selbst kotzen, auch wenn es, wie sehr richtig erkannt ist, uninteressant ist. Uninteressant. Who cares. Alles ist uninteressant, es sei denn man ist geistreich und kann sich mit einem wohlgewählten Kollegen über die Anzahl und gleichbleibenden Bestandteile der Coverversionen von stephanie says zersetzen. Je nachdem, wie intellektuell man ist, wird man abstrahieren, die Schlagzahl der Diskrusebene erhöhen, beispielsweise wird man über Statik räsonnieren. Statik in der Dynamik. Oho. Was für ein Rennpferd des Geistworts. Weiter wird man auf Lessings Kindheit zu sprechen kommen und auf die factory und auf die Ikonographie Bartholomäus'. Das zeichnet den Intellektuellen aus, dass er so anachronistisch überindividuell ist. Rotwein wird es geben. Denn auch in der Fantasie ist gegeben die Abhängigkeit zur Realität. Ein Biochemiker wird die sechzig Wirksubstanzen im Rotwein bemerken. Der Aura-Physiognom der nichtwissenschaftlichen Wahrheit wird bemerken, dass ätherische Öle der Liebessaft der Pflanzen sind. Das macht man, wenn man geistreich ist, und im Glauben ist, dass das Gegenüber nicht reif genug ist, für die nicht einmal eigenen, also in tiefstem Sinne eigenen Gedanken über den literarischen Dekonstruktivismus bei Paul de Man. Fuck the Wissen. Das ist doch nur Information, Belangsloses, Inhalt. Auf was der Titel dieses Eintrags anspielt und so weiter. Und sich dann im leckeren Wissensrestaurant sich etwas für seine Identität beim Wirt bestellen - dann doch lieber Spaghetti Carbonara. Und ich schreibe Spaghetti aus Protest falsch, weil ich Neozyniker bin. Andere Entwürfe müssen her. Zum Beispiel: "Ich bin wesentlich der, dem Spaghetti Carbonara schmeckt. Das macht mich zur Gänze aus. Das bin ich." Jemanden, der sich so definiert, würde ich gerne mal treffen. Ich würde ihm mein ganzes Geld schenken. Diesem wahrhaft Weisen. Das wäre mir als Ansatz seine Persönlichkeit zu schaffen lieber, als zu sagen, ich studiere Politologie und stehe bisschen links. Ganz ehrlich (Wow jetzt macht er ja richtig ernst), es kommt auf das wahrhaft Uninteressante an, auf den Beischlaf mit dem Widerspruch. Nicht auf den Inhalt. Das ist langweilig, es sei denn man will Gefühle und das andere echte Zeug im nieben und letten Gespräch in der Küche unterdrücken, bevor es zustande kommt, indem man über Sachzusammenhänge redet, weil man kein Mensch ist. Es kommt auf die Form, aber auch nicht auf alle Formen, an, auf die Gestalt, nicht auf den Mond, sondern auf sein Licht (wie hübsch!). Ich weiß total Bescheid. Hört mich an! Nicht auf den Sinn der Worte, auf den Klang, auf die aus dem bewusstlosen Geist gebrochene Skulptur aus Eigelb (Improvisation über Max Klinger, der die Liszt-Büste gemacht hat, leckeres Wissen was?), wie das Eigelb riecht, das ist wichtig (auch für die Handelsbeziehungen mit England), nicht in welche Buchstabensuppe man es einquirlt. Aber ich wollte nicht sonntagsjodeln. Es kommt also auf die Form an, und das Kotzen als strukturontologisches Phänomen (natürlich bedeutet das nichts) betrachtet, hat eine hervorragende Form. Nun welche? Selbstverständlich. Die gebrochene Form. In dieser Form gibt es kein Ja und kein Nein, keine Dichotomien, nicht einmal Wörter, es gibt Tiere in der Frühdämmerung die Worte vom Grasboden fressen und sie hinterher ausscheiden, Nährboden wird aus dem Dung, er wird an den Grashalmen haften, die der grauhbeleibte Haubentaucher zum Nest an die See per Schnabelkraft transzendieren wird. After fifty years of composing Bach is now de-composing since twentyfive hundred (irgendwo bei lastfm gelesen). Wörter gibt also auch. Aber wenn jemand das Wort Romantik benutzt, dann muss er wissen welchen Abstand er da erwähnt zwischen dem Bezeichnenden und Bezeichneten. Ich bitte dich, aber das musst du doch wissen, Kleines. Aber das ist mir alles zu theoretisch was ich hier mache und hat mit Kotzen nichts mehr zu tun. Vielleicht wars wenigstens ein klein wenig gespuckt und gewürgt. Ich will mich einfach nicht rechtfertigen dafür, dass ich mir die Zähne lieber im Liegen putze, weil es eine gebrochene Form hat. Dass ich solange das Wort Kohleflöz sage, bis ich einschlafe (das ist mein Verständnis von Autosexualität). Zum Kotzen, zur gebrochenen Form, zum Verachten von Sinn und Bedeutung und Gestalt und Abgeschlossenheit trage ich nun etwas Abstraktes nach vorne auf die Bühne, die Sie, geneigtes Publikum, nicht sehen können. Zu meiner eigenen, für mich bestimmten Veranschaulichung des Gesagten. Über sich selber zu Kotzen ist Privatsache. Das geht keinen was an. Vielleicht ist das Einzige, was eine gebrochene Form hat doch allein das Nichts...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-6266062004051187759?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/6266062004051187759/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=6266062004051187759' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/6266062004051187759'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/6266062004051187759'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2008/04/26-characters-for-cash.html' title='26 characters for cash'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-6018647868556983155</id><published>2008-04-14T09:31:00.000-07:00</published><updated>2009-10-13T02:10:19.772-07:00</updated><title type='text'>Zusammenarbeit der Tier- und Pflanzenproduktionsbetriebe</title><content type='html'>Fünf Kurzgeschichten werden abgelehnt vom Verleger, nur eine wird genommen und sie heißt "Meine Bierrauschseele ist trauriger als alle toten Tannenbäume der Welt". Im Film Faktotum kommt das vor, dieser Buckowski-Adaption. Ja Adaption könnte man es nennen. Der Protagonist heißt Henry Chinaski. China-Ski. "Die Tour de Ski China" endete mit einem Sprint. Philip Sebastian Furrer wurde Zehnter. Passend dazu stand ich heute an der Kasse, und vor mir hat jemand eine halbe Ananas gekauft. Die Kassierin hat dann zur Nachbarkasse geschrien, welche Nummer die Ananashälften haben. Es ist die 644. Das ist erstaunlich, denn Hannah bemerkt, dass sie nicht Paolo sondern Bruno angeschossen hat. Ich rede von Folge 644 von "Verliebt in Berlin". Kein Wunder, dass Hannah versehentlich auf Bruno geschossen hat. Den JJ1 (hübscher Name) oder Bruno oder "Problembär" war nach hundertsiebzig Jahren der erste freilebende Braunbär in Deutschland, der auf seinen Streifzügen Haus- und Nutztiere zur Strecke gebracht hat. Hoffentlich hat er nicht ein ganz bestimmtes Tier gerissen: Ich habe nämlich ein Buch auf dem Tisch liegen. Das heißt: "Drogen. Ein Ratgeber für Kinder ab 6 und Eltern." Im Abschnitt zum Polizeihund steht mein Lieblingssatz, es ist kaum erfassbar, welchen Nutzen ein sechsjähriges Kind aus ihm ziehen kann, und darüber hinaus wie groß das Vertrauen in das eigene Land wachsen wird, nach dem Satz. Er lautet: "In Deutschland wird jetzt sogar eine Sau zur Drogensuche eingesetzt." Hmm. Ganz recht. Hoffentlich hat Bruno nicht versehentlich die Sau... In dem Buch gibts noch viele Comics, zum Beispiel: ein Ameisenvolk will ein Wellenbad bauen und dann kommt da eine Flugameise vorbei und fragt nach dem Mückenleberwurstlager(?). Diese Flugameise hat auch Drogen dabei und Rumpelpumpel, so heißt eine andere Ameise nimmt was von dem Zauberpulver. Und wird so süchtig, dass es allen eine Lehre ist. Aber wie heißt schon der Titel einer expressionistischen Zeitschrift, man könnte es als Lebensmotto begreifen: "Jeder sein eigener Fußball." Heute morgen habe ich Ghost World gelesen. Auch ein Comic. Man sieht an einer Stelle nur einen Satz aus dem Fernseher kommen, ohne die ganze Werbung zu sehen. Und zwar: your room looks twice the size with creative mirrors. Solche Spiegel will ich auch. Lustigerweise gibt es die Firma wirklich. Und in Lost At Sea sagt das Hauptfigurenmädchen: When I was with you I was perfect. Nicht die Welt war perfekt, nicht das Leben, nicht das Alles mit dir und dem ganzen Sein und so weiter war einfach toll. Sondern: ich habe mich nicht nur ausgehalten, ich habe mich gemocht bei dir. Ich konnte mich verhalten wie ich es wollte, wie ich mich verhalten will, und was ich sein will, das wurde mir erst klar, als ich mit dir zusammen gewesen bin und so. Das könnte ja etwas ichfixiert klingen irgendwie. Ich habe dich nur gebraucht um mich zu mögen. Etwa i looked twice the size in your creative mirrors oder so. Also falsches Spiel oder etwas metaphorischer "Falsches Spiel in der Nervenklinik". Das ist ein Arztroman von Harald Wippenbeck, der mit dem Becken wippt, wenn ... er an die moderne Gesellschaft denkt. Übrigens: Magnus Carlsen ist jetzt auf Platz fünf der Weltrangliste, laut Aprilliste der FIDE, obwohl er erst Siebzehn ist. Er wurde als Mozart des Schach bezeichnet, und ja das will was heißen. Das erinnert mich daran, dass es in Dresden-Neustadt eine Schwulenkneipe gibt, die Anus Mundi heißt. Den gleichen Titel hat der Bericht eines Holocaust-Überlebenden, der fünf Jahre in Ausschwitz war. Ja es gibt ein Buch über Konzentrationslager, das der Arsch der Welt heißt. Ob die das in Dresden wissen...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-6018647868556983155?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/6018647868556983155/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=6018647868556983155' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/6018647868556983155'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/6018647868556983155'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2008/04/zusammenarbeit-der-tier-und.html' title='Zusammenarbeit der Tier- und Pflanzenproduktionsbetriebe'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-4145027870703407535</id><published>2008-04-05T07:27:00.000-07:00</published><updated>2009-10-13T02:11:09.521-07:00</updated><title type='text'>Achtung! Kreuz im Geweih.</title><content type='html'>Vor kurzem bin ich einem Ölgemälde gegenüber gestanden: Ein weißglänzender Hirsch auf einem felsigen Grasvorsprung, unten stehen zwei Menschen, größer als alles andere auf dem Bild und lassen sich etwas erzählen. Es muss ein besonderer Hirsch sein, denn er ist nicht nur strahlend weiß, er hat auch ein goldenes Geweih. Das lustige: wo die beiden Hörner des bald verästelnden Geweihs sich verzweigen, ragt ein goldenes Kreuz auf, und in der Mitte hängt der Gekreuzigte. Das war in der Abteilung 18.- 20. Jarhundert im Städelmuseum zu Frankfurt. Ich habe vergessen, von wem das Bild ist, und wie es heißt, ich habe gar nicht auf das Schild geschaut, das Kreuz war zu interessant. Wenn ich das Bild gemalt hätte, dann wäre das wohl so abgelaufen, dass ich zuerst diese verrückte Idee mit dem Kreuz im Geweih gehabt hätte, der Rest Staffage, Nebenhandlung, Requisite. Ich gehe davon aus, dass es bei dem Bild anders war. Eine Bibelszene oder so etwas, denke ich mir, sollte illustriert werden. Hätte aber das goldene Geweih und das strahlende Weiß nicht auch ohne Kreuz gereicht? Handelt es sich hierbei um Ironie und um Übertreibung? Hat der Maler noch wochenlang danach gelacht? Nein ganz und gar nicht. Die Recherche im Netz klärt mich auf. Der Maler hat wieder einmal einen Stoff umgesetzt, der schon aus antiker, christlicher und sonstiger Mythologie her bekannt war. Es gab da wohl mal einem Hirsch mit goldenem, stilisierten Sonnenschirm zwischen dem Geweih, der hat sich wohl mal dem Buddha in einem seiner früheren Leben gezeigt. Und der Sonnenschirm soll ein Würdesymbol des Herrschers sein. Hirsch mit Sonnenschirm im Geweih. Kennt man ja vom Europapark Rust, wo die Tiere im Wildgehe neben Sonneschirmchen aus dem Eisbecher auch McDonalds-Tüten und Pommes Rot-Weiß auf dem Kopf haben und von Kindern vollgespuckt werden. Eigentlich gutes Motiv für 'ne Langnese-Werbung für Früchte der Saison in einem fiktiven mit dunkelgrüner Sonne ausgestatteten dreizehnten Monat auf dem Uranus: Waldmeister-Sorbet mit Hirschfleischstraciatella oder so. Am Schluss taucht das attraktivste Topmodel des elften Semi-Demi-Quadranten ("bayrisch Uranus") auf und brabbelt irgendwas, dass dieses Eis wirklich den Hirsch abschießt. Dann taucht Hubertus im Hintergrund auf und knallt das Vieh ohne Zögern ab. Mei is des a Freid! Dann kommen schon die Eisleute (komm säg den scheiß Sonnenschirm ab) und fahren das Vieh im Schubkarren die Böschung herab. Schnell' is noch warm. Ja, Hubertus. Auf dem Bild nämlich, dass ich gesehen habe, ist der so called Hubertushirsch abgebildet. Der ist auch vorne auf Jägermeisterflaschen drauf, nur schwebt da das Keuz im Strahlenkranz über dem Kopf. Der Hubertus von Lüttich, der alte Schlingel, der hat es mittlerweile (nachdem er Jahre lang in seinem Forstbezirk der Arsch des Oberförsters war, bis er das Teil da entdeckt hat) zum Schutzpatron der Jagd gebracht und: zum Schutzpatron der Metzger und der Optiker. Außerdem habe ich folgenden Satz gelesen: Hubertus-Brot schützt Haustiere. Na gut. Heilig ist er auch und am liebsten lässt er sich ablichten in hoher Waid mit Hirsch. Na was hat der auf dem Kopf? Und dann haben vorher die Christen aus dem Sonnenschirm ein Kreuz gemacht. Zum Glück sind sie nicht auf eine ganz andere Vertauschungsidee gekommen...&lt;br /&gt;In der Antike gab's da schon mal ein goldenes Geweih. Das gehörte der Kerynitischen Hirschkuh, die hatte auch goldene Hufen (und goldene Radkappen) und Herkules sollte sie für den König von Mykene erlegen. Er wäre nicht Herkules, wenn er es nicht geschafft hatte. Er hat aber ein ganzes Jahr gebraucht, um sie zu erlegen. Wahrscheinlich hat er es aber gemacht wie bei einer Hausarbeit. Wochen lang gefaulenzt und sich gedrückt und in der Nacht vor Hirschabgabe hat er das Tier halt kurzer Hand zur Strecke gebracht. Artemis war dann ziemlich ungehalten und dann fand sie aber heraus, dass der König von Mykene wollte, dass Herkules aus Rache von Artemis getötet wird. Spannende Geschichte.&lt;br /&gt;Und dann gibt es da noch die Legende von Eustachius, dem mehrfach ein Hirsch mit Kreuz auf (oder über) dem Kopf erschienen ist und zu ihm gesprochen hat, dass er Himmel und Erde erschaffen hat. Klar, dass er dann das gemacht hat, was wir alle in einer solchen Situation gemacht hätten. Er hat sich gleich in der nächsten Woche taufen lassen.&lt;br /&gt;Oder die Geschichte von Ritter Maldix, der so heftig unterwegs war, dass er s o g a r am Karfreitag jagen war. Kann man sich gut vorstellen, wie er erst nicht alleine gehen wollte und noch bei seinem Kumpel war, der gerade in seiner Werkstatt die Rüstung mit Benzin ausgebrannt hat, um die mal ordentlich vom Schweiß sauber zu kriegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Komm Junge, Ballern alter, ballern, ballern. Alles abballern. Biste dabei? Komm Junge. Logisch biste dabei. Ballern?"&lt;br /&gt;"Wat denn. Junge. Ballern oder wat?"&lt;br /&gt;"Ja genau, Alter. Ballern. Füchse, Hasen, Hirsche. Alles abballern."&lt;br /&gt;"Mmmh. Ja, ne kann net."&lt;br /&gt;"Wat denn du ballerst doch auch sonst gern. Oder? Ich mein: Ballern? Verstehste wat das heißt?"&lt;br /&gt;"Nee du. Kann net. Muss in die Kirche. Hab letztes Mal schon voll Ärger vom Pastor gekriegt, als ich mit dir im Wald war. Außerdem soll ich nicht mehr mit dir spielen, seit dem du die Schaafsherde... weißt schon."&lt;br /&gt;"Alter. Pass auf. Ich baller dich ab. Ballern verstehste?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Na der Kumpel konnte ihn noch besänftigen und Maldix ist alleine losgeritten. Was er nicht wusste: Es sollte seine letzte Jagd werden. Er hat nämlich den Hirsch mit dem goldenen Kreuz-und-Geweih entdeckt. Von da an war er im Rauschzustand, da gings mit ihm durch. Das Tier trickst ihn aber nach langer Hetze aus, lenkt ihn auf eine Klippe und Maldix kann nicht mehr abbremsen und stürzt mit Bogen, Lanze und Pferd in die Schlucht. Im Flug schrie er noch sein letztes Wort (ballern).&lt;br /&gt;Mittlerweile sind die Hirsche mit goldenem Geweih und Kreuz ausgestorben, die Geweihe sind schon längst eingeschmolzen und liegen in Fort Knox.&lt;br /&gt;Und dann, und dann, und dann noch Hirschgottheiten und Joseph Beuys mit seinem Hasen und Hirschfetisch: Die Recherche zum Thema war wieder mal 5-Sterne-interessant, Informationskonsum ist ja ganz groß in unseren Tagen. Zum Beispiel weiß ich jetzt auch: Ein Hirsch ist ein Bierfass mit 200 Litern Fassungsvermögen. Na also. Wir haben also auf der Hochzeit von Alois sieben Hirsch gsuffa und fünf Stück 'gessan. Oder, was ich noch in Erfahrung gebracht habe: die Existenz von jaegerschmuck.de. Da gibt es Krawattennadeln mit Kreuz-auf-dem-Kopf-Hirsch: Bei der Frühjahrstreibjagd der letzte Schrei...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-4145027870703407535?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/4145027870703407535/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=4145027870703407535' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/4145027870703407535'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/4145027870703407535'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2008/04/achtung-kreuz-im-geweih.html' title='Achtung! Kreuz im Geweih.'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-5524642094939089438</id><published>2008-04-03T04:28:00.000-07:00</published><updated>2009-10-13T02:11:54.340-07:00</updated><title type='text'>Dass wir durch den Nebel regnen</title><content type='html'>Und ekel fließt der schlechte Honig der Gedanken auf das Butterbrot der Schrift. Und Schrift ist keine Kunstform. Schrift ist eine billige Kopie auf Presspapier von etwas Echtem. Der feurigste Roman, das schuldigste Gedicht, das sind nur trockene Kreiden auf der Schultafel von Landvermessern und Geometern und Staubhaufen auf Apothekerwaagen und destilliertes Wasser. Schauen Sie sich die Jahrhunderte an! Kein einziges gutes Blatt. Kein einziges treffendes Bild. Überall ist Schrift und jede Serife, jede Punze verseucht und heimgesucht von Infektion Gedanke. Ich denke also bin ich. Ich lache über diesen schmalen Vers. Es kann nur die cartesianische Schnörkelei des Todeswunsches sein. Der Gedanke tötet alles Leben. Er tötet auch die Kunst. Im Gedanke verödet alles Streben. Der Gedanke flötet durch den Dunst. Er betäubt, er schläfert ein. Er drängt Systeme auf, Strukturen und Figuren und korrekt gestellte Uhren. Er bringt die Dinge auf den Punkt. Doch sind sie erst einmal auf dem Punkt, kann keine Fantasie, kein Pegasus und Atlantis sie zurückholen nie mehr. Sind die Dinge denn alleine Punkte, dass man sie mit diesen Insektenaugen erfassen kann, diesen Stechmückenaugen, Heuschreckenaugen des Gedankens, dem ungebetenen Sauger mit seinen stechend-schlürfenden Mundwerkzeug im Blumengarten des Bewusstseins? Sind wir denn die Götzendiener und Ketzer des Rationalismus, dass wir die Gedanken so sehr lieben sollten? Überall lauert der fahle, abgestandene Geschmack der Reflexion, stellt uns nackt auf einen Schrottplatz und hält uns einen abgebrochenen Spiegel vor, in dem sich ein Geschmiere zeichnet, ein schütteres Gewirr, man nennt es Identität. Die Kerze des Gedankens macht helle Räume dunkel. Gedanken, ekelhafte Asseltiere, sie fallen übereinander herum, begatten sich, hinterlassen ihre ineinander schleimenden Innerereienausstülpungen, Fäden aus Wattwurmschlick, sie bilden, ja, Systeme, hängen unter einander ab, bilden Spinnweben vor Kellerfenstern, sie knüpfen sich zu einem Fusselnetz, das tollwütig durch das Brackwasser sickert und nur schlammverstopfte Gummistiefel und verwittertes Abfallgut zu Tage fördert. Durch welche Fülle, welche Alpen an Gedankenschrott muss man sich wühlen, um das Gefühl freizulegen. Monate vergehen, in denen man umerhirrt in kopfischen Gespinsten, bis man eines Abends vielleicht oder eines Morgens wieder fühlen kann. Und eingehüllt ist man, in die Schwaden übelriechenden Gestanks der Sprache, diesem besoffenen Leierkasten, man spürt die Blasen durch den Darm wandern, man kann nicht mehr atmen, es schnürt einem die Gurgel zu, es zerknittert einem das Gesicht. Wir haben keine Würmer, wir haben Sprache, wir ersticken in ihrer Schlacke, ihre Fäulnis macht uns die Schläfen morsch. Man leidet nicht am Leben. Man leidet an Alles in das rechte Wort zu weben und richtigen Namen geben. Oh Gehirn, so schenke mir einen einzigen Gedanken nur, ich brauche noch den einen, nur den letzen, mache mich zum glücklichsten Narr unter den Kranken, zum schönsten unter den Aussätzigen und Ausgesetzten!&lt;br /&gt;Wie fassungslos müssen wir also dem Satz 'Erst denken, dann sprechen' gegenüberstehen? Ist das die taube Anweisung, welcher Dunkelheit und Schlüpfrigkeit man den Vorzug geben soll?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-5524642094939089438?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/5524642094939089438/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=5524642094939089438' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/5524642094939089438'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/5524642094939089438'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2008/04/dass-wir-durch-den-nebel-regnen.html' title='Dass wir durch den Nebel regnen'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-7784284865460853024</id><published>2008-03-26T08:53:00.000-07:00</published><updated>2009-10-13T02:13:17.903-07:00</updated><title type='text'>BST 51</title><content type='html'>&lt;div style="TEXT-ALIGN: center"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp3.blogger.com/_0QySQRWLzYo/R-pzE8TQnQI/AAAAAAAAAAw/QJA-4_73YPQ/s1600-h/BST51.JPG"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5182080849986755842" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: pointer; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://bp3.blogger.com/_0QySQRWLzYo/R-pzE8TQnQI/AAAAAAAAAAw/QJA-4_73YPQ/s320/BST51.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Existenz auf Schmirgelpapier, 0 x 0 cm. private library.&lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-7784284865460853024?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/7784284865460853024/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=7784284865460853024' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/7784284865460853024'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/7784284865460853024'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2008/03/bst-51.html' title='BST 51'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp3.blogger.com/_0QySQRWLzYo/R-pzE8TQnQI/AAAAAAAAAAw/QJA-4_73YPQ/s72-c/BST51.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-1473551251104389159</id><published>2008-03-25T05:39:00.001-07:00</published><updated>2009-10-13T02:13:45.746-07:00</updated><title type='text'>Rätsel vom Vogel federlos</title><content type='html'>Auf einer der beiden Restmülltonnen im Eingangsflur meines Wohnhauses befindet sich ein Aufkleber, auf dem steht - in aller Weisheit des Abendlandes: Denksport statt Wehrsport.&lt;br /&gt;Aus diesem entzückenden Grund gibt es heute ein Rätsel. Doch zuvor ein Zitat aus der schöngeistigen Literatur:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Am Mann blieb der alte Fuß lange im Bild läuten, um neun stellte das Fotoalbum, der Fuß fror auf und blätterte sich aus dem Schrank, damit er nicht an die Morgen schaute."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist von Peter Bichsel - der Text, in dem es sich aufhält, trägt den Namen 'Ein Tisch ist ein Tisch'. Der Protagonist benennt alle Gegenstände um, er tauscht die Namen aus, er betreibt ein finsteres, mächtiges Spiel. Und der Student der Linguistik ist beeindruckt. Es läuft ihm der sälzerne Schweiß über die Bedeckung seines Fleisches und er gerät in eine tiefe, klaffende Krise. Sind denn Bezeichnungen wirklich so sehr dem rastlos hämmernden Wahnsinn der Willkür ausgeliefert, als Geißeln und Misshandelte, sind Namen wirklich die vom Zufall barbarisch Entmündigten? Gibt es keine Hoffnung mehr auf eine concordia zwischen den Worten und den Dingen, gar zwischen Geist und Welt? Die Hände des Studenten greifen zum Bleistift und zittern ein kleines 'hilfe' in die Bank im Vorlesungssaal in der Universität in der Welt, die mit den Namen macht, wittewittewitt was ihr gefällt.&lt;br /&gt;Aber wie die Mülltonnen schon betonten, man greife nicht zur Waffe(Blei) sondern betätige seinen Geist. Der Student wird in den nächsten Momenten ohnehin von den gütigen Armen des Strukturalismus umsorgt werden, ja auch bei Bichsel erhalten die Wörter ihre Bedeutung aus dem System aller restlichen Wortbedeutungen. Unbelievable. Honeybunny, that is such a sunlotion of amazing. Das beruhigt ihn fürstlich und sein Kopf sinkt unter die Schultern auf die Bank, das 'hilfe' klebt ihm an der Stirn, er wurde erhört.&lt;br /&gt;Er träumt, dass es Nacht ist, draußen schneit es und Frau Bananenkopf hat nur noch Wackelpeter Himbeer auf Tash, weil sie die Waldmeistergrütze immer morgens verzehrt. Im Detektivbüro kreist der Ventilator an der Decke, durch die verbogenen Leisten der Jalousien klettert schneevermengtes Strassenlampenlicht in die Stube, auf dem Schreibtisch liegt eine Packung Mürbeteiggebäck mit Echt-Ei und an der Wand der riesige Schatten eines Kekses.&lt;br /&gt;Wenn der Ventilator ein Keks ist, fragt Madame Bananenkopf wie ein Saxophon bei John Zorn, und stapft auf Stelzen an den Wänden entlang, was ist dann eine Lampe? Und löst sich unter hämischem Gelächter gruselig in eine himbeerfarbene Wolke auf.&lt;br /&gt;Nun das lässt sich ohne Methode nicht lösen. Hier sei nur eine Möglichkeit erläutert, bei der man es mit folgender Fragestellung zu tun hat: Ventilator verhält sich zu Keks wie Lampe zu x? Man könnte ein Gleichungssystem aufstellen, etwa&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;a := Ventilator&lt;br /&gt;a' := Keks&lt;br /&gt;b := Lampe&lt;br /&gt;Seien r,q Relationen&lt;br /&gt;Gesucht ist x, mit ara' und brx sowie aqb und a'qx.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;p und q bestimmen sich aus gewissen Dissonanzen und Konsonanzen unter den Eigenschaften der jeweiligen Variablen. Bananenkopf taucht auf und unterbricht den Studenten: Auch hier hat man wieder ein Martyrium aus Möglichkeiten. Zum Beispiel: Man bestimme die Menge der Eigenschaften, und glaube tatsächlich daran, dass die Eigenschaften eines Gegenstandes eine Anzahl hätten. Jetzt bildet man die jeweiligen Mächtigkeitsquotienten der Eigenschaftsmengen und erhält in etwa so etwas wie: x hat sieben Eigenschaften.&lt;br /&gt;Oder man bestimmt p und q aus ästhetischen Klangfarbenverhältnissen des Gegebenen. Ventilator geteilt durch Keks und Keks durch Ventilator und Lampe durch Ventilator und Ventilator durch Lampe fühlen sich auf der Netzhaut der Seele so und so an, so dass sich die Quotientenklangfarbe von Lampe durch x ergibt und man x ganz einfach, leichter Hand, ohne weiteres, im Nu bestimmen kann.&lt;br /&gt;Ein Vorschlag meinerseits (viele werden es schon auf der Zunge gehabt haben): x ist Milchshake.&lt;br /&gt;Zur Motivation und Freisetzung von Knobelfreude sei nochmals daran erinnert: Denksport statt Wehrsport. Das haben wir von den Mülltonnen gelernt. Übrigens: Natürlich ist der erwähnte Studentekopp später durch die Klausur gerasselt. Es folgte ein weiterer Traum von Frau Bananenkopf.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-1473551251104389159?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/1473551251104389159/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=1473551251104389159' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/1473551251104389159'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/1473551251104389159'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2008/03/rtsel-vom-vogel-federlos.html' title='Rätsel vom Vogel federlos'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-3613335048200404956</id><published>2008-03-24T11:08:00.000-07:00</published><updated>2009-10-13T02:14:15.458-07:00</updated><title type='text'>Glücklicherweise haben wir kein Bewusstsein.</title><content type='html'>&lt;div style="TEXT-ALIGN: center"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp0.blogger.com/_0QySQRWLzYo/R-fub8TQnNI/AAAAAAAAAAY/seEAsA0QmNc/s1600-h/nowie.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5181372060123831506" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: pointer; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://bp0.blogger.com/_0QySQRWLzYo/R-fub8TQnNI/AAAAAAAAAAY/seEAsA0QmNc/s400/nowie.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Heizöl auf Nessel, 12x7 cm. Privatbesitz.&lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-3613335048200404956?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/3613335048200404956/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=3613335048200404956' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/3613335048200404956'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/3613335048200404956'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2008/03/nichts-cest-abbreviature-dnicht-es.html' title='Glücklicherweise haben wir kein Bewusstsein.'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp0.blogger.com/_0QySQRWLzYo/R-fub8TQnNI/AAAAAAAAAAY/seEAsA0QmNc/s72-c/nowie.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5528334789000611559.post-5840825409429738346</id><published>2008-03-22T13:46:00.000-07:00</published><updated>2009-10-13T02:15:25.945-07:00</updated><title type='text'>Nichtstationäre Zustände</title><content type='html'>Gestern habe ich folgenden Bandnamen bei lastfm gefunden, einfach Tagradio Post-Hardcore und: &lt;em&gt;Artist In The Ambulance&lt;/em&gt;. Der Künstler in der Ambulanz. Das ist zum einen natürlich eine schlichte Situationsbeschreibung. Wir können uns das gut vorstellen, wie er noch Acrylflecken auf Handrücken und Hosenbein hat und so weiter, was mit seinem nach unten über die Augenhöhlen herab stürzenden Wildbachbrauen abgeht, die da verwildert hinabstrüppen und sich wie Schlingpflanzen über den Rilkeschen Augenbogenbau hermachen. Wie er dann die Einverständniserklärung ausfüllt, is' zwar nur 'ne Blinddarm-OP, wird schon werden Junge, aber vielleicht rutscht ja doch jemand mit dem Instrumentarium in das vordere Abdomen und verletzt eine Doppelhelix der Künstler-DNA. Später wacht er auf, seinen Nukleotidketten geht es supi, alles lief paletti, bisschen benommen ist er noch aber das kennt er ohnehin. Auch vom Malen und von der Wirklichkeit. Und das erinnert ihn daran:&lt;br /&gt;Zum anderen ist &lt;em&gt;artist in the ambulance&lt;/em&gt; eine Art Bewusstseinszustand, der jeden treffen kann. Beispielsweise nach sieben Stunden an der Theke McRib verkaufen, wo man sich kurz im CocaCola-Spiegel an der Wand sieht, die Schnauze voll hat, die Differenz aus Ich und Tätigkeit hautnah in der Seele und so spürt und sich denkt: Jawoll Alter: Ich bin jetzt in dieser Stunde: Künstler in der Ambulanz.&lt;br /&gt;Oder: Man ist völlig versoffen um vier zu Hause mit der ersten Morgenbrandung angespült worden, hört sich nochmals Shunat by Nikakoi an und greift zum verachteten Mobiltelefon. Kurzmitteilung. Mitbewohnerin. Schlüssel verloren. Ruf doch an ja, wenn du zu Haus' bist. Nachher gammelt man noch im Bett herum, und gemahnt kurz zur Verbesserung des Komforts zum Aufstehen, zum sich Erheben, zum Ausbreiten der Atlasschwingen. Sie steht auf. Man legt eine zusätzliche Decke auf die Matratze und legt sich wieder hin. Jetzt kommt das wichtigste, man singt jetzt nämlich folgendes: Put your hands up in the air, it's so much weicher there. Und das zieht sich über Minuten. Und das ist es. Das ist &lt;em&gt;artist in the ambulance&lt;/em&gt;. Nicht als Bewusstsein, sondern als Situation. Und man sieht, die haben sich echt was gedacht, als sie sich den Namen ausdachten, also darüber nachgedacht. Das verstehen wir. Fassen wir zusammen:.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5528334789000611559-5840825409429738346?l=kabinettkalium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/feeds/5840825409429738346/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5528334789000611559&amp;postID=5840825409429738346' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/5840825409429738346'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5528334789000611559/posts/default/5840825409429738346'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kabinettkalium.blogspot.com/2008/03/first-of-all.html' title='Nichtstationäre Zustände'/><author><name>mp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13161757227251901070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
